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Taschenbuch
Inhaltsangabe
Es war kein leichtes Schicksal, das die Königinnen im »Männerstaat« Preußen zu bewältigen hatten. Gleichwohl gelang es einigen von ihnen, sich Freiräume zu schaffen – beispielsweise der »Philosophin auf dem Thron«, Sophie Charlotte von Hannover, und der bis heute wohl populärsten preußischen Königin, Luise von Mecklenburg-Strelitz. Andere wiederum litten unter den höfischen Intrigen und der Missachtung ihres Gemahls oder konnten sich nur durch Lügen oder Heuchelei behaupten. Unterhaltsam und mit großer Sachkenntnis erzählt Karin Feuerstein-Praßer vom Leben der sieben preußischen Königinnen.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 01.12.2008
Autor/Autorin: Karin Feuerstein-Praßer
Einband: Taschenbuch
Auflage: 9. Auflage
Verlag: Piper
Sprache: Deutsch
Größe (L/B/H): 187/120/23 mm
Seitenanzahl: 368
ISBN: 9783492252959
Herstellerinformationen
Piper Verlag GmbH Georgenstraße 4 80799 München DE
Ein Leben im Schatten kam für sie nie in Frage. Sie sonnte sich im Blitzlichtgewitter und brachte Glanz und Glamour in den Palast. Selbst als ihre Schwester Elisabeth zur Königin gekrönt wurde, stahl die vier Jahre jüngere Margaret ihr am Tag der feierlichen Zeremonie die Show. Durch eine vermeintlich unbedachte Geste verriet sie der Welt ihre Liaison mit einem Bürgerlichen – geschieden noch dazu. Das Volk und die Presse liebten die hübsche, unkonventionelle Prinzessin für ihre Skandale, ihr Faible für Mode, ihren scharfen Humor und ihre Strahlkraft, die ihren Tod bis heute überdauert.
Ein Leben zwischen Buckingham Palace und der Psychiatrie – ein ungeschöntes Porträt einer faszinierenden Persönlichkeit
Karin Feuerstein-Praßer holt mit der ersten deutschsprachigen Biografie über Alice von Battenberg eine Frau aus der Vergessenheit, die mehr als nur die Schwiegermutter von Queen Elizabeth der II. war.
Sie durchlebte Kriege und Putschversuche, war Mutter und Wohltäterin, kämpfte aber auch gegen zahlreiche eigene Dämonen. Das Leben der Alice von Battenberg war ungewöhnlich, tragisch, vor allem facettenreich und vielschichtig.
Die Urenkelin von Königin Victoria und spätere griechische Monarchin kam 1885 taub auf Schloss Windsor zur Welt, lernte jedoch Lippenlesen in gleich mehreren Sprachen. Später heiratete Alice Prinz Andreas von Griechenland, bis politische Unruhen die Familie ins Exil zwangen. Sie verfiel dem religiösen Wahn und wurde wegen des Verdachts auf Schizophrenie in die Psychiatrie eingewiesen.
Ein schier unglaublicher Lebensweg, der noch viele weitere Stationen sowie Höhen und Tiefen enthält. Autorin Karin Feuerstein-Praßer schafft ein wichtiges und fesselndes Korrektiv, welches das Rampenlicht auf eine zu Unrecht ignorierte Adlige richtet.
Heldinnenmut im Angesicht des Nationalsozialismus – eine wenig beachtete Seite der Aristokratie
Karin Feuerstein-Praßer lässt ihre Leser noch zahlreiche andere Facetten der Prinzessin und des europäischen Adels entdecken. Alice von Battenberg versteckte während des Zweiten Weltkriegs eine jüdische Familie und rettete ihr damit das Leben. Eine Tat, für die sie nach ihrem Tod die Ehrung als „Gerechte unter den Völkern“ erhielt.
