Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten

Roman
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Inhaltsangabe

Berlin, in einer nahen Zukunft. Die Stadt pulsiert dank der Hubot-Industrie: Robotik-Unternehmen stellen künstliche Partner*innen her, die von realen Menschen nicht zu unterscheiden sind; jede Art von Beziehungswunsch ist erfüllbar, uneingeschränktes privates Glück und die vollständige Abschaffung der Einsamkeit sind kurz davor, Wirklichkeit zu werden. Doch die Zahl der Selbsttötungen hat sich verzehnfacht. Denn die neuen Wesen beherrschen zwar die hohe Kunst der simulierten Liebe, können aber keine Verantwortung für jene übernehmen, mit denen sie zusammenleben. Immer mehr Menschen gehen an sozialer Entfremdung zugrunde. Deshalb kommt Roberta auf den Markt. Sie soll die Angehörigen der Suizidant*innen ausfindig machen, um dem Sozialamt die Bestattungskosten zu ersparen. Versagt sie, wird sie in Einzelteile zerlegt und an die Haushaltsrobotik verscherbelt. Und nicht jeder ist am Erfolg ihrer Ermittlungen interessiert.

Emma Braslavsky blickt einer Stadt ins Nachtherz und führt uns auf die dunkle Seite einer aufgekratzten Metropole. Ihr Roman ist Großstadtmärchen und Kriminalgeschichte und erzählt witzig und rasant von der Radikalisierung des Individuums, von der schmalen Grenze zwischen natürlichem und künstlichem Leben und von der Allmacht der Algorithmen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.08.2019
  • Autor/Autorin: Emma Braslavsky
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 214/136/26 mm
  • Seitenanzahl: 270
  • ISBN: 9783518428832
Pressestimmen
»Raffiniert vermisst Braslavsky die Maßstäbe des Menschseins durch den analytischen Schaltkreisblick Robertas mittels soziologischer und neo-feministischer Beobachtungen.«
Sarah-Maria Deckert, Der Tagesspiegel, 27. Oktober 2019
»Dieser Roman fesselt und nistet sich mit seiner spröde lauernden Gegenwärtigkeit ins Gedächtnis ein.«
Wilhelmshavener Zeitung, 19. Oktober 2019
»Die Kunst Emma Braslavskys besteht darin, ihren Pessimismus bezüglich der Zukunft der Menschheit allein mit literarischen Mitteln zum Ausdruck zu bringen. Das macht aus der Parabel sogar einen witzigen Roman, dem man gerne folgt.«
Harald Klauhs, Die Presse, 18. Oktober 2019
»... All dies wird lakonisch, ironisch und ohne jeden sprachlichen Firlefanz, aber voller origineller Wortschöpfungen wie etwa ›Sarggemütlichkeit‹ erzählt.«
Rolf Löchel, literaturkritik.de, 10. Oktober 2019
»Literatur mit der berauschenden Wirkung von Drogen – die Geschichten aus Emma Braslavskys Feder machen hochgradig süchtig. Und sie besitzen eine Sogkraft, der man sich partout nicht entziehen möchte.«
Susann Fleischer, literaturmarkt.info, 16. September 2019
»Es ist ein gleichzeitig unterhaltsamer und tiefgründiger Roman, ein Buch, das sich mit hochaktuellen Fragen beschäftigt und dabei nicht schwer oder sperrig daherkommt, sondern leichtfüßig und mit oft bizarrem Humor.«
Irene Binal, ORF, 15. September 2019
»Dieser Roman wagt etwas. ... Braslavsky balanciert mit Wendungen aus Science Fiction, Technik und Umgangssprache, mal gekonnt witzig, mal überdreht.«
Cornelia Geißler, Frankfurter Rundschau, 29. August 2019
»Alles wird besser, das gilt erst recht für die intelligenten Maschinen. Die Folgen beleuchtet Emma Braslavsky in einem klugen Roman.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 21. August 2019
»Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten ist ein beeindruckender Roman: gegenwärtig, ohne sich anzubiedern, unterhaltsam, ohne zu simplifizieren. Stellenweise sehr lustig, aber mit einer Tiefe, der auch Tragik gelingt.«
Julia Dettke, ZEIT ONLINE, 21. August 2019
»Emma Braslavskys Roman wirft in literarisch überzeugender Weise die Frage auf, inwieweit gerade in einer Epoche des radikalen Individualismus sich die Grenze zwischen humanem Denken und künstlicher Intelligenz aufzulösen beginnt.«
Christoph Schröder, SWR, 18. August 2019
»Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten ist ein Berlinroman der besonderen Art. ... Der Roman macht Angst, vor dem, was davon Wirklichkeit werden könnte – oder gar schon ist? – und steckt voll kluger Beobachtungen.«
Maria Nowotnick, Buchkultur
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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