Teil der Reihe: detebe

Der Fuchs und Dr. Shimamura

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Taschenbuch
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Inhaltsangabe

Christine Wunnicke – Georg-Büchner-Preisträgerin 2026

Der Neurologe Dr. Shimamura reist Ende des 19. Jahrhunderts durch die japanische Provinz, um das weitverbreitete Phänomen des Vom-Fuchs-befallen-Seins zu erkunden. Ein liebestoller Student begleitet ihn mit einer Kamera, geht aber bald verloren, dafür fängt der Doktor sich selbst einen Fuchs ein. So flieht Shimamura auf Bildungsurlaub gen Westen nach Paris, Wien und Berlin.

»Hoch konzentriert und wunderbar absurd.«
Susanne Hermanski / Süddeutsche Zeitung

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 21.10.2026
  • Autor/Autorin: Christine Wunnicke
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Diogenes
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 180/113/13 mm
  • Seitenanzahl: 208
  • ISBN: 9783257248685
Pressestimmen
»Ein fantastisch erzähltes Kabinettstück des menschlichen Geistes.«
Andrea Gerk /, NDR Kultur
»Hoch konzentriert und wunderbar absurd.«
Susanne Hermanski /, Süddeutsche Zeitung

CineBuch-Redaktion

Unsere Einschätzung

Ende des neunzehnten Jahrhunderts reist der junge Neurologe Shimamura durch die japanische Provinz, um ein Phänomen zu erforschen, das dort als Krankheit gilt: vom Fuchs besessene Frauen. Ein liebestoller Student begleitet ihn mit der Kamera und geht bald verloren – dafür fängt sich der Doktor selbst einen Fuchs ein. Also flieht er auf Bildungsreise nach Westen, nach Paris, Wien und Berlin, wo die europäische Nervenheilkunde ihre eigenen Besessenheiten pflegt.

Ein schmaler Roman von hoher Konzentration: Wunnicke erzählt Medizingeschichte als Komödie der Missverständnisse zwischen Ost und West, wobei nie ganz klar wird, wer hier eigentlich krank ist. Die Sprache ist knapp und trocken, die Pointen kommen ohne Vorwarnung, und das Absurde behält stets einen ernsten Kern. Ein Buch für alle, die japanische Motive ohne Exotik und Ironie ohne Zynismus schätzen; wem Handlung wichtiger ist als Ton, wird eher ungeduldig.

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