Dinosaurierkind

Essay
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Inhaltsangabe

Während eines Filmabends entdeckt Maryam Aras ihren Vater auf der Kinoleinwand. Bei einer Protestveranstaltung gegen den Shahbesuch 1967 in Berlin sitzt er zwischen anderen Studierenden auf dem Boden. Für sie ist es der Beginn einer Spurensuche – nach ihrer Kindheit in der iranischen Diaspora in Köln, der Gewissheit, dass ihr Vater nicht nach Iran reisen kann, der Geschichte seiner und ihrer Politisierung.

In diesem literarischen Essay schreibt Maryam Aras die politische Biographie ihres Vaters, zieht Erzähllinien zwischen dem Staatsstreich 1953 in Iran, einer transnationalen 1968er-Bewegung, dem Kölner Arbeiterviertel Mülheim und einer Familiengeschichte, in der der Luxus, unpolitisch durchs Leben zu gehen, nie existiert hat.

Für ihre publizistischen Arbeiten, unter anderem für Dinosaurierkind, wurde Maryam Aras 2025 mit dem Kurt-Tucholsky-Preis ausgezeichnet. 

»Maryam Aras gelingt ein großes Kunststück: Sie verwebt die Biographie ihres Vaters und ihr Aufwachsen an seiner Seite mit der Geschichte Irans und der Diaspora in Deutschland. Zugleich erzählt sie vom Kampf um Selbstbestimmung vieler Länder des sogenannten Globalen Südens. Berührend, gehaltvoll, vielschichtig.« Nava Ebrahimi

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 27.03.2025
  • Autor/Autorin: Maryam Aras
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Claassen
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 195/118/23 mm
  • Seitenanzahl: 192
  • ISBN: 9783546101011
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Eine persönliche Geschichte und eine Analyse: Wie aus Freiheitskämpfern Dinosaurier wurden
  • Die brillante Erkundung der individuell erlebten Seiten von Revolution und Resignation
  • Sehr gut vernetzte Autorin, u.a. Jurorin beim Preis der Leipziger Buchmesse
Pressestimmen
»Ein wütendes, liebevolles Buch darüber, wie private und globale Geschichte ineinandergreifen und warum Anerkennung kein Luxus, sondern Gerechtigkeit ist.«
Omid Rezaee, kohero, 14. Juli 2025
»...kluger, rührender, teils diatogischer Essay einer ,Vatertochtel' über ihren,Tochtervate/' und dessen durch und durch potitische Exit-Existenz in Köln- Mülheim. Kein Roman, auch keín Sachbuch, jedenfatts absolut phantastisch.«
Diba Shokri, FAS, 13. Juli 2025
»Wenn sich [aber] plötzlich die vielen Fäden zu jenem Anblick ihres Vaters verbinden, der in Filmaufnahmen einer Protestveranstaltung gegen den Shahbesuch 1967 zu sehen ist, zeigt sich, wie hervorragend Dinosaurierkind gemacht ist. Hier fallen ihre Geschichte, die politische Geschichte ihrer Familie, die Geschichte von Iran und von der Linken zusammen, sind deutsche Geschichte (...)«
Luca Kieser, Literaturport, Leselampe, 1. Mai 2025
»Sprachlich herausragend«
Anna von Rath, Pocolit, 24. April 2025
Herstellerinformationen
Ullstein Buchverlage GmbH
Friedrichstraße 126
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