Max Beckmann (1884–1950) war einer der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. In seinen einfühlsamen Porträts (darunter zahlreiche Selbstbildnisse) und großformatigen mythischen Triptychen spiegeln sich subtil und teilweise verschlüsselt die Ereignisse seiner Zeit. Der Maler, der von den Nationalsozialisten als „entartet“ verfemt und ins Exil getrieben wurde, musste schon den Ersten Weltkrieg und die Krisen der Weimarer Republik erleben. Uwe M. Schneede, ausgewiesener Beckmann-Experte und einer der besten Kenner des 20. Jahrhunderts, zeigt, wie diese Erfahrungen in Beckmanns Bildern verdichtet zum Ausdruck kommen.
Gerhard Richter gilt weltweit als bedeutendster Gegenwartskünstler. Extrem wandlungsfähig, wechselte er im Laufe der Jahre wie kaum ein anderer Maler souverän Stile, Techniken und Motive - von der Figuration bis zur Abstraktion. Uwe M. Schneede legt mit dieser anschaulich geschriebenen Monographie eine kompakte und konzise Übersicht über das reiche OEuvre dieses unbedingten, bedingungslosen Malers vor.
Als Gerhard Richter 1961 mit seinem Umzug nach Westdeutschland der DDR-Kunstszene den Rücken kehrte, entstanden bald die frühen Fotobilder wie «Tante Marianne», mit denen er bekannt wurde und die auf Richters brisante Familiengeschichte verweisen. Seit den 1970er Jahren stehen große, abstrakte Gemälde neben Werken mit direktem politischen Zeitbezug und öffentlichen Arbeiten. Nicht nur setzt sich Richter in seinen Arbeiten mit den klassischen Gattungen Landschaft, Stilleben und Porträt auseinander, sondern er spielt auch mit den verschiedensten Stilrichtungen der Moderne - von figürlich über monochrom und konzeptuell bis hin zu abstrakt.
Uwe M. Schneede, seit langem vertraut mit dem Künstler und dessen Arbeit, erklärt Vielfalt und Widersprüchlichkeit des Werkes damit, dass sich Gerhard Richter je nach Bedarf der Mittel alter wie moderner Kunst bedient, um der Malerei neue formale und inhaltliche Wege zu eröffnen: als bewusster Traditionalist und radikaler Neuerer in einem.
Meine Bilder sind klüger als ich. Gerhard Richter
Vom ersten bis zum letzten Bild - Gerhard Richters malerisches Werk
Blick ins Atelier: Entstehungsprozesse und -kontexte der Bilder werden für den Leser nachvollziehbar
Die Klassische Moderne (1800 - 1960) entfaltete sich in der Spannung zwischen zwei Polen: der abstrakten, ungegenständlichen Form und einer überscharfen Erfassung der Realität. An ihrem Anfang standen einsam kämpfende Individuen wie van Gogh, Munch und Cézanne, an ihrem Ende finden sich so unterschiedliche Künstler wie Mark Rothko und Francis Bacon. Kennzeichen der Epoche war eine bis dahin ungekannte Dynamik, in der die verschiedensten Ansätze aufeinander antworteten. Uwe M. Schneede führt sachkundig durch Malerei, Skulptur, Fotografie und Architektur der Epoche und stellt die wichtigsten Künstler vor.