Informatives und persönliches Geschichtsbuch abseits der royalen Gerüchteküche
Selbst eine komplexe und vielschichtige Serie wie „The Crown“ auf Netflix erfasst nicht die gesamte Geschichte der Royal Family. „Alice von Battenberg – Die Schwiegermutter der Queen“ eignet sich deswegen perfekt für LeserInnen, die kein Interesse an Klatsch und Tratsch über Harry und Meghan oder wilden Skandalen haben. Tauchen Sie stattdessen tief in die historischen Aspekte der adligen Gesellschaft ein.
Ein faszinierendes Leben zwischen Mäzenatentum und Macht Königin Sophie Dorothea (1687-1757) war die Mutter Friedrichs des II. Sie wurde in das bedeutende Haus Hannover hineingeboren und heiratete den König von Preußen. Doch was bedeutete diese Machtposition für eine Frau im 18. Jahrhundert?
Um ihre Ziele zu erreichen, bediente sich Sophie Dorothea nicht selten der Intrige, aber ihrem Sohn, dem Preußischen Herrscher, war sie stets eine treusorgende Beraterin. Sophie Dorothea gehört zu jenen starken Frauen der Geschichte, die nicht an den Widrigkeiten des Lebens zerbrachen, sondern daraus scheinbar immer wieder neue Kraft schöpften und ihre Zeit bedeutend prägten. Karin Feuerstein-Praßer beschreibt in ihrer Biografie eine der gefürchtetsten und geheimnisvollsten Königinnen der Geschichte.
Die erste Biografie der einflussreichen Mutter Friedrichs des Großen
Erstmals in einem Band: die Biografien der sechs Schwestern des Preußenkönigs »Gestern ist wieder eine zur Welt gekommen. Ich werde ein Kloster anlegen«, schrieb Friedrich Wilhelm I. anlässlich der Geburt seiner fünften Tochter.
Wenn Friedrich der Große der alles überstrahlende Thronerbe war, was prägte dann die Lebenswege der Prinzessinnen?
Es gab nicht nur die berühmte Wilhelmine von Bayreuth (1709-1758), die meist als "Lieblingsschwester" Friedrichs des Großen bezeichnet wird. Der Preußenkönig hatte noch fünf weitere Schwestern, die unterschiedliche Spuren in der Geschichte hinterlassen haben: Charlotte (1716-1801) wurde schon in jungen Jahren Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel und war eine der Ersten überhaupt, die ihr Interesse der erwachenden deutschen Literatur zuwandten.
Die ehrgeizige Ulrike (1720-1784) machte eine etwas glücklose "Karriere" als Königin von Schweden, und Amalie (1723-1787), ganz ohne Zweifel das skurrilste Mitglied der preußischen Königsfamilie, war Äbtissin von Quedlinburg. Das wohl traurigste Schicksal aber hatten Friederike (1714-1784) und Sophie (1719-1765): Die "engelsschöne" Friederike, bereits mit 15 Jahren Markgräfin von Ansbach, lebte mit ihrem Gemahl "wie Hund und Katz", und auch Sophies Ehe mit "dem wilden Markgrafen" von Schwedt verlief alles andere als glücklich.
Helene Weigels herausragende Bedeutung für die Arbeiten Brechts oder Veza Canettis eindrucksvolles Werk, das vom eigenen Ehemann zurückgehalten wurde: Wie so viele Frauen berühmter Männer standen beide Künstlerinnen stets in deren Schatten und rangen in einem unheilvollen Spannungsfeld zwischen Aufopferung und Unterdrückung um Anerkennung. In vielen spannenden Biographien zeigt dieser Band, welch unverzichtbaren Beitrag die Frauen der Dichter für ihre Epoche leisteten und warum sie doch immer hinter ihren einflussreichen Männern zurückblieben.
Sie wurden nicht zur Legende wie die schöne Kaiserin Sisi von Österreich, aber die drei Gemahlinnen der deutschen Hohenzollernkaiser haben regen Anteil an der Geschichte ihrer Epoche genommen und waren hoch gebildete Frauen, die sich für ein liberaleres Deutschland einsetzten: Augusta von Sachsen-Weimar (1811–1890), Viktoria (1840–1901), königliche Prinzessin von Großbritannien, und Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein (1858–1921).