Die ungleiche Welt

Migration, das Eine Prozent und die Zukunft der Mittelschicht
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Taschenbuch
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Inhaltsangabe

Extreme soziale Ungleichheit ist eines der drängendsten Probleme der Gegenwart. Anhand neuer, haushaltsbasierter Daten zu Einkommen und Vermögen untersucht Branko Milanović ihre Ursachen und Folgen differenzierter als alle anderen Forscher vor ihm. Er zeigt, dass zwar der Abstand zwischen armen und reichen Staaten geringer geworden ist, das Gefälle innerhalb einzelner Nationen jedoch dramatisch zugenommen hat. Zudem analysiert er den Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Migration und plädiert für ein liberales Einwanderungsrecht. Ein aktuelles, ein engagiertes Buch, das die Art und Weise, wie wir über unsere ungleiche Welt denken, verändert.


Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 16.09.2020
  • Autor/Autorin: Branko Milanović
  • Übersetzung: Stephan Gebauer (aus dem Englischen)
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/130/25 mm
  • Seitenanzahl: 311
  • ISBN: 9783518470855
Darum lohnt sich dieses Buch

Ausgezeichnet mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2016 und dem Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik 2018

Pressestimmen
»Die Welt scheint aus den Fugen geraten. Die Epoche, in der Demokratie, Liberalismus und Globalisierung vorherrschten, geht zu Ende. Wie konnte dies nur passieren? Der Ökonom Branko Milanović gab auf diese Frage schon 2016 eine erschütternd klare Antwort.«
Gordana Mijuk, NZZ am Sonntag, 30. März 2025
»Die vielen interessanten und explizit gekennzeichneten Exkurse machen das Buch zudem kurzweilig und erlauben kleine thematische Ausflüge innerhalb der umfassenden Kapitel.«
Michael Ertl, Wirtschaft und Gesellschaft, 1. November 2017
»Milanovics Darstellung, wie sich die globale Verteilung der Einkommen seit Ende der 1980er Jahre entwickelt hat, ist nicht in allen Punkten neu, aber brillant.«
Bernhard Emunds, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Januar 2017
»So unaufgeregt, wie es einem großen historischen Ansatz entspricht, und so pragmatisch, wie es einem Ökonomen mit reicher praktischer Erfahrung geziemt. Sachlich, frisch, inspirierend. Wenn Lesebefehle nicht grober Unfug wären, dies wäre einer.«
changeX.de, 21. Dezember 2016
»Das Buch liefert einen guten Überblick über innergesellschaftliche und interkontinentale soziale Ungleichheit, gemessen an Einkommen und Vermögen und mit Daten und Schaubildern belegt. Soziale Verwerfungen und Probleme werden kühl und schonungslos aufgezeigt und abgewogen.«
Georg Auernheimer, socialnet.de, 20. Dezember 2016
»Der frühere Ökonom der Weltbank Branko Milanovic hat in seiner Studie Die ungleiche Welt … eindrucksvoll dokumentiert, dass es die Arbeiterschaft und die unteren Mittelschichten … sind, die durch die Globalisierung an Wohlstand und Sicherheit eingebüßt haben.«
Sighard Neckel, Süddeutsche Zeitung, 22. November 2016
»Wann zuletzt waren die Wirtschaftswissenschaften inspirierender?«
Dieter Schnaas, WirtschaftsWoche, 12. November 2016
»Milanovic ist ein moderner Aufklärer: Er formuliert Alternativen, die sich jenseits neoliberaler Hyperglobalisierung und Renationalisierung bewegen.«
Oliver Nachtwey, der Freitag, 20. Oktober 2016
»... eine spannende Geschichte über den Zusammenhang zwischen der Globalisierung der Weltwirtschaft und der Einkommensentwicklung.«
Wilfried Altzinger, Falter
»Dieses Buch bietet viel für Wirtschaftswissenschaftler wie für das allgemeine gebildete Sachbuchpublikum. Es kommt ohne klassenkämpferischen Pathos daher und legt nahe, dass eine nachhaltigere, gerechtere und offenere Ökonomie selbst im Kapitalismus von Interesse wäre.«
Claus Leggewie, Kulturaustausch
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Zum ersten Mal in der Geschichte dominiert ein einziges Wirtschaftssystem den Globus. Von Peking bis Porto Alegre: Ob es uns gefällt oder nicht, heute sind wir alle Kapitalisten. Das Mantra der Alternativlosigkeit gehört längst zum rhetorischen Standardrepertoire von Politikern jeder Couleur. Warum konnte sich der Kapitalismus gegen den Kommunismus durchsetzen? Wie steht es um die Aussichten auf eine gerechtere Welt, nun, da seine Vorherrschaft ohne Konkurrenz ist?

Spätestens seit der Finanzkrise zeichnet sich ab, dass zwei Ausprägungen im Wettstreit miteinander liegen: ein liberaler Kapitalismus, der mit rechtsstaatlichen Prinzipien und Demokratie einhergeht, und ein autoritärer, in dem Vetternwirtschaft und politische Willkür an der Tagesordnung sind. Wenn es nicht gelingt, so Milanović, Herausforderungen und Probleme wie Ungleichheit, Migration oder Korruption zu meistern, ist nicht nur die liberale Wirtschaftsordnung, sondern auch die Demokratie in Gefahr. Aber der Kapitalismus ist ein von Menschen gemachtes System: Unsere Entscheidungen bestimmen, welche Form er in Zukunft annimmt.

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