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Taschenbuch
Inhaltsangabe
Vom Südtiroler Dorfbuben zum bedeutendsten Bergsteiger aller Zeiten - die fesselnd erzählte Chronik eines einzigartigen Lebens Einer der letzten großen Abenteurer unserer Zeit erzählt von seinem Werdegang. Vom ersten Dreitausender in den heimischen Dolomiten im Jahre 1949 führten Reinhold Messners Touren ins Eis der Westalpen, in die Anden und schließlich zu den grandiosen Achttausendern des Himalaja. Nach seiner Zeit als Felskletterer und Höhenbergsteiger marschierte er zum Nord- und Südpol und durch die großen Wüsten. In einem Wechselspiel zwischen bergsteigerischer Extrem- und persönlicher Selbsterfahrung schildert Messner Begehung für Begehung, Idee für Idee seinen Lebensweg als selbstbestimmter Grenzgänger.
»Ein lesenswerter Klassiker« Welt am Sonntag
Mit über 60 Expeditionsberichten
Mit zahlreichen Fotos
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 12.11.2012
Autor/Autorin: Reinhold Messner
Einband: Taschenbuch
Auflage: 4
Verlag: Piper
Sprache: Deutsch
Größe (L/B/H): 181/122/25 mm
Seitenanzahl: 416
ISBN: 9783492404662
Herstellerinformationen
Piper Verlag GmbH Georgenstraße 4 80799 München DE
Reinhold Messners Gesamtschau seiner Gipfelerfolge an allen 14 Achttausendern
Als erstem Menschen gelang Reinhold Messner die Besteigung aller 14 Achttausender. Zumeist auf unbekannten Routen, im Alpinstil und gänzlich auf sich allein gestellt. Die entscheidenden Momente dieser bis heute unvorstellbaren Gesamtleistung schildert und analysiert Reinhold Messner in dieser ungeheuer packenden Dokumentation seiner Erlebnisse an den höchsten Bergen der Welt.
Von der traumatischen Nanga-Parbat-Expedition im Jahre 1970 bis zum letzten Achttausender, dem Makalu, im Jahre 1986. Zudem schildert er die Erschließungsgeschichte aller Achttausender.
»Sein Name steht für das Abenteuer schlechthin.« Berliner Zeitung
»So umfassend und authentisch war Messner noch nie zu haben.« fernsucht.de
Die Äußerungen, die Reinhold Messner, eloquenter Redner und Gesprächspartner, in seinen Interviews macht, haben Gewicht, gründen sie doch auf extremen Erfahrungen: Gedanken über die Natur und zum Wesen des Bergsteigens, über Abschied und Wiederkehr, Ansporn und Erfüllung sowie über den Weg zu sich selbst. Alle großen Themen kommen in den hier versammelten Beiträgen zur Sprache: seine frühen Erfolge innerhalb der Alpinisten-Szene, die er mit dem neuen Kletterstil by fair means revolutionierte, die großen Leistungen und der Weltruhm nach der Erstbesteigung des Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff, der Reigen der Achttausender, seine Expeditionen durch die Wüsten der Erde, sein soziales und politisches Engagement, die wichtigen Museumsgründungen, aber auch die Anfeindungen im Zusammenhang mit dem Tod seines Bruders Günther am Nanga Parbat und seine Verletztheit.
»Sein Name ist Marke und Programm zugleich.« Focus
Ergänzt werden die Interviews durch Texte von Reinhold Messner – Expeditionsberichte, Reportagen, Essays. Im Ergebnis eröffnen sich überraschende Perspektiven auf einen Mann, der allein seinem inneren Gesetz folgt: das außergewöhnliche Leben eines Idealisten, Realisten, Gratwanderers und Tiefensuchers.
Reinhold Messner erzählt von dem, was seine Erfolge ausmacht: die Fähigkeit, Ballast abzuwerfen, Verzicht statt Konsum. Aber Messner stellt sich nicht nur dem eigenen Leben. Fragen, die uns alle betreffen, stehen im Mittelpunkt: Nachhaltigkeit, Klimawandel und Generationengerechtigkeit. Auch sehr Privatem weicht Messner nicht aus und spricht offen von Krisen und Enttäuschungen, von Trennung und Neuanfang in der Liebe. Eine wichtige Rolle kommt dabei seiner Frau Diane zu, die ihren eigenen Blick auf ihren berühmten Mann hat und hier erstmals davon erzählt: Wie sehen Liebe und Zusammenleben unter Alltagsbedingungen aus? Wie gestalten sich gemeinsame Reisen? Und was zählt wirklich in einer Beziehung und im Leben?
