Chronik

Band 2: 1971
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Inhaltsangabe
1970 begann Siegfried Unseld die Chronik – er notierte Ereignisse aus dem Verlagsalltag, Abenteuer mit den Autoren und Auseinandersetzungen mit der Öffentlichkeit. Im Jahr 1971 war er mit ganz spezifischen Herausforderungen konfrontiert. Nach dem Tod von Bertolt Brechts Witwe Helene Weigel galt es, den Zugriff der DDR-Regierung auf die Weltrechte an dessen Werk zu verhindern; die ersten Monate des Jahres standen im Zeichen der Lesereise Ingeborg Bachmanns mit ihrem ersten erfolgreichen Roman Malina, im September erschienen mit einem Schlag die ersten 20 Bände der suhrkamp taschenbücher, die es bei Buchhandel, Kritik und Lesern durchzusetzen galt. Siegfried Unseld bewies in all diesen Verwicklungen seine Doppelkapazitäten zur Streßresistenz und Simultankompetenz. Die Zeitschrift konkret, die damals auf ihre »linken« Ambitionen Wert legte, nannte ihn: »den Haifisch unter den Geschäftemachern in Sachen Literatur«. Siegfried Unseld seinerseits notiert gelassen: »Was ist die Erfahrung? Das machen, was man für richtig hält. Es gibt keine richtige Verlagsarbeