Die Ausweichschule

Roman
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Inhaltsangabe

Die Vermessung des Unsagbaren

Am letzten Tag der Abiturprüfungen im Jahr 2002 fallen Schüsse im Erfurter Gutenberg-Gymnasium. Unser Erzähler erlebt diesen Tag als Elfjähriger, wird mit seinen Mitschülern evakuiert und registriert in den folgenden Wochen die Hilflosigkeit der Erwachsenen im Angesicht dieser Tat. Mehr als zwanzig Jahre später bricht das Ereignis völlig unerwartet erneut in sein Leben ein und löst eine obsessive Beschäftigung mit dem Sujet aus, die in ein Romanprojekt resultieren soll. Aber warum nach so vielen Jahren alte Wunden aufreißen? Hat er ein Recht dazu? Wie verhält es sich mit seinen Erinnerungen, welche Geschichten hat er so häufig erzählt, dass sie wahr wurden? 

Kaleb Erdmanns Roman Die Ausweichschule ist ein gekonntes Spiel mit Perspektiven, ein Stück Autofiktion, das gleichermaßen publikumskritisch (wie voyeuristisch ist unser Interesse an der Aufarbeitung von Gewalttaten?) wie autokritisch ist (was gibt mir das Recht, über diesen Tag zu schreiben?). Ein pointierter, persönlicher, erschütternder Text über ein Phänomen, das uns weltweit umtreibt. 

»Wie sich Kaleb Erdmann dem Erfurter Amoklauf literarisch annähert ist ein Kunststück – er findet Worte für das Unsagbare und lässt einen wortlos zurück. Das Traurigste, Lustigste und Beste, was ich seit langem gelesen habe.« Caroline Wahl

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 31.07.2025
  • Autor/Autorin: Kaleb Erdmann
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 4. Auflage
  • Verlag: park x ullstein
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/128/29 mm
  • Seitenanzahl: 304
  • ISBN: 9783988160225
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Mit seinem zweiten Roman beweist Kaleb Erdmann, dass er aus der deutschen Gegenwartsliteratur nicht wegzudenken ist
  • Kaleb Erdmann ist Gewinner des LitCologne-Debütpreises 2024
Pressestimmen
»[...] wann immer sich eine Wahrheit oder Einsicht ergibt, relativiert Erdmanns Erzählstimme das eben Erkannte. So wird ›Die Ausweichschule‹ zur wirkungsvollen textlichen Annäherung an das Unerklärliche.«
Anton Beck, NZZ, 30. November 2025
»Kaleb Erdmann ist ein sehr intensives und beklemmendes Buch gelungen.«
Vincent Koch, Kreuzer, 28. November 2025
»Dass Kaleb Erdmann es [...] schafft Stress-Relief-Momente einzubauen, die sein Talent für Komik offenbaren, macht ›Die Ausweichschule‹ zu einem außergewöhnlichen Buch.«
Maria Motter, ORF FM4, 29. Oktober 2025
»Sein Zugang zur erdrückenden Schwere dieser Thematik bleibt überaus sensibel und dank seines trockenen und nahbaren Stils sogar überraschend lustig – ein bemerkenswerter Balanceakt.«
Jan-Malte Wortmann, funky.de, 27. August 2025
»Kaleb Erdmann ist mit ›Die Ausweichschule‹ ein Roman gelungen, der schwer und leicht zugleich ist [...].«
Miriam Fendt, BR, 25. August 2025
»Es ist kein düsterer Roman geworden. Es ist ein kluger und eindringlicher Text, dem es gelingt, über das eigentlich Unbeschreibliche zu schreiben.«
Hans-Michael Marten, MDR Artour, 14. August 2025
»›Die Ausweichschule‹ ist ein wenig Pitaval, noch mehr André Gide, lediglich zu einem Mü Joachim Meyerhoff und in dieser Konstellation das bislang beste literarische Mashup dieses Bücher-Herbstes«
Jan Drees, Deutschlandfunk, 6. August 2025
»Entstanden ist [...] ein zutiefst bewegender Roman.«
Romy Gehrke, MDR Thüringen Journal, 5. August 2025
»Wie also umgehen mit dem Trauma? Den Roman bewegt, welchen Zugang wir zu unseren eigenen Verletzungen haben.«
Gerrit ter Horst, Der Tagesspiegel, 5. August 2025
»Der Spagat zwischen Ernst und Leichtigkeit [...] ist Kaleb Erdmann eindeutig gelungen.«
Katharina Mild, Radio Bremen Zwei, 31. Juli 2025
»Der Autor Kaleb Erdmann findet eine Art über diese Tat, ihren Folgen und ihren Umgang, [...] die berührt und zum Nachdenken anregt.«
Sofie Czilwik, RBB Radio3, 30. Juli 2025
»Wie der Amoklauf von Erfurt bis heute nachwirkt beschreibt ›Die Ausweichschule‹ in jedem Fall mit beeindruckender Behutsamkeit.«
Kais Harrabi, MDR, 30. Juli 2025
Herstellerinformationen
Ullstein Buchverlage GmbH
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

