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Hörbuch Download
Dateiformat:MP3
Inhaltsangabe
Die Klag' ist eine Erscheinung, die niemand vergisst, dem sie begegnet. Wenn's manchmal um Mitternacht in einem Hause zu schlurren und zu winseln anfängt, als ob ein schwerer Körper über die Steintreppe geschleift würde, so dass man Ruck für Ruck hört und ein Geächze vernimmt, wie das eines sterbenden, so ist das die Klag'.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 01.07.2023
Autor/Autorin: Johann Gebhart,Ludwig Bechstein
Gelesen von:Thomas Gehringer
Format: Hörbuch-Download
Dateiformat: MP3
Verlag: AUDIO MEDIA DIGITAL HÖRBUCH
Sprache: Deutsch
Abspielbar auf: Abspielbar in MP3-kompatiblen Apps, Smartphones und Playern.
Spieldauer: 2 Minuten
ISBN: 9783991583035
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In dem kleinen Gebirgsdorf Gaal bei Judenburg hauste einmal ein armer Holzhauer, der nichts besaß außer einer kleinen Holzhütte, die sehr ärmlich eingerichtet war. Sein Sinn stand nach Geld und Gut und eigenem Besitz.
Im Jahre 1212 wollte die Magd eines Bäckers in der Schönlaterngasse zu Wien im Hausbrunnen Wasser schöpfen. Doch wie erschrak sie, als sie im Brunnen etwas Seltsames glitzern sah, das einen grässlichen Gestank von sich gab. Ein Bäckergeselle, der keine Furcht kannte, ließ sich an einem Seil in den Brunnen hinabgleiten, musste aber, da er zu schreien anfing, sofort hinaufgezogen werden. Als der zu Tode erschrockene Geselle wieder zu sich kam, erzählte er, im Brunnen ein grässliches Tier gesehen zu haben, das die Gestalt eines Hahnes mit einem vielzackigen Schuppenschweif, plumpen Füßen und glühenden Augen hatte und auf dem Kopfe ein Krönlein trug.
Der ewige Jäger von Mogersdorf: Einst lebte in Mogersdorf ein Bursche, der sich von jeder Arbeit drückte, lieblos und hartherzig gegen seinen greisen Vater war und auch von Gott und der Kirche nichts wissen wollte. Wenn die anderen Dorfbewohner am Sonntag zum Gottesdienst gingen, nahm er lieber seine Büchse zur Hand und streifte mit seinen Hunden durch Wald und Feld, um seiner Jagdlust zu frönen; denn er war ein so eifriger Jäger, dass ihm die Jagd über alles ging.
Als der berühmte Arzt Paracelsus noch Student in Innsbruck war, hatte er auf einem seiner Waldspaziergänge ein seltsames Erlebnis. Aus dem hohlen Stamm eines Baumes drang die Stimme des Teufels, der ihn bat, einen verzauberten Zapfen aus dem Stamm zu ziehen.
Der Lindwurm vom Goggauersee: Im oberen Wimitztale, einer ziemlich unwirtlichen Gegend bei Feldkirchen, liegt ein kleiner See, der Goggauersee. Diesen soll der Teufel in einem großen Gefäße an die Stelle gebracht und mit den scheußlichsten Untieren belebt haben. Eines davon war ein riesengroßer Fisch, der am Rücken eine lange, scharfe Säge trug und damit alles, was ihm in die Nähe kam, durchschnitt.
Der Riesen-Hans im Mühlviertel: Aus einer Riesenfamilie stammte der Riesenhans, der im oberen Mühlviertel lebte. Mit siebzehn Jahren verdingte er sich bei einem Bauern als Pferdeknecht, und der Bauer glaubte, mit dem ungeschlachten, riesigen Burschen einen guten Fang getan zu haben. Aber schon beim ersten Frühstück verging ihm die Freude an dem neuen Knecht; denn dem hungrigen Riesen konnte die Schüssel nicht oft genug mit Suppe gefüllt werden, dazu aß er zwei mächtige Brotlaibe auf.
Der rote Fleck auf dem Kirchturm zu Ilz: Vor langer Zeit lebte in Ilz ein kecker kleiner Heiterbub, der genügend Zeit hatte sich von seiner Einbildung allerlei Wünsche vorgaukeln zu lassen…
Es war um 1080, an einem stürmischen Herbstabend, als ein Pilger an die Pforten des Klosters zu Ossiach pochte und in der Zeichensprache eines Stummen um Einlass bat. Der Pförtner ließ den Gast eintreten, man reichte ihm Abendbrot und wies ihm ein Nachtlager an. Als man aber am Morgen erwartete, der Fremdling werde seinen Weg fortsetzen, flehte er mit Gebärden den Abt Teucho an, im Kloster bleiben zu dürfen. Zögernd willigte der Abt ein; aber nur zu den Diensten eines Knechtes konnte er den Stummen verwenden. Willig fügte sich dieser in seine armselige Stellung und verblieb im Kloster; geduldig, fleißig und bescheiden wie wenige, erwarb sich der stumme Knecht die Zuneigung aller. Im neunten Jahre aber erkrankte er schwer und fühlte, dass sein Ende nahe bevorstehe.
Der Türke von Purbach: Im Jahre 1532, als die Türken neuerlich Wien belagern wollten, geschah es, dass sich einige der Horden in der Gegend des Neusiedler Sees herumtrieben. Eine Reiterschar gelangte auch nach Purbach. Als die Purbacher das Herannahen der Türken erfuhren, verbargen sie all ihr Hab und Gut und flüchteten in das nahe Leithagebirge, wo sie sichere Schlupfwinkel wussten. Die Türken fanden daher die Gemeinde ganz entvölkert. Da durchsuchten sie denn die Häuser und entdeckten manchen guten Bissen.
Der Wachsmensch von Lambach: An einem eisigen Tag im 15. Jahrhundert, ein kalter Wind trug Glockengeläute von Dorf zu Dorf von Stadt zu Stadt, der Klang der Glocken weckte alle Leute aus dem Schlaf und verkündete ihnen Kaiser Maximilian ist verstorben...