Die Lücken

Roman | Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2026
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Inhaltsangabe

Ein Roman über die Fundamente unserer Heimat

Nach ihren gefeierten Romanen über Exil und postmigrantische Gegenwart legt Shida Bazyar eine literarische Archäologie der Heimat vor. In einer präzisen Tiefenbohrung der Provinz stellt sie die radikale Frage: Auf welchen Fundamenten bauen wir unsere Heimat?

Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre Vergangenheit aktiv verschweigt und zugleich zum Zufluchtsort für diejenigen wird, die hier Geborgenheit suchen. Der Roman führt uns durch die Jahre und die Köpfe derer, die das Dorf prägten: von jüdischen Familien, die alles verloren, über NS-Profiteure, die sich als unschuldige Mitläufer neu erfanden, bis hin zu den Familien Sharifi und Karimpour, die Jahrzehnte später aus dem Iran flüchten. Shida Bazyar gelingt ein virtuoses Erzählmosaik über die Last der Geschichte, die Lüge des Neubeginns und den Wunsch, endlich eine Heimat zu finden.

»Shida Bazyar blättert pars pro toto die Zeitschichten eines Jahrhunderts zwischen Gehaichnis und Geheimnis auf. Fesselnd und erschreckend aktuell.« Annett Gröschner

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 03.09.2026
  • Autor/Autorin: Shida Bazyar
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 6. Auflage
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/148/41 mm
  • Seitenanzahl: 512
  • ISBN: 9783462005011
Pressestimmen
»Einen Roman wie diesen findet man tatsächlich nur alle paar Jahre. (...) Was für ein Buch!«
Rainer Moritz, Die Presse, 10. Oktober 2026
»Es ist ein ganzer Roman über Schweigen, Verdrängen, Beschönigen. (...) Der Deutsche Buchpreis dafür ist mehr als verdient.«
Christina Tilman, Südwest Presse, 7. Oktober 2026
»Ich lege Ihnen allen dieses Buch sehr ans Herz.«
Jennifer Khakshouri, SRF 1 Literaturclub, 6. Oktober 2026
»ein großartiges, erschütterndes Buch zur rechten Zeit«
Richard Kämmerlings, Die Welt (online), 6. Oktober 2026
»Wenn Sie nur ein Buch in diesem Jahr lesen, dann dieses!«
Oliver Creutz, Stern (online), 5. Oktober 2026
»Große Literatur ist unvergänglich. Sie bleibt zeitlos. Bazyars ›Die Lücken‹ nehme ich in meinen Kanon der besten deutschen Romane auf.«
Maria Ossowski, Jüdische Allgemeine, 5. Oktober 2026
»Shida Bazyars ›Die Lücken‹ ist der Roman der Stunde.«
Adam Soboczynski, Die Zeit Sonderausgabe, 5. Oktober 2026
»Dieser Roman ist nicht nur große Literatur, er ist auch das Buch der Stunde.«
Sylvia Süess, WOZ Die Wochenzeitung, 1. Oktober 2026
»ein großes Kunstwerk«
Andreas Platthaus, FAZ, 1. Oktober 2026
»Shida Bazyar hat einen der besten Romane dieses Jahres geschrieben.«
Gerrit Bartels, Tagesspiegel Online, 24. September 2026
»›Die Lücken‹ Lücken» ist ein Kunstwerk aus Literatur und erweiterter Geschichtsschreibung. Ein atmosphärisches Gemälde, das die Höllen des Politischen neben den erhofften Paradiesen des Privaten zeigt, die Liebe neben dem Hass.«
Paul Jandl, NZZ, 22. September 2026
»›Die Lücken‹ ist ein großer Deutschlandroman und dabei vor allem ein großer Roman über unerhörte deutsche Geschichten. (...) Was Shida Bazyar gelingt, ist, dass sie im Kleinen, im Lokalen, aber ganz Konkreten große Geschichte erzählt.«
Wiebke Porombka, DLF Kultur Lesart, 22. September 2026

CineBuch-Redaktion

Unsere Einschätzung

Eine verstorbene Erzählerin wendet sich an ihre Schwester Lu und führt durch Heimesbach, einen Hunsrückort, dessen Häuser, Plätze und Familien mehr bewahren, als seine Chroniken erzählen. Der Roman spannt einen Bogen von der frühen nationalsozialistischen Prägung über Flucht- und Migrationsgeschichten bis in die Gegenwart und legt frei, wie Verfolgung, Verdrängung und Zugehörigkeit über Generationen fortwirken.

Shida Bazyar entwirft keinen geradlinigen historischen Roman, sondern ein vielstimmiges Gedächtnis des Ortes. Zeitebenen, Biografien und wiederkehrende Räume greifen ineinander; lange, rhythmische Sätze verbinden genaue Beobachtung mit Ironie und moralischer Unruhe. Besonders eindringlich zeigt der Text das Nebeneinander von Fürsorge und Ausgrenzung, privater Erinnerung und öffentlicher Selbstentlastung, ohne seine Figuren zu bloßen Belegen einer These zu reduzieren. Der Roman verlangt Aufmerksamkeit, bleibt dank seiner lebendigen Stimmen jedoch zugänglich. So entsteht ein kluger, schonungsloser Gesellschaftsroman über das, was verschwiegen wird – und dennoch in Familien, Gebäuden und Sprache weiterlebt.

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Passt zu dir, wenn …

  • du vielstimmige Gesellschaftsromane über Erinnerung, Zugehörigkeit und deutsche Geschichte schätzt
  • du dich für das Fortwirken der NS-Zeit in Familien, Institutionen und Orten interessierst

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  • du eine geradlinige Handlung mit kleiner Figurenbesetzung erwartest
  • du wiederkehrende Darstellungen antisemitischer und rassistischer Gewalt vermeiden möchtest
Lesegefühlruhig
Spracheanspruchsvoll
Erzählfokusfigurenorientiert
Erzählstrukturkomplex
Gewaltprägend · deutlich

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Herstellerinformationen
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Drei Kameradinnen

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Die Romanvorlage für die gleichnamige Verfilmung der Regisseurin Milena Aboyan. Ab November 2026 in den deutschen Kinos. 

Shida Bazyar erzählt voller Wucht und Furor von den Spannungen und Ungeheuerlichkeiten der Gegenwart – und von drei jungen Frauen, die zusammenstehen, egal was kommt. Seit ihrer gemeinsamen Jugend in der Siedlung verbindet Hani, Kasih und Saya eine tiefe Freundschaft. Nach Jahren treffen die drei sich wieder, um ein paar Tage lang an die alten Zeiten anzuknüpfen. Doch egal ob über den Dächern der Stadt, auf der Bank vor dem Späti oder bei einer Hausbesetzerparty, immer wird deutlich, dass sie nicht abschütteln können, was jetzt so oft ihren Alltag bestimmt: die Blicke, die Sprüche, Hass und rechter Terror. Ihre Freundschaft aber gibt ihnen Halt. Bis eine dramatische Nacht alles ins Wanken bringt.

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