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Das Ende des Lesens

Über die allmähliche Zerstörung des Denkens, der Demokratie und der Gesellschaft, wie wir sie kennen
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Inhaltsangabe
Weltweit geht die Zahl der Lesenden zurück, die Lese- und Schreibfähigkeit stagniert oder sinkt. Gleichzeitig haben digitale Unterhaltungstechnologien unsere Freizeit kolonisiert. In ›Das Ende des Lesens‹ beschreibt James Marriott diesen Wandel hin zu einem postliteralen Zeitalter. Zum ersten Mal seit dem Zusammenbruch des weströmischen Reiches beginnt die »goldene Kette des Wissens«, die Leser über Jahrhunderte miteinander verband, wieder zu reißen. Die Reading Revolution des 18. Jahrhunderts machte die Aufklärung, Wissenschaft und Demokratie erst möglich, denn Lesen erzwingt lineares, strukturiertes, argumentatives Denken. Mit seinem Rückgang verändern sich auch Debatten: Sie werden emotionaler, fragmentierter und anfälliger für Vereinfachungen. Die Folgen dieser Entwicklung für Öffentlichkeit und Politik sieht James Marriott in einer schleichenden Erosion politischer Mündigkeit. Er zeichnet das Bild einer Gesellschaft, in der der Verlust der Lesekultur eng mit Polarisierung, wachsender Anfälligkeit für Populismus und einem Wandel demokratischer Gesellschaften verbunden ist. »Brillant!« TOM HOLLAND
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 06.10.2026
  • Autor/Autorin: James Marriott
  • Übersetzung: Michael Bischoff (aus dem Englischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 256
  • ISBN: 9783755801054
Pressestimmen
»Hier schreibt jemand, der sich sorgt und etwas verteidigen möchte, das er aufrichtig liebt: Zeitungen, Bücher und die Kultur, für die sie stehen.« Anna Vollmer, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG »Besonders eindrücklich ist Marriott dort, wo er die Folgen dieser veränderten Aufmerksamkeit für die Kultur beschreibt.«
BUCHMARKT

CineBuch-Redaktion

Unsere Einschätzung

Weniger Menschen lesen, Lese- und Schreibfähigkeiten stagnieren oder sinken, und digitale Unterhaltung besetzt einen immer größeren Teil der freien Zeit. James Marriott deutet diesen Wandel als Übergang in ein postliterales Zeitalter und erinnert daran, was verloren gehen könnte: Die Lesekultur seit dem 18. Jahrhundert war eine Voraussetzung für Wissenschaft, Aufklärung und Demokratie, weil Lesen zu linearem, argumentativem Denken erzieht.

Marriott verknüpft den Rückgang des Lesens mit Polarisierung und dem Erstarken des Populismus: Debatten würden emotionaler, bruchstückhafter und empfänglicher für einfache Antworten. Das ist eine große These, die zum Nachdenken und zum Widerspruch einlädt. Lesestoff für Eltern, Lehrkräfte und alle, die wissen wollen, was die Bildschirmzeit mit unserem Denken und Streiten macht.

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