Der Strom

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Inhaltsangabe

Es ist Sommer. Die Dichterin hält Mittagstisch an ihrem Platz neben dem Klavier, ihr Mäzen spielt Tennis, siebzehn Flugstunden weit weg, der Besitzer des französischen Restaurants bedient sie stets selbst. Die Oliven sind schwarz, fest und scharf. Dieser lustvolle Weltbezug steht im Gegensatz zu einer Existenz der Askese, zu der niemand Zutritt hat. Beide Lebensplätze – Tisch und Klause – befinden sich im rückwärtigen Viertel, jenem Stadtviertel, von dem es vor dreißig Jahren hieß: Die Russen sind fort. So wie die Dichterin hier Erinnerungs- und Zukunftspartikel einsammelt, bis es zu einer plötzlichen Partikelverdichtung kommt, so abrupt durchfährt sie eines Nachts ein unbekannter Strom, als sollte sie unter hohem Druck aus ihrem Körper vertrieben werden. Es ist an der Zeit, ihre Siebensachen zu packen.

In Angela Krauß` magischer Sprache entfaltet sich eine poetische Existenz, in der die Wirklichkeit vibriert – und der Traum ganz handfest erscheint.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 13.02.2019
  • Autor/Autorin: Angela Krauß
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 205/126/13 mm
  • Seitenanzahl: 93
  • ISBN: 9783518428672
Pressestimmen
»Ein literarischer Höhepunkt in diesem Jahr.«
Wendt Kässens, Wiener Zeitung, 21. September 2019
»Angela Krauß ist eine Meisterin des Aussparens und damit auch des Andeutens, und sie tut das mit einer virtuosen Technik.«
Martin Zingg, NZZ am Sonntag, 25. August 2019
»Der Strom ... ist weder Erzählung, noch Lyrik, sondern funktioniert wie ein Kaleidoskop, das aus farbigen Splittern wechselnde, fragile Bilder erzeugt.«
Jörg Magenau, Süddeutsche Zeitung, 21. Juni 2019
»Mit diesem Buch schafft die Autorin eine Prosa, die offen ist gegenüber dem, was man früher ›poetische Prosa‹ oder ›poème en prose‹ genannt hat.«
Deutschlandfunk, 10. Juni 2019
»Krauß hat eine wohl austarierte Mischung aus hochkonzentriertem Prosastrom und poetischer Endloslyrik vorgelegt – mit überbordender Metaphorik, Zitaten vieler Dichtergrößen der Vergangenheit und reichen Anspielungen auf die Romantik.«
Peter Mohr, literaturkritik.de, 31. März 2019
»Angela Krauß ist in ihrem jüngsten Prosawerk Der Strom auf der Höhe ihres Sprachschaffens.«
Jan Wilm, Der Tagesspiegel, 3. März 2019
»Tatsächlich ist Der Strom mehr Sprachstrom als Erzählung, ein in poetische Kleinstpartikel zerstobener ›Stream of Conciousness‹. ... Literarische Fundstücke wie Rilkes Archaischer Torso Appollos ... und Goethes Alles fließt funkeln im Erzählfluss.«
Sarah Elsing, Deutschlandfunk Kultur, 20. Februar 2019
»Der Strom des Lebens ist von Angela Krauß in den Zustand zartester Poesie überführt. Eine Empfehlung für Leserinnen und Leser, die Kunststücke zu schätzen wissen.«
Michael Hametner, MDR, 11. Februar 2019
»Der Strom ist poetische Prosa und zugleich eine Reflexion über das Schreiben. Das Buch verzückt seine Leser durch eine besondere Zartheit der Sprache, mit der Angela Krauß ihre Beobachtungen in Worte kleidet.«
Terry Albrecht, WDR, 8. Februar 2019
»Der Strom ist eine Einladung, die Welt auszusperren, sich in einem anderen Kosmos zu versenken und anschließend beglückt wieder aufzutauchen.«
Jana Brechlin, Leipziger Volkszeitung
»Die Leipzigerin [Angela Krauß] hat mit ihrer jüngsten Prosa ein lyrisches Meisterwerk komponiert.«
Michael Ernst, SAX
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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