Der Mann fürs Bunte

Franz Burda und sein Medienunternehmen
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Inhaltsangabe
Das neue Medium wurde seine Chance: Franz Burda (1903 - 1986), Sohn eines kleinen Druckereibesitzers im beschaulichen Offenburg, war früh zur Stelle, als sich Mitte der Zwanziger Jahre der Siegeszug des Rundfunks abzuzeichnen begann. Ausgehend von der Radio-Programmzeitschrift Sürag entwickelte Burda seinen Betrieb, der auch in der NS-Zeit kräftig weiterwuchs, nach dem Krieg zu einem florierenden Druck- und Verlagskonzern, der heute zu den größten Medienunternehmen Deutschlands zählt.

Nach politischer Anpassung im "Dritten Reich", "Arisierungs"-Gewinnen und geschicktem Agieren in der Besatzungszeit bediente Franz Burda vom Südwesten aus die junge Bundesrepublik millionenfach mit farbigem Unterhaltungsstoff, Schnittmustern und Warenkatalogen. Aus der Illustrierten-Konkurrenz der fünfziger Jahre ging die Bunte dauerhaft erfolgreich hervor, Burda Moden von Ehefrau Aenne prägte maßgeblich den Kleidungsstil der Epoche, und mit der alljährlichen "Bambi"-Verleihung schrieben sich die Burdas in die Geschichte der deutschen Fernsehunterhaltung ein.
Entlang der Biographie des Firmengründers legen die Autoren den politischen Kern einer "bunten" Unterhaltung frei, die in drei politischen Systemen verfing. Zugleich eröffnet ihre anschauliche Darstellung einen frischen Blick auf die Medien-, Gesellschafts- und Mentalitätsgeschichte der "alten" Bundesrepublik.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 24.09.2026
  • Autor/Autorin: Norbert Frei,Tim Schanetzky,Sybille Steinbacher
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: C.H.Beck
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 367
  • ISBN: 9783406853289
Pressestimmen
»Die Historiker Norbert Frei, Tim Schanetzky und Sybille Steinbacher spüren dem Erfolg von Franz Burda nach auch im 'Dritten Reich'.«
Herstellerinformationen
Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
Wilhelmstraße 9
80801 München
DE

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Tel: +49 89 38189-0

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1968

€18,00
"Wer wissen will, was sich damals wirklich zutrug, sollte Norbert Freis Buch lesen." Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung

"68" steht für ein Jahrzehnt der Rebellion. Nicht nur in der Bundesrepublik, in ganz Europa und rund um den Globus war eine kritische Jugend auf den Straßen, einen kurzen Sommer lang sogar hinter dem Eisernen Vorhang. "68" hatte viele Gesichter.

Norbert Frei fragt nach den Wurzeln der weltweiten Revolte und erzählt ihre Geschichte von den USA über Japan und Westeuropa bis hinter den Eisernen Vorhang. Die Anfänge der Bewegung sieht er in den Vereinigten Staaten. Im Kampf um die Gleichberechtigung der Schwarzen entstanden dort schon seit den 1950er Jahren die später prägenden Formen des Protests: Sit-ins, Go-ins, Happenings. Doch sosehr sich die Bilder ähnelten - unterschiedliche Gründe speisten die Unruhe einer ganzen Generation. In Deutschland war die "unbewältigte Vergangenheit" eine wesentliche Antriebskraft, in Frankreich war es der Verdruss an den neuen Universitäten. In England stand die Popkultur im Vordergrund, und überall war der Protest gegen den Vietnamkrieg ein brennendes Motiv. Sechzig Jahre nach 1968 erscheint das in vier Sprachen übersetzte Standardwerk in einer Neuausgabe bei C.H.Beck.

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