



Die Achse der Autokraten
Inhaltsangabe
Autokratische Herrschaft besteht im 21. Jahrhundert nicht länger nur aus einem Tyrannen an der Spitze, der mit Gewalt sein Volk unterdrückt: Heute werden Autokratien durch ausgeklügelte Netzwerke geführt, es hat sich eine neue internationale autokratische Allianz gebildet, wie Friedenspreisträgerin Anne Applebaum in ihrem Bestseller zeigt. Von China bis Weißrussland, von Syrien bis Russland unterstützen sich Autokraten von heute gegenseitig mit Ressourcen und Equipment made in Iran, Myanmar oder Venezuela: von Propaganda-Trollfarmen und Bots über Investitionsmöglichkeiten für ihre korrupten Staatsunternehmen bis hin zum Austausch modernster Überwachungstechnologien. Applebaum offenbart, wie die Diktatoren der Welt hinter den Kulissen zusammenarbeiten und sich mit aggressiven Taktiken gegenseitig Sicherheit und Straffreiheit verschaffen. Und sie macht deutlich, wie diese autokratische Allianz unsere Demokratie untergräbt. Mit einem neuen Vorwort der Autorin.»Das ist die eigentliche Lehre aus der deutschen Geschichte: Nicht, dass Deutsche nie wieder Krieg führen dürfen, sondern dass sie eine besondere Verantwortung dafür haben, sich für die Freiheit einzusetzen und dabei auch Risiken einzugehen.« (Aus der Dankesrede von Anne Applebaum zum Friedenspreis 2024)
Produktdetails
- Erscheinungsdatum: 28.01.2026
- Autor/Autorin: Anne Applebaum
- Übersetzung: Jürgen Neubauer (aus dem Englischen)
- Einband: Paperback
- Verlag: Pantheon
- Sprache: Deutsch
- Größe (L/B/H): 200/127/19 mm
- Seitenanzahl: 224
- ISBN: 9783570555194
CineBuch-Redaktion
Unsere Einschätzung
Anne Applebaum beschreibt Autokratien nicht als isolierte Regime, sondern als internationale Netzwerke. China, Russland, Belarus, Syrien und weitere Staaten tauschen Überwachungstechnik, Propaganda, Investitionsmöglichkeiten und politische Rückendeckung aus. Trollfarmen, Bots und korrupte Unternehmen sichern Macht ebenso wie offene Gewalt. »Die Achse der Autokraten« untersucht, wie diese Zusammenarbeit Straffreiheit ermöglicht und demokratische Gesellschaften gezielt unter Druck setzt.
Die Analyse ist für Leser politischer Gegenwartsliteratur gedacht, die Verbindungen zwischen Geld, Technologie und autoritärer Macht nachvollziehen möchten. Eine neutrale Länderchronik liefert Applebaum nicht; ihre demokratische Position ist ausdrücklich. Das ergänzte Vorwort ordnet die Argumentation weiter ein, ohne sie zeitlos zu machen. Besonders aufschlussreich ist der Wechsel vom einzelnen Diktator zum System gegenseitiger Dienstleistungen und Schutzmechanismen.
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