Teil der Reihe: Bibliothek Suhrkamp (Band 1537)

Die Schwerkraft der Verhältnisse

Roman
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Inhaltsangabe
Es ist das Jahr 1945. Eine dumpfe schwere Dunstglocke liegt über der Stadt Donaublau, wo die schwangere Berta die Rückkehr ihres Verlobten von der Front erwartet. Doch statt Rudolf tritt sein Freund Wilhelm ins Zimmer und überbringt Berta die Nachricht von dessen Tod, die sie nur mit einem »So, so« quittiert. Sie heiratet stattdessen den Kriegsheimkehrer, einen »würdigen Repräsentanten seiner Nation«, Chauffeur und »Geh-her-da«, und bekommt mit ihm ein zweites Kind, eifersüchtig beäugt von ihrer Freundin Wilhelmine. Aber das Leben erscheint Berta zunehmend wie ein böser Traum, die Schwerkraft der Verhältnisse zwingt alle zu Boden, besonders die kleinen und ganz kleinen Leute, versehrt und wortarm, bis Berta keinen Ausweg mehr sieht und ihre Kinder im verzweifelten Versuch, sie dem Zugriff der Umwelt zu entziehen, im Schlaf erstickt. Erst in einer psychiatrischen Anstalt findet sie Schutz vor der »Wunde Leben«. »Marianne Fritz war ein Genie«, schrieb Marlene Streeruwitz nach dem Tod der österreichischen Schriftstellerin. In ihrem preisgekrönten Debütroman von 1978 blickt sie voller Mitleid und Humor auf den stillen Lächler Wilhelm, die berechnende Wilhelmine – und auf Berta, eine kleinbürgerliche Medea, die mit leiser, zerstörerischer Kraft gegen die Enge und die zernichtende Gewalt der Nachkriegsordnung aufbegehrt. Ein waghalsiges, virtuoses, bestürzendes Buch.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.03.2023
  • Autor/Autorin: Marianne Fritz
  • Reihe: Bibliothek Suhrkamp, Teil 1537
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 181/120/16 mm
  • Seitenanzahl: 150
  • ISBN: 9783518225370
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Österreich ist Gastland der Leipziger Buchmesse 2023
  • Ein vergessenes Buch – endlich wiederzuentdecken
  • Ein Debüt, das bei Erscheinen großes Aufsehen erregte
  • Mit einem instruktiven Nachwort der österreichischen Kritikerin und Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl
Pressestimmen
»Robert Musil, schön und gut, aber schon mal Marianne Fritz gelesen? Höchste Zeit, ihr Debüt zu entdecken.«
Peter Neumann, DIE ZEIT, 16. November 2023
»... [Der Roman] gehört zum Düstersten aber auch zum Besten, was in der österreichischen Literatur nach 1945 hervorgebracht wurde!«
Erich Klein, Ö1, Ex Libris, 16. April 2023
»Rücksichtslos setzte sich Fritz in ihrem Schreibkerker über alle Normen, Konventionen, Übereinkünfte der Gattung Roman hinweg, um einen atemberaubenden Gegenentwurf zur Erzählliteratur anderer Schriftsteller zu liefern. Ein literarisch radikales Werk als Widerspruch zu sozialem und politischem Unrecht.«
Uwe Schütte, der Freitag, 3. April 2023
»... Fritz [erzeugt] in ihrem Erstling Intensität durch Verdichtung. Anachron erzählt, zeichnet er sich durch einen Willen zur Formgebung aus, der in Zeiten der Fetischisierung von Inhalt und autofiktionaler Authentizität angenehm auffällt.«
Kathrin Witter, WELT AM SONNTAG, 2. April 2023
»Faszinierend, wie präzise und feinfühlig die Autorin da eine Aussenseiterwelt beschreibt, in der aber für Abkömmlinge aus zerrütteten Familien kein Platz ist.«
Karin Cerny, WOZ Die Wochenzeitung, 16. März 2023
»... mit einer Neuauflage ihres [Firtz'] Debutromans Die Schwerkraft der Verhältnisse lädt der Suhrkamp Verlag zu Wiederentdeckung ein.«
Ö1 Kultur
»Die Schwerkraft der Verhältnisse von Marianne Fritz gehört zum Düstersten, aber auch zum Besten, was in der österreichischen Literatur nach 1945 geschrieben wurde.«
Erich Klein, anzeiger
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

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Tel: +49 30 740 744 0