Eine, wenn nicht die Konstante in Reinhold Messners Leben ist der Gegenwind: ob als schwere Stürme auf dem Weg zum Südpol mit Arved Fuchs oder mit seinem Bruder Hubert über das Grönland-Eis, ob allein beim Zeltaufbau oder in den steilsten Wänden. Vor allem zurück in der Zivilisation, wo seine Taten von jeher Widerspruch provozieren. Schon als junger Bergsteiger wurde er diskreditiert; immer wieder erlebte er Anfeindungen – als meinungsstarker Individualist, Autor und Museumsmacher. Mit der Erfahrung aus acht Jahrzehnten reflektiert Messner Freundschaften und Intrigen, alpinistische wie private Höhepunkte und Rückschläge. Eindrucksvoll vermittelt er, wie Gegenwind Flügel wachsen lässt. Und die Fähigkeit, auch im Alter Träume zu realisieren.
»Sein Name ist Marke und Programm zugleich.« Focus
1968, im Jahr der Studentenrevolution, vollzieht sich auch beim Felsklettern eine bemerkenswerte Veränderung: Reinhold Messner gelingt am Heiligkreuzkofel in den Dolomiten seine schwierigste Erstbegehung; im Yosemite Valley ruft Royal Robbins das »clean climbing« aus. Erst zehn Jahre zuvor waren das technische Klettern in Mode gekommen und die Direttissima an der Nordwand der Großen Zinne und die Nose am El Capitan als Nonplusultra gefeiert worden. Mit seinem Aufsatz »Mord am Unmöglichen« lanciert der 23-jährige Messner 1968 einen glühenden Appell zum Verzicht auf technische Hilfsmittel, andere folgen ihm. So entwickelt sich das Freiklettern fort, das sich später, nach der Öffnung der Schwierigkeitsskala, unaufhaltsam steigert. Heute, fünf Jahrzehnte später, hinterfragen die besten Kletterstars in persönlichen Berichten Messners Thesen und erzählen die Kunst, schwierigste Berge und Felswände zu meistern, weiter. Und geben Messners Plädoyer eine zeitlose Dimension.
Mit über 40 Originalbeiträgen von: Bernd Arnold - Hansjörg Auer – Hervé Barmasse – Tommy Caldwell – Yvon Chouinard – Matteo Della Bordella – Hazel Findlay – Mick Fowler – Maurizio Giordani - Alessandro Gogna – Yannick Graziani – Alex Honnold – Leo Houlding – Thomas Huber – Jost Kobusch – Igor Koller – Maryna Kopteva – Jurij Košelenko – David Lama – Jacopo Larcher – Heinz Mariacher – Pierre Mazeaud – Simone Moro – Adam Ondra – Fabio Palma – Franco Perlotto – Boyan Petrov – Marko Prezelj – Paul Pritchard – Markus Pucher – Ivo Rabanser – Marek Raganowicz – Angelika Rainer – Tom Randall – Ermanno Salvaterra – Stephan Siegrist – Marcin Tomaszewski – Nicola Tondini – Christian Trommsdorff – Simon Yates – Barbara Zangerl – Maurizio »Manolo« Zanolla
Meilenstein und moderner Klassiker der Alpingeschichte
Am 20. August 1980, zwei Jahre nach der Erstbesteigung des Everest ohne Flaschensauerstoff zusammen mit Peter Habeler, gelingt Reinhold Messner, was zu einem der bedeutendsten Meilensteine der Alpingeschichte werden sollte: Ohne künstlichen Sauerstoff, ohne Kletterpartner, ohne feste Lagerkette, ohne Träger und über eine neue Route auf der tibetischen Seite besteigt er im Alleingang den höchsten Berg der Welt, den Mount Everest. Damit verschiebt er die Grenzen des Machbaren, galt solch ein Unternehmen doch bisher als unmöglich.
»Noch kein Mensch hat die einander potenzierenden Wirkungen von Sauerstoffmangel, Einsamkeit und Erschöpfung so absolut erlebt wie Reinhold Messner.« Der SPIEGEL
Packend schildert Messner nicht nur den Kampf ums Überleben angesichts der gewaltigen Herausforderungen der Natur, sondern auch die Abenteuer der Psyche an den Grenzen menschlicher Belastbarkeit sowie das mystische Erleben der Einsamkeit in eisiger Höhe. »Everest Solo« ist Messners ungeheuer packender Bericht über diese »herausragendste Leistung der Berggeschichte« (National Geographic Adventure Magazine).
»Die Dolomiten sind nicht die höchsten Berge der Welt, auch nicht die gefährlichsten, aber bestimmt die schönsten.« Reinhold Messner zeigt uns sein Südtirol mit seiner einzigartigen Dichte an Burgen, Schlössern und Museen, mit 300 Sonnentagen im Jahr, italienischem Flair und österreichischer Gemütlichkeit, der kleinsten Stadt der Alpen, den tiefsten Weinkellern und dem höchsten Berg im deutschen Sprachraum.
Das Herzstück der Alpen im Zentrum Europas
Messner weiht uns in die geologischen Schätze ein, geht dem Mythos um Andreas Hofer auf den Grund und dem Rätsel des Similaunmanns, der alpines Leben in der Kupferzeit entschlüsseln half. Er erzählt von der identitätsstiftenden Geschichte des Landes. Versucht zu beantworten, wie Tradition und Fortschritt, politische Autonomie und persönlicher Einsatz zusammengehen, wie Seilschaften hier funktionieren und die Globalisierung auch vor der Provinz nicht haltmacht. Warum Fensterln und Frömmigkeit eng zusammengehören. Und wie der Ausgleich zwischen Aktion und Kontemplation, zwischen Freizeitvergnügen und Verantwortung für die Natur gelingen kann.
Eine liebevoll-kritische Würdigung vom berühmtesten Südtiroler unserer Zeit
Reinhold Messner, Südtiroler mit Leib und Seele, der vom Bauernbuben zum weltbekannten Bergsteiger wurde, ist seiner dreisprachigen Heimat immer eng verbunden geblieben. Mit kritischer Heimatliebe spürt er den Besonderheiten der Region nach: zwischen Italien und Österreich, Dolomiten und Ortler, Brenner und Salurn. Zwischen Spaghetti und Speckknödeln, Weinreben und Gletscherfirn, zauberhaften Altstädten und schier unbegrenzten Outdoor-Erlebnissen. Zwischen Ötzi und Wellness-Oasen, Fremdbestimmheit und Selbstbehauptung, ganzjährigem Tourismus und Nachhaltigkeitsdenken.
Mit neuen Passagen u.a. zu Tourismus, Nachhaltigkeit und politischer Autonomie
An den höchsten Bergen der Welt konzentrieren sich viele Erfolgs- und Leidensgeschichten. Mit eigenen Briefen aus 50 Jahren und ausgewählten Dokumenten berühmter Bergsteiger wie Mummery, Weltzenbach, Hillary oder Buhl beleuchtet Reinhold Messner Haltung und Antrieb großer Alpinisten. Briefe über Glücksmomente und Triumphe; Nachrichten, die postum zu Abschiedsbriefen wurden: Sie alle gewähren bewegende Einblicke. Sie zeugen vom Mut der frühen Grenzgänger und einfachst ausgerüsteten Expeditionen bis hin zum Hightech-Bergtourismus unserer Zeit. Sie erzählen von Abenteuerlust, Ehrgeiz und Romantik, aber auch von Verlusten, Frust und Enttäuschung; zeigen Schlüsselmomente in der Geschichte des Himalaja-Bergsteigens in berührender Ehrlichkeit und gewähren sehr persönliche Einblicke in Messners Biografie, in Schlüsselmomente seiner Laufbahn und in seine Haltung als Bergsteiger.
Der Cerro Torre, Patagoniens spektakulärste Felsnadel, ist ein Mythos. Seit der Tragödie 1959, als Cesare Maestri behauptete, mit Toni Egger den Gipfel erreicht zu haben, bevor eine Lawine seinen Kameraden in den Tod riss, gibt es Spekulationen über Fakten und Fiktion. Reinhold Messner, der den Berg selbst nie bestieg und jeden um das Torre-Erlebnis beneidet, hat für eine Filmdokumentation und für dieses Buch viele Interviews geführt, wertet neue Erkenntnisse aus und bringt Licht ins Dunkel. Gespannt erfährt der Leser, wer die eigentlichen Helden eines der schwierigsten und schönsten Berge der Welt sind. Er verfolgt, wie der Torre seine Geheimnisse preisgibt - und warum der Tod Toni Eggers wohl nie aufgeklärt werden wird.
1970 gelang den Brüdern Messner die Überschreitung des Nanga Parbat. Doch im Erfolg erlebte Reinhold seine größte Niederlage: Sein Bruder Günther wurde unter einer Eislawine begraben. Immer wieder ist Messner danach an den »Nackten Berg« zurückgekehrt;1978 meisterte er den Berg im Alleingang mit neuer Route und neuem Stil. Nirgendwo liegen für ihn Triumph und Tragödie so eng beieinander. »Die weiße Einsamkeit« ist eine Geschichte zwischen Schuld und Schicksal sowie die bewegte Chronik jenes Berges. 2005 endlich wurde mithilfe einer DNA-Analyse eindeutig nachgewiesen, dass Günther Messner erst nach der gemeinsamen Überschreitung am Fuß der Diamirwand des Berges verunglückt ist.