Der schaudernde Fächer

Erzählungen
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Inhaltsangabe
»Ein paar Geliebte hatte ich, die wie Teeschalen waren, in die ich mich jeden Abend vertiefen wollte.« Die das sagt, ist nicht die Sorte Mensch, sich von Rührung beeindrucken zu lassen. Aber der traurige Student im Pierrotkostüm fällt ihr auf. Und als er eines Abends auf der Treppe vor ihr sitzt, nimmt sie ihn mit. Der Hof einer japanischen Universität, ein abgelegenes Dorf in der Ukraine, Berliner Clubs, ein Bus, der sich seinen Weg durch die nächtliche algerische Wüste sucht – das sind nur ein paar der Orte, an denen die Helden dieser Erzählungen unterwegs sind, immer in den einen oder anderen Anblick versunken, immer bereit, vor der Liebe die Flucht zu ergreifen, um der Schönheit selbst ins Gesicht zu sehen. Schwungvoll spannt Ann Cotten einen schillernden Fächer auf – aquarellierte Seegurken auf der einen Seite, auf der anderen Menschen in Liebeswirren. Die Wendigkeit ihrer Lyrik findet sich auch in diesen Erzählungen: Sie sind verspielt und zynisch, offenherzig und doch unwiderstehlich.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 08.10.2013
  • Autor/Autorin: Ann Cotten
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 202/128/23 mm
  • Seitenanzahl: 251
  • ISBN: 9783518423899
Pressestimmen
»Ann Cottens Erzählungen gehören zu den kostbaren Stücken Literatur, mit denen man reicher wird, umso öfter man sie liest.«
Daniela Weiland, Bayerisches Fernsehen, 23. Januar 2014
»Ann Cottons neuer Erzählband Der schaudernde Fächer ist enormer literarischer Kraftakt und Mutprobe in einem. Der Schreibstil ist heftig, wild, obszön, aber mindestens genauso sanft und zärtlich.«
Michaela Schmitz, deutschlandfunk.de, 6. Januar 2014
»In ihrer Prosa ... sucht Ann Cotten nach einer Erzählform, die es mit dem Sprunghaften des Lebens aufnehmen kann und eine Sinnlichkeit entfaltet, deren Kern die Sprachlust ist.«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 14. Dezember 2013
»Cottens erster Erzählband ''Der schaudernde Fächer' stockt stattdessen, ungeniert akademisch, rasant verstiegen und auf eine feine Art wild.«
Mareike Nieberding, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8. Dezember 2013
»Cottens Sprache verzaubert durch Entgrenzung. Jede Impression wird mit einem poetischen Schleier überzogen. Der Leser wird einer 'intimen Wörterwelt' gewahr, die nichts an ihrem Platz, sondern alles durch Metaphern, Sprachspielereien und Assoziationen entgleiten lässt.«
Björn Hayer, Der Tagesspiegel, 27. Oktober 2013
»Ann Cotten geht in ihrem Buch neue Wege des Erzählens ... Cottens sprachliche Kunstwerke haben oft die dichterische Produktion zum Thema: Ihre Lyrik ist poetologische Lyrik, ihre Prosa könnte man mit einem etwas in Vergessenheit geratenen Begriff als expressionistische Reflexionsprosa bezeichnen.«
Jan Wiele, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Oktober 2013
»So könnte die Revolution aussehen: Nach dem Ordentlich-Schreiben des literarischen Realismus kehrt mit Ann Cotten die wilde, hermetische Provokation in die deutsche Literatur zurück.«
Ijoma Mangold, DIE ZEIT, 2. Oktober 2013
»Hier wird mit Witz und Wissen, Intuition und hintersinnigem Denken an etwas gearbeitet, das das Feld der Literatur umpflügt, damit Neues und anderes und – warum nicht? – auch Schöneres darauf wachse.«
Jochen Jung, DIE ZEIT
»Ann Cotten ist die avancierteste junge deutschsprachige Lyrikerin unserer Zeit.«
Volker Weidermann, DER SPIEGEL
»… denn genau darum geht’s: dass Denken Zärtlichkeit ist.«
Martin Fritz, The Gap
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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