Von der nahen Vergangenheit und der fernen Gegenwart
Wofür braucht der Mensch einen „Wellnesswecker“? Wieso streben alle einen definierten Body an, aber sprechen ein undefinierbares Deutsch? Und wenn alle auf Stand-by sind, warum haben dann so wenige einen Standpunkt? – Indem er das Früher mit dem Heute vergleicht, rechnet Bernd-Lutz Lange mit dem Zeitgeist ab.
„Es scheint mir, dass ich in eine Zeit geraten bin, in der vieles, was sich zum Teil über Jahrhunderte erhalten hat, nun verschwindet.“
Seit je haben bahnbrechende Erfindungen die Gewohnheiten und den Alltag der Menschen gravierend verändert. Man denke daran, wie das Telefon, die Elektrizität oder das Automobil das Leben der Menschen beschleunigt haben. Doch kein Vergleich mit heute: Über das Internet drängt die ganze Welt in unseren Kopf, und so gibt es nur noch bewegte Männer, Frauen und Kinder. Zu keiner anderen Zeit bestand ein solcher Überfluss an Waren, Informationen, Grellheit und durchaus auch an Freiheit. Aber es gibt einen Nachholbedarf an Gerechtigkeit, Stille, Bildung des Kopfs und des Herzens. – Mit Wehmut, Schärfe und Witz erzählt Bernd-Lutz Lange von den Sitten und Traditionen, die im Laufe seines Lebens verloren gegangen sind. Als kluger Kritiker des Zeitgeists hinterfragt er die Rasanz unserer Zeit und mahnt zum Innehalten. Denn der Wandel gewinnt weiter an Fahrt. Aber gewinnen wir auch?
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 05.12.2016
Autor/Autorin: Bernd-Lutz Lange
Gelesen von:Bernd-Lutz Lange
Format: Hörbuch CD
Auflage: 4. Auflage, Ungekürzte Ausgabe
Verlag: Aufbau audio
Sprache: Deutsch
Spieldauer: 78 Minuten
Anzahl CDs: 1
ISBN: 9783945733226
Herstellerinformationen
Aufbau Verlage GmbH & Co. KG Prinzenstr. 85 10969 Berlin DE
Jeder Mensch blickt in seinem Leben auf Sternstunden zurück, die unvergesslich sind: der Beginn einer Liebe, der Blick in eine Landschaft, der Hörgenuss eines Konzerts oder die Begeisterung für ein Buch. Vielfältig sind diese Möglichkeiten und an der Spitze aller beeindruckenden Erlebnisse stehen Begegnungen mit besonderen Menschen. Egal, ob sie bekannt oder unbekannt sind. Bernd-Lutz Lange hat in manchen seiner Bücher solche Sternstunden verewigt. Auf diesem Hörbuch erzählt er sie dem Publikum in seiner langjährigen Arbeitsstätte: auf der Brettl-Bühne vom academixer-Keller. Sie erleben sein zufälliges Zusammentreffen mit Gert Fröbe in der Heimatstadt beider - in Zwickau. Für Angelica Domröse sang er als Student auf ihren persönlichen Wunsch einen italienischen Hit noch einmal, ohne die Sprache zu kennen, und es ist im Nachhinein unglaublich, dass er tatsächlich Louis Armstrong die Hand drücken konnte - das ist nun schon über fünfzig Jahre her … Überdies lernte er bei einem Kabarett-Gastspiel in den USA sogar die beiden Hollywoodstars…nein, alles wird nicht verraten - hören Sie selbst!
»Dass das Leben einem Purzelbaum sehr ähnlich ist, merkt man erst, wenn man sich im letzten Drittel befindet. Die Zeit dreht sich, so kommt es einem vor, immer schneller. Eben hatte ich doch die Weihnachtssachen erst in den Keller gepackt, und nun steht schon wieder ein Baum im Zimmer zum Anputzen bereit.« In seinem neuen Buch will BerndLutz Lange der Schnelllebigkeit der Zeit mit anekdotischen Fundstücken entgegenwirken. Er erzählt von Begebenheiten aus verschiedenen Epochen, von Malern, Schauspielern und Verlegern, von Pennälern, Studenten und Paukern. Er weiß von Berühmtheiten wie Ringelnatz und Fallada zu berichten, von einer Zeit, als die Freiheit noch ein Traum war. Ein heiteres Buch mit einer Prise Melancholie. Von Mendelssohn bis Masur, von Ringelnatz über Reimann bis Rühmann, von Schorsch Mayer bis Wolfgang Mattheuer – hier kommen sie alle zu Wort. Der Autor und Kabarettist Bernd-Lutz Lange hat sich umgesehen in Geschichte und Gegenwart. Er hat nach Lutherscher Manier dem Volk aufs Maul geschaut, hat Literaten, Künstler und Wissenschaftler nach unvergesslichen Lebensmomenten befragt. Aus diesem reichen Material komponiert er eine Sammlung humorvoller, manchmal auch nachdenklicher Erzählungen und Anekdoten, die den Bogen von der Reformation bis in unsere Zeit schlägt. Bei der Lektüre bestätigt sich einmal mehr: „’So wie die Erde aus den Kratern die Diamanten hochschleudert …, so hinterlässt das Menschenleben und das, was man die Geschichte nennt, die Anekdoten.’ Dass ich Diamanten zusammengetragen hätte, nehme ich für mich natürlich nicht in Anspruch – die wurden von den Meistern der Sprache vor hundert Jahren geschliffen. Ich gebe mich damit zufrieden, wenn diese Texte von Ihnen als farbige Glasperlen empfunden werden. Aber funkeln sollten sie schon…“ Bernd-Lutz Lange möchte seine Leser unterhalten, ihnen die Heiterkeit des Seins vor Augen führen – und das gelingt ihm auf diesem Spaziergang durch die Jahrhunderte ganz fabelhaft. "Lange begeistert als Beobachter der Zeitgeschichte." Dresdner Neueste Nachrichten „Das Leben ist ein Purzelbaum vereint Anekdoten und Histörchen, die sich meist in Humor auflösen, manchmal aber auch Tragik atmen.“ Leipziger Volkszeitung
Ein Streifzug durch die vielfältige Landschaft des politischen Witzes im gesamten Ostblock vom Kriegsende bis zum Mauerfall
Bernd-Lutz Lange verwebt in seinen Texten die politischen Witze dieser Jahre mit der Beschreibung der herrschenden Zustände in jenen Ländern, mit anekdotischen Streiflichtern und seinen persönlichen Reiseerlebnissen.
„Jeder Witz ist eine winzige Revolution.“ George Orwell