Die Brückenbauer

Leben und Schreiben im geteilten Deutschland 1945–1990
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Hardcover
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Inhaltsangabe

Jenseits der Ost-West-Klischees: Ein neuer Blick auf Alltag und Literatur in den Jahren der Teilung

Deutschland war geteilt, der Dialog ging weiter. Entgegen massiver politischer Abschottungsbestrebungen waren Schriftsteller und Schriftstellerinnen in Ost und West bereit, über Stacheldraht und Mauer hinweg miteinander zu kooperieren. Bei allen ideologischen Differenzen: Sie waren davon überzeugt, dass das in zwei Staaten geteilte Land nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg nicht erneut zum Schlachtfeld werden dürfe. 
1974 lädt Günter Grass zu einer ungewöhnlichen Schreibwerkstatt: Im vierteljährlichen Rhythmus fahren Autorinnen und Autoren aus West- nach Ostberlin und treffen sich in Privatwohnungen mit DDR-Kollegen zu einer Schreibwerkstatt fernab des offiziellen Literaturbetriebs. Dies ist nur eine Episode in einer nicht abreißenden Folge von Bemühungen, die Schriftsteller aus beiden deutschen Staaten über die gesamte Zeit der Teilung hinweg unternahmen, Kontakte zueinander zu knüpfen und informelle Netzwerke zu erschaffen: vom »Hungerwinter«, über den Bau der Mauer bis zum deutsch-deutschen Literaturstreit. In Haupt- und Nebenrollen treten auf: Christa Wolf, Brigitte Reimann, Monika Maron und Sarah Kirsch sowie Hans Magnus Enzensberger, Peter Hacks, Heiner Müller, Ernst Jünger, Klaus Wagenbach und viele andere. In seinem erzählerischen Sachbuch schreibt Thomas Wagner mitreißend von unbekannten und in Vergessenheit geratenen Kapiteln der deutsch-deutschen Literatur zwischen Alltagsnöten, Liebe und ideologischem Streit.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 13.02.2027
  • Autor/Autorin: Thomas Wagner
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage 2027
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 352
  • ISBN: 9783608967371
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Die verborgene Geschichte des literarischen Austauschs zwischen Ost und West
  • Von Günter Grass bis Christa Wolf – die wichtigsten Stimmen einer geteilten Nation
Herstellerinformationen
J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH
Rotebühlstraße 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de
Tel: +49 711 6672-0

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21. Januar 1983: Eine unwahrscheinliche Begegnung bahnt sich an. Michael Kühnen – Wortführer der Neonazi-Szene – und Erich Fried – jüdischer Dichter und glühender Antifaschist – sollten sich in einer Fernsehtalkshow begegnen. Doch kurzfristig wurde Kühnen ausgeladen. Die Überraschung war groß, als gerade Fried erklärte, dies sei ein Fehler gewesen. Es war der Beginn einer unglaublichen, ja verstörenden Freundschaft.

Thomas Wagner erzählt die verblüffende Geschichte, wie aus einer unerwarteten Wendung ein über Jahre andauernder Austausch entstand. Die ungleiche Beziehung zwischen dem verurteilten Neonazi und besessenen Hitlerverehrer und dem Dichter, dessen Großmutter in Auschwitz ermordet worden war. Wagner nähert sich dabei einer der zentralen gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit an: Wie soll man umgehen mit dem Wiedererstarken des Faschismus in Deutschland, Europa und der Welt? Zudem lernen wir zu seinem 100. Geburtstag Erich Fried neu kennen: als einen Linken, der unverbrüchlich an die Möglichkeit des politischen Austauschs zwischen Links und Rechts glaubte. Als den Verfechter einer offenen Streitkultur, die auch dort nicht zurückschreckt, wo radikale, teils schwer zu ertragende Positionen aufeinandertreffen.

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