Das Klima der Geschichte im planetarischen Zeitalter

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Inhaltsangabe

Vom Globus zum Planeten! Der indische Historiker Dipesh Chakrabarty zählt zu den international einflussreichsten Wissenschaftlern, die sich in den letzten Jahren mit der Bedeutung des Klimawandels auseinandergesetzt haben. Der Klimawandel, so argumentiert er, stellt unsere althergebrachten Vorstellungen von Geschichte, Moderne und Globalisierung grundlegend in Frage. Die Aufgabe besteht daher darin, diese Konzepte auf den Prüfstand zu stellen und überhaupt die Geistes- und Sozialwissenschaften mit neuen Ideen und Begriffen zu versorgen, damit sie den Herausforderungen des Anthropozäns gewachsen sind.

In seinem Buch taucht Chakrabarty tief ein in Geschichte und Philosophie und stellt kühne Überlegungen darüber an, wie das menschliche Denken und Leben zukünftig zu gestalten ist. Insbesondere erklärt er, dass wir zu einem besseren Verständnis sowohl unserer Herkunft als auch unserer Zukunft nur dann gelangen, wenn wir in der Lage sind, uns selbst aus zwei Perspektiven gleichzeitig zu betrachten: einer globalen und einer planetarischen, wobei letztere den Menschen absichtlich dezentriert. Erst auf diese Weise wird es möglich, in geologischen Zeiträumen zu denken sowie ein angemessenes Bild von der menschlichen Handlungsfähigkeit zu gewinnen. Angesichts der drohenden Naturkatastrophen ist es dafür höchste Zeit.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 13.04.2022
  • Autor/Autorin: Dipesh Chakrabarty
  • Übersetzung: Christine Pries
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/145/31 mm
  • Seitenanzahl: 443
  • ISBN: 9783518587799
Pressestimmen
»Das Klima der Geschichte im planetarischen Zeitalter ist sehr anregend, weil es uns zeigt wie katastrophal die Lage wirklich ist und wie klein wir denken ... Chakrabarty fordert einen anderen Begriff von Geschichte ... hin zu einer planetarischen Geschichte.«
Jörg Magenau, RBB Kulturradio, 20. Juni 2022
»Chakrabarty weist in großer Kenntnis aller Vorläufer ... in [eine] Richtung, die auf nichts weniger hinausläuft als auf eine Revision aller früheren Historiografie der Weltgeschichte und nicht allein für die Geschichtsschreibung und die Klimaforschung unbedingt lesenswert ist.«
Claus Leggewie, Frankfurter Rundschau, 18. Mai 2022
»[Chakrabartys] stilistische Ruhe ... hat er vielleicht bei den von ihm so geschätzten Geologen und Erdsystemwissenschaftlern gelernt. Ihre große Sachlichkeit bezieht die Studie aber auch aus einer präzisen Einschätzung der eigenen Position.«
Cord Riechelmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 15. Mai 2022
»Der Mensch als geologische Macht: Das ist eines der vielen schlüssigen Bilder, die ... Chakrabarty in seinen Analysen vorstellt. Es sind Bilder, mit denen zum Beispiel Phänomene und Verhaltensweisen in der Klimabewegung besser begreifbar werden.«
Stefan Mair, Neue Zürcher Zeitung, 4. Mai 2022
»Es gibt wenige Historiker, die die globalgeschichtlichen und postkolonialen Dimensionen des fossilen Wahns so feinsinnig zu reflektieren vermögen wie Chakrabarty.«
Bernhard Malkmus, Süddeutsche Zeitung, 24. April 2022
»Dieses Denken ist schön: Noch aus der planetaren Perspektive, die den Menschen nicht mehr im Zentrum sieht, vermag Dipesh Chakrabarty das individuelle Kind wahrzunehmen, das da unten gerade mit seinem Schaufelbagger im Sandkasten nachspielt, was die Gattung seit 250 Jahren im großen Maßstab geschafft hat – den Boden aufgraben, die Erde bewegen. Berge versetzen.«
Elisabeth von Thadden, DIE ZEIT, 13. April 2022
»... die beeindruckende Belesenheit des Autors, sein auch in der Übertragung von Christine Pries häufig aufblitzender Witz und die wissenschaftliche Demut vor unserer ›Wohnstätte‹ machen dieses Buch zu einer interdisziplinären Musslektüre.«
Ulrike Baureithel, Der Tagesspiegel, 13. April 2022
»Chakrabarty schreibt vom Menschen als einer ›geophysikalischen Kraft‹ und postuliert, dass nicht allein die Natur-Kultur-Dichotomie in Frage gestellt werden müsse, sondern auch neue Begriffe von Vergangenheit und Zukunft nötig seien.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Dezember 2021
»In Das Klima der Geschichte im planetarischen Zeitalter fragt Chakrabarty, was der Klimawandel für eine Sozialwissenschaft wie die Geschichtsschreibung bedeutet. Seine These: Das, was wir bisher unter Begriffen wie Geschichte oder Globalisierung verstanden haben, muss samt und sonders neu gedacht werden.«
der Freitag, 8. Dezember 2021
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Die globale Herrschaft des Finanz- und Rohstoffkapitals verbindet die Menschen zwar technologisch, aber entlang tiefgreifender Achsen der Ungleichheit bleiben sie zugleich voneinander getrennt. Im Rahmen der von ihm entwickelten historischen Erzählung unserer Gegenwart erkundet Dipesh Chakrabarty in seinem neuen Buch die zeitlichen und intellektuellen Verwerfungen, die die Kollision des Planetarischen und des Globalen in der Geschichte der Menschheit hervorruft. Der große indische Historiker bietet uns damit einen einzigartigen Blick auf den Klimawandel und das Verhältnis zwischen Menschen und Natur – und nicht zuletzt auch auf vergangene und zukünftige globale Pandemien.

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