Das M-Wort

Gegen die Verachtung der Moral | Platz 3 Sachbuchbestenliste Die Zeit, Deutschlandfunk und ZDF
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Inhaltsangabe

Können wir uns eine Welt ohne Moral überhaupt leisten?

In einer Zeit, in der Moral im gesellschaftspolitischen Diskurs bereits zum Unwort verkommen scheint, stellt Anne Rabe die entscheidende Frage: Können wir uns eine Welt ohne »M-Wort«, ohne Moral leisten? Anhand konkreter Beispiele – wie dem Umgang mit Armut, Migrations- und Klimapolitik, steigender Radikalisierung – beleuchtet sie auf persönliche Weise die gefährlichen Folgen der Verächtlichmachung von Moral in Deutschland.

Im Januar 2025 erlebt Deutschland einen Tabubruch: Zum ersten Mal seit Gründung der Bunderepublik sind es Rechtsextreme, die in einer Abstimmung im Bundestag für die entscheidende Mehrheit sorgen. Das ist nur der vorläufige Höhepunkt einer schon lange zu beobachtenden Verschiebung im politischen Diskurs. Die neuen Weichenstellungen des 21. Jahrhunderts haben die Demokratien weltweit unter Druck gesetzt. Autokratien und Imperialismus sind wieder auf dem Vormarsch. Moralische Beweggründe sind nicht mehr an oberster Stelle der Tagesordnung. Welch verführerischer Sog darin liegt, kann man überall dort beobachten, wo auch Demokraten ihm nachgeben. Erhellend erläutert Anne Rabe, wie Moral schrittweise aus dem gesellschaftspolitischen Diskurs verdrängt wird, warum dies so bedrohlich ist und wie moralisches Denken und Handeln Teil der Problemlösungen unserer Zeit sein kann. Eine brillante Analyse, die in einer pessimistisch stimmenden Weltlage Anlass zur Hoffnung gibt.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 16.08.2025
  • Autor/Autorin: Anne Rabe
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2. Druckaufl., 2025
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 224
  • ISBN: 9783608966930
Darum lohnt sich dieses Buch

Für Leser und Leserinnen von Maja Göpel und Carolin Emcke

Pressestimmen
»Rabes Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, sich dieser Erzählung nicht zu ergeben, ihr zu widersprechen und die Moral selbstbewusst in den Mittelpunkt des eigenen Handelns zu stellen. Ein Fundus an klugen Ideen und Argumenten, eine wichtige Moralkeule im aktuellen Diskurs.« Anna Lehmann, Wochentaz, 29. November – 05. Dezember 2025«
Anna Lehmann, Wochentaz, 29. November 2025
»Anne Rabe setzt auf eine Mischung aus messerscharfer Analyse und persönlicher Selbstreflexion. Indem sie Raum für persönliche Zweifel und Ohnmachtsgefühle gibt, werden Zwischentöne in all den Lagerkämpfen deutlich.« Anna Hoffmeister, Der Freitag, 16. Oktober 2025«
Anna Hoffmeister, der Freitag, 16. Oktober 2025
Herstellerinformationen
J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH
Rotebühlstraße 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de
Tel: +49 711 6672-0

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»Dieses Buch ist so mitreißend, feinsinnig und schonungslos, dass es mich einfach nicht loslässt.« Alena Schröder 

In der DDR geboren, im wiedervereinigten Deutschland aufgewachsen. Als die Mauer fällt, ist Stine gerade einmal drei Jahre alt. Doch die Familie ist tief verstrickt. In ein System, von dem sie nicht lassen kann, und in den Glauben, das richtige Leben gelebt zu haben. Bestechend klar und kühn erzählt Anne Rabe von einer Generation, deren Herkunft eine Leerstelle ist.

Stine kommt Mitte der 80er Jahre in einer Kleinstadt an der ostdeutschen Ostsee zur Welt. Sie ist ein Kind der Wende. Um den Systemwechsel in der DDR zu begreifen, ist sie zu jung, doch die vielschichtigen ideologischen Prägungen ihrer Familie schreiben sich in die heranwachsende Generation fort. Während ihre Verwandten die untergegangene Welt hinter einem undurchdringlichen Schweigen verstecken, brechen bei Stine Fragen auf, die sich nicht länger verdrängen lassen. Anne Rabe hat ein ebenso hellsichtiges wie aufwühlendes Buch von literarischer Wucht geschrieben. Sie geht den Verwundungen einer Generation nach, die zwischen Diktatur und Demokratie aufgewachsen ist, und fragt nach den Ursprüngen von Rassismus und Gewalt.

»Eine junge Frau will die Gewalt verstehen, die ihre Familiengeschichte durchdringt – und entlarvt dabei die brutale Selbstlüge einer ganzen Elterngeneration. Wie Anne Rabe eine eigene Sprache für diese Sprachlosigkeit findet – das ist ganz große Kunst.« Alena Schröder

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