Weitere Bücher von Kaleb Erdmann

wir sind pioniere

€20,00

Kaleb Erdmanns Debütroman vereint die Präzision eines satirischen Posts mit der Dringlichkeit eines Bildungsromans: Ausgezeichnet mit dem Debütpreis der Lit.Cologne

Bruckner und seine Partnerin Vero suchen das richtige Beziehungsmodell, den richtigen Wohnort, den richtigen Job, den richtigen Wohnzimmerschrank, kurz: das richtige Leben. Seit mehr als zehn Jahren sind die beiden ein Paar, jetzt ist ein Baby unterwegs, auf das sich beide freuen. Und das sie zum Nachdenken bringt.

Während beide ihre Zweifel still mit sich verhandeln, bewegen sie sich räumlich in einer Zugodyssee aufeinander zu: Vero kommt aus Mannheim, wo sie sich von ihrer Langzeit-Affäre trennen wollte – jetzt, wo sie Mutter wird, muss sie schließlich Klarheit schaffen. Nur, warum fühlt sich danach alles noch verworrener an? Gleichzeitig schleppt Bruckner sich von Graz über München zurück nach Stuttgart und kämpft, vor allem nach dem Besuch bei alten Freunden und deren Baby, mit der Frage, wie sein Leben wohl aussähe, wenn er irgendwo anders abgebogen wäre.

Kaleb Erdmann skizziert diesen ebenso stillen wie existenziellen Kampf mit perfekt melancholisch-komischem Gespür und einer außergewöhnlichen Beobachtungsgabe. Die wechselnden Perspektiven und die radikal orale Erzähltradition machen wir sind pioniere zu einem rasanten, lakonischen, aber auch sehr lustigen Roman, der gleichermaßen etwas Tastendes und unendlich Zartes hat.

»Es tut gut, kurz den Kopf in einen anderen Kopf zu halten, der genau die gleichen Fragen ans Leben hat wie man selber, sie aber besser ausformuliert.« Ilona Hartmann

»Dieser Text läuft von Anfang an so heiß, dass einem die Worte beim Lesen beschlagen. Was für ein großartiges Debüt!« Jean-Philippe Kindler

»wir sind pioniere schießt außer Atem direkt aus den Köpfen der Figuren auf die Seite. Ein temporeicher Trip durch selten erzählte Orte, pointiert und eindringlich, dabei immer nah dran und unglaublich komisch.« Svenja Gräfen

»wir sind pioniere ist ein schmaler aber randvoller Roman mit treffenden Beobachtungen über unsere Gegenwart und vor allem über die verschriene Generation der Millennials. [...] So gekonnt humorvoll und voller Drive hat bisher noch keiner diese Konflikte aufgeschrieben.« Kais Harrabi, MDR Kultur

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