Teil der Reihe: edition suhrkamp (Band 2739)

Die Größe der Demokratie

Über die räumliche Dimension von Herrschaft und Partizipation
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Taschenbuch
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Inhaltsangabe

Herrschte lange Konsens über die Einbindung von Nationalstaaten in transnationale Gemeinwesen wie die Europäische Union, geriet diese Ansicht zuletzt unter Druck: Brüssel sei zu weit weg, die Bevölkerungen der Mitgliedsstaaten hätten kaum Einfluss – »Take back control« lautete das Motto der Brexiteers.

Angesichts dieser Konstellation sichtet Dirk Jörke – von Aristoteles bis Jürgen Habermas – Argumente und Befunde zum Zusammenhang zwischen der Größe und der demokratischen Qualität von Staaten. Ausgehend von einer republikanischen Position, bei der die Gleichheit und die Partizipation der Bürgerinnen im Mittelpunkt stehen, plädiert er in seinem so wichtigen wie kontroversen Beitrag für eine räumliche Begrenzung der Demokratie und den Umbau der EU zu einer Konföderation.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 15.05.2019
  • Autor/Autorin: Dirk Jörke
  • Reihe: edition suhrkamp, Teil 2739
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1. Originalausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 176/108/18 mm
  • Seitenanzahl: 283
  • ISBN: 9783518127391
Darum lohnt sich dieses Buch

Unverzichtbare Lektüre zu den Themen EU und Demokratie

Pressestimmen
»Ein überaus empfehlenswertes Sachbuch, das die Grundlage für ein Plädoyer zu mehr an Demokratie und Mitsprache der Bürger in Demokratie bietet und sich für eine politische Neuorientierung der EU ausspricht.«
Andreas Markt-Huter, Lesen in Tirol, 20. März 2020
»... es gelingt [Jörke] ebenso überzeugend wie unterhaltsam, die Schwachstellen der EU zu finden und zu analysieren. Besonders wirkungsvoll ist, dass er beide Seiten ausführlich betrachtet: die EU-Skeptiker und ihre Ängste, aber auch die EU-Unterstützer und ihren Traum von einer Vertiefung der Union. Eine starke Grundlage für die Debatte über die Zukunft der EU- und der Nationalstaaten.«
Berthold Merkle, Neue Zürcher Zeitung, 26. September 2019
»In einer Zeit, da sich die Debatte um Europa auf ein Dafür versus Dagegen zuspitzt und damit echte inhaltliche Auseinandersetzungen über Probleme und Zukunftsvisionen verdrängt hat, regt Jörke dazu an, wieder normativ über Demokratie zu diskutieren ... Er liefert mit seinem Essay einen produktiven Kontrast zu dem verbreiteten Diskurs ...«
Josephine Schulz, Deutschlandfunk Kultur, 25. Mai 2019
»Die Stärke, die Jörkes Studie auszeichnet, besteht darin, dass er die Fehlentwicklungen der EU konsequent auf der Folie seines emanzipatorisch gewendeten Begriffs der Demokratie abbildet.«
Richard Saage, Zeitschrift für Politik
»... mutig, anstößig, unzeitgemäß, unabhängig und von der politischen Theorie her gesehen tiefschürfend angelegt.«
Tilman Mayer, Jahrbuch Extremismus und Demokratie
»Das Buch führt exemplarisch vor, auf welche Weise Politische Theorie und Ideengeschichte zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit beitragen können: Eine klare These, die die praktische Undurchführbarkeit effektiver, auf kollektiver Partizipation und Selbstbestimmung beruhender Formen von Demokratie in räumlich und demografisch überdimensionierten politischen Herrschaftsverbünden behauptet, wird von ihm im Wechselspiel von …«
Jörn Knobloch, soziopolis.de
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Der Blick über die Grenzen zeigt: Die liberalen Demokratien sind in der Defensive, längst ist unklar, ob nicht der Autokratie die Zukunft gehört. Und auch in Deutschland haben der Aufstieg des Rechtspopulismus und die zunehmende soziale Ungleichheit zu einem Verlust von Vertrauen in die Demokratie geführt, der ihr Verschwinden denkbar werden lässt.

Dieser Essay blickt nicht nostalgisch auf die gute alte Zeit der liberalen Demokratie zurück, sondern betrachtet diese als historisch spezifische Ordnung in einer Phase kollektiven Wohlstands, die an ihr Ende gekommen ist. Statt Visionen zur Rettung des Überkommenen zu entwerfen, fragen die Autoren, was danach kommen könnte: Expertokratie, Digitalisierung und verschärfte Exklusionen sind nicht zwangsläufig ein »neuer Faschismus«, stellen aber eine neue Ära von Aufruhr und Ordnungszerfall in Aussicht.

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