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Hörbuch Download
Dateiformat:MP3
Inhaltsangabe
Die Luft ist vollkommen staubfrei, die Wasserfläche ist wie ein weiter See. Die Insel besteht aus Weiden und Donausand. Es ist ein Labyrinth von Weiden, ein Urwald, ein Riesengeflechtwerk. Schützet diese Insel wie ein Lebensheiligtum, das Lebensenergien zubringt dem Leib des armen Städters! In der Praterstraße ist noch das Gift der Großstadt, und eine Viertelstunde später kannst du dich reinbaden von allen Schädlichkeiten!
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 01.07.2023
Autor/Autorin: Peter Altenberg
Gelesen von:Gerald Pichowetz
Format: Hörbuch-Download
Dateiformat: MP3
Verlag: AUDIO MEDIA DIGITAL HÖRBUCH
Sprache: Deutsch
Abspielbar auf: Abspielbar in MP3-kompatiblen Apps, Smartphones und Playern.
Spieldauer: 3 Minuten
ISBN: 9783991573395
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Wir waren einmal, eine größere Gesellschaft von Künstlern, in einem Champagnerpavillon in ›Venedig in Wien‹ im heurigen Sommer. Drei süße Mädchen setzten sich sogleich zu uns.
Sechs Uhr früh. Es ist trocken, kühl, der Himmel weißlichblau, »bleu-lacté« würden die französischen Schriftsteller sagen.
Peter Altenberg, eigentlich Richard Engländer, war ein österreichischer Schriftsteller. Sein Pseudonym wählte er nach dem Rufnamen "Peter" seiner Jugendliebe Berta Lecher, die in Altenberg an der Donau (heute Ortsteil der Gemeinde St. Andrä-Wördern) wohnte.
Nach der Vorstellung, Mitternacht, soupieren die Kavaliere mit den »Stars«. - Fünf junge Damen sind es, Schwestern. Vier sind hellblond, mit tiefen Scheiteln in ihren seidenen leichten Haaren. Eine ist hellbraun, mit tiefem Scheitel in ihren seidenen leichten Haaren.
Eines Tages wurde berichtet, die Raupen der Kohlweißlinge fräßen alle Felder ab. Infolgedessen fingen wir alle Kohlweißlinge an den Fenstern des schrecklich heißen Speisesaales weg und zertraten sie, obzwar sie schon über die Schädlichkeit hinüber waren und nur mehr die unschädlichen Ideale ihrer Art repräsentierten. Die Raupen waren uns zu unappetitlich, sie zu vernichten. Um halb 12 Uhr vormittags kam der Bäcker mit den warmen, duftenden, vierfach eingekerbten Wecken. Da aßen wir heißhungrig zwei, worauf der Kellner vier auf die Rechnung stellte.
Inhalt:
Die Kinderzeit
Die Mama
Die Glücklichsten
Das Reisen
Das Waldhotel
Das Hotelzimmer
Das Personal
Das Hotelstubenmädchen
Die Maus
Flirt
Das Schreibmaschinfräulein
Die Mitzi
Blumenkorso
Café Capua
Café Chantant
Hausfrauen
In einem Wiener Puff
Der Koberer
Die Gelsen
Die Donauinsel
Ein Geschäft
Die Kundschaft
Trinkgelder
Jause
Kleinlichkeiten
Berühmtheit
Romantik der Namen
Das Volk fühlt nicht immer ganz Sozialdemokratisch
Pleite
Verkehr zwischen Menschen
Unser Opernhaus
Etablissement Ronacher
Theaterabend
Um 3 Uhr morgens begannen die Vögel leise zu piepsen, andeutungsweise. Meine Sorgen wuchsen und wuchsen. Es begann im Gehirn wie mit einem rollenden Steinchen, riss alle Hoffnungsfreudigkeiten mit, die Lebensleichtigkeiten, wurde zu zerstörender Lawine, begrub die Fähigkeit, dem Tage zu genügen und der unerbittlichen gebieterischen Stunde!
Peter Altenberg, eigentlich Richard Engländer, war ein österreichischer Schriftsteller. Sein Pseudonym wählte er nach dem Rufnamen "Peter" seiner Jugendliebe Berta Lecher, die in Altenberg an der Donau (heute Ortsteil der Gemeinde St. Andrä-Wördern) wohnte.
Das »Personal« unseres Hotels ist »mysteriös«, viel viel interessanter, merkwürdiger als die »bourgeoisen« Damen.
Es gibt ein ganz billiges, ganz enttäuschungsloses Vergnügen, von Mitte Mai an die Fahrpläne zu studieren, und sich genau jenen Zug auszusuchen, mit dem man, falls. Also z.B. 8 Uhr 45, da bist Du ja bereits parat und sogar rasiert (denn unrasiert zu fahren ist nur ein halbes Vergnügen, da kann man noch eher auf das »Waschen« verzichten) also 8 Uhr 45 morgens mit der Südbahn, Eilzug, nach Payerbach, und von da mit dem Einspänner (mein bevorzugter heißt Michael Ruppert, Sohn) in den himmlisch idyllischen »Thalhof«.
Peter Altenberg, eigentlich Richard Engländer, war ein österreichischer Schriftsteller. Sein Pseudonym wählte er nach dem Rufnamen "Peter" seiner Jugendliebe Berta Lecher, die in Altenberg an der Donau (heute Ortsteil der Gemeinde St. Andrä-Wördern) wohnte.
Ich versäumte abends den Zug nach Wien. Der Oberkellner in dem »Waldhotel« hatte nämlich den letzten Zug selbstverständlich falsch angegeben.
In dem schrecklichen, nur historischen, also unlebendigen Venedig, am grausandigen, unromantischen »Lido«, einem ekligen »Vergnügungsetablissement« der Müßiggänger und Partieenjägerinnen und koketten Verheirateten, nannte man sie liebevoll »Sansaras«, schützte sich vor ihnen schweigend durch Räucherkerzchen, die an Weihrauch erinnerten.
Die Glücklichsten sind die Schwäne am Gmundner See. Sie genießen alle Vorteile der Zivilisation, der noblen Protektion durch die Menschen, und alle Vorteile der Freiheit, indem sie an den schilfbewachsenen Ufern eines zwölf Kilometer langen Sees wohnen! Im Winter wird ihnen von der Gemeinde aus Futter gestreut, im Herbste fliegen sie über den See mit tönendem singendem Flügelschlage, ihre Verstecke werden geschont und ihre Jungen mit Respekt behandelt.