Ein Leben an der Seite von Thomas Bernhard

Ein Rapport
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Inhaltsangabe
»Du musst das halt in meinem Sinn machen«, trägt Thomas Bernhard seinem Halbbruder Peter Fabjan auf, als er spürt, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Und der sieben Jahre Jüngere gehorcht und übernimmt die Verantwortung, dieses Mal für ein schwieriges Erbe – so wie er es immer getan hat von Jugend an, wenn ihn der Ältere gebraucht hat. Den anderen galt er als »der liebe Bruder«, Fabjan selbst sieht sich eher als »Helfer in der Not«, denn oft genug fand er sich in der Rolle des Chauffeurs und dienstbaren Geistes wieder, der am Nebentisch saß, während der Bruder mit Persönlichkeiten aus Politik und Kunst parlierte.
Peter Fabjan, Bruder und gleichzeitig behandelnder Arzt Thomas Bernhards, gibt in seinen Erinnerungen einen Einblick in das Leben an der Seite, besonders aber auch im Schatten des österreichischen Dramatikers und Romanschriftstellers, der Weltruhm erlangte. Er erzählt von den schwierigen und vielfach belasteten familiären Verhältnissen genauso wie von der Kriegskindheit, von gemeinsamen Reisen in die USA oder nach Portugal und von seinen Bemühungen um das Leben seines von langer und schwerer Krankheit gezeichneten Patienten. Ein offenherziger, freimütiger und ehrlicher Bericht.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 20.01.2021
  • Autor/Autorin: Peter Fabjan
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 4
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/145/20 mm
  • Seitenanzahl: 195
  • ISBN: 9783518429471
Darum lohnt sich dieses Buch
  • 90. Geburtstag Thomas Bernhards am 9. Februar 2021
  • Ein offenherziger, berührender Blick auf das Leben mit Thomas Bernhard
  • Die Darstellung dreier Generationen einer »verwunschenen« (Peter Fabjan) Familie
  • Mit zahlreichen, teilweise noch unveröffentlichten Abbildungen
Pressestimmen
»Ein offenherziger, freimütiger und ehrlicher Bericht.«
Jamal Tuschick, der Freitag, 11. Februar 2021
»Lesenswert ist es vor allem deshalb, weil Peter Fabjans distanziert-kritische Perspektive apodiktische Bernhard-Urteile über Familienmitglieder, Freunde und Bekannte in ihrer Relativität erkennbar macht.«
Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten, 9. Februar 2021
»Thomas Bernhard ist alles andere als vergessen, aber vor lauter Bernhard-Folklore verschwand der Mensch hinter dem Werk. Peter Fabjan bringt ihn uns zurück.«
Marc Reichwein, WELT AM SONNTAG, 7. Februar 2021
»Die unrasante Sprache ist Teil von Fabjans Suche nach Genauigkeit und Richtigkeit ... Zugewandt illusionslos beurteilt er die Beziehung zwischen den Geschwistern.«
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 6. Februar 2021
»Neben vielen Familienfotos sind aber vor allem Fabjans Versuche, seine Beziehung zu seinem Bruder zu charakterisieren bemerkenswert.«
oe24.at, 2. Februar 2021
»Fabjan hat nun ... trotzdem ein Buch über seinen Bruder geschrieben ... Als ›Rapport‹ bezeichnen Fabjan und der Verlag dieses Buch. Das passt formal sehr gut ... Denn ein Rapport ist nicht nur ein dienstlicher Bericht, sondern beschreibt in der Psychologie ein zwischenmenschliches, durchaus von einer professionellen Distanz geprägtes Verhältnis.«
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 21. Januar 2021
»Peter Fabjan aber ist anzurechnen, dass er sich ein weiteres Mal in die Pflicht hat nehmen lassen und seine Version der Geschichte für kommende Lesergenerationen hinterlegt.«
Hannes Hintermeier, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Januar 2021
»Ein ehrliches, offenes Buch, ganz nebenbei wird Peter Fabjan, was er in seiner Rolle als Hüter des Erbes, nicht immer sein konnte: Er wird sehr sympathisch.«
Peter Pisa, kurier.at, 16. Januar 2021
»Peter Fabjan ist den Vernichtungsversuchen seines Halbbruders nicht entgangen. Trotzdem schreibt er in geradezu brüderlicher Liebe gegen halbherzige Gefühle an. Er will retten. ... Das ist grandios und führt in Fabjans Buch manchmal zu einer subtilen Komik,die vom Meister selbst stammen könnte.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 15. Januar 2021
»Obgleich zum Dasein als Nebenfigur verdammt, erzählt Fabjan aber auch die eigene Geschichte ... Das Zentrum, das er jedoch unermüdlich umkreist und auf das er sich stets wieder bezieht, bildet der Patient, die Person Thomas Bernhards. Auf diese Weise entstehen zwei faszinierende Anamnesen: die des Patienten und die des Arztes.«
Christoph H. Winter, der Freitag
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

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