Der gute Mensch von Sandvika

Roman
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Inhaltsangabe

Vom Unglück eines Lottogewinns - Der neue Roman von Norwegens eindrücklichsten Gegenwartsautorin

»Die arbeitende Bevölkerung war verreist, wir waren in der Kneipe, Sandvika schlief, die meisten Bewohner Sandvikas hatten Hütten oder Geld, um ans Mittelmeer zu reisen, wir waren in der Kneipe, es war verschlafen und schön, still und schön, in derselben Bar und gleichsam im selben Boot, so konnte es mir vorkommen, ab und zu.«

Eine alte Kneipe in Sandvika, einem Vorort von Oslo, ist der Ort, an dem sie immer wieder zusammentreffen: die junge Frau, die jeden Samstag Lotto spielt, das ältere Ehepaar, das kein Wort miteinander wechselt, der streitlustige Mann mit dem Schnurrbart, der lebensmüde Trinker, der weinend an der Bar sitzt und – eine Schriftstellerin, die sie beobachtet. Das Geld ist knapp, getrunken wird alleine, und doch sind sie hier weniger einsam. Eines Abends gewinnt die junge Frau, Ada, tatsächlich im Lotto und das Unglück nimmt seinen Lauf.

Vigdis Hjorth schreibt über das Leben, wie es gelebt wird, über das Gewöhnliche, sodass es außergewöhnlich wird. 

Der gute Mensch von Sandvika erzählt präzise und nervenstark von den Unterschieden, die von außen nicht immer sichtbar sind. Davon, was es heißt, ein guter Mensch zu sein und wer es sich leisten kann in Würde zu leben – und davon, wie viel Zärtlichkeit das Leben braucht. Ein tragikomischer Roman über Wirtschaft, Glücksspiel, Bier, Schicksal und soziale Schichten.


Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 26.08.2026
  • Autor/Autorin: Vigdis Hjorth
  • Übersetzung: Gabriele Haefs (aus dem Norwegischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: S. FISCHER
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/132/21 mm
  • Seitenanzahl: 176
  • ISBN: 9783103977721
Pressestimmen
»Hjorth seziert in ihren Romanen mit chirurgischer Präzision, aber nicht ohne Mitgefühl, das komplizierte Verhältnis zwischen Erinnerung und Verdrängung«
bm, Kleine Zeitung, 11. Oktober 2026
»[...] makellos übersetzt von Gabriele Haefs«
Timo Posselt, Die Zeit, 5. Oktober 2026
»Lässt man sich auf [Hjorths] redundanten Stil ein, kann er süchtig machen.«
Timo Posselt, Die Zeit, 5. Oktober 2026
»[...] die große Existenzialistin der norwegischen Gegenwartsliteratur [...] Hjorths große Kunst ist, wie sie ihren politischen Furor literarisch in konkreten existenziellen Situationen komprimiert.«
Die Zeit, 5. Oktober 2026
»Vigdis Hjorths anrührende, bittere Geschichte (...) von der Fähigkeit des Menschen zu Barmherzigkeit und Güte.«
Petra Pluwatsch, Frankfurter Rundschau, 14. September 2026
»Hjorths Stil ist [...] gleichsam komisch wie sprachgewandt, bildlich und atmosphärisch.«
Violetta Gniß, Kölner Stadt-Anzeiger, 8. September 2026
»Ein karges Erzählmassiv voller Ecken und Kanten – mit wenigen, kunstvollen Schlägen behauen – durch das der klare Handlungsstrom leise und doch so mitreißend dahinfließt wie das Wasser im Oslofjord.«
Moritz Holler, WDR3 – Mosaik, 4. September 2026
»Ein nachdrückliches Werk von hoher Lesbarkeit und formvollendetem Minimalismus [...] ein Buch, das zum Nachdenken anregt und lange nachhallt. Ein echter Hauptgewinn.«
Moritz Holler, WDR3 – Mosaik, 4. September 2026
»Diese großartige norwegische Autorin«
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 2. September 2026
»[Hjorth] gehört [...] zu dem Besten, was Literatur überhaupt zu bieten hat – weit über Norwegen hinaus.«
Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, 2. September 2026
»[...] pointierte Milieustudie, ein Porträt der kleinen Leute.«
Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, 2. September 2026
Herstellerinformationen
S. Fischer Verlag GmbH
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt am Main
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Wiederholung

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Eine Frau läuft durch den Wald. Eigentlich bereitet sie sich auf einen Marathon vor, aber getrieben ist sie von etwas anderem. Alles, was sie vergessen will, kehrt zu ihr zurück, und so nähert sie sich Atemzug für Atemzug dem sechzehnjährigen Mädchen, das sie einmal gewesen ist. Der erste Kuss auf einer Party. Der erste überwältigende Rausch, der den Körper so leicht werden ließ. Die Mutter, die mit Argusaugen über sie wacht und ihren unbändigen Lebenshunger kontrolliert. Der Vater, der sich immer weiter distanziert.
In ihrem neuen Roman, der mit dem wichtigsten Literaturpreis Norwegens, dem Kritikerpreis, ausgezeichnet wurde, kehrt Vigdis Hjorth zu ihren großen Lebensthemen zurück: Sie erzählt vom schmerzhaften Kampf einer jungen Frau gegen das Geheimnis einer Familie, vom Ringen um die eigene Wahrheit und davon, dass manche Erinnerung einen so lange heimsucht, bis neues Erkennen möglich ist. Ein essenzielles, universelles Buch von der bedeutendsten Gegenwartsautorin Norwegens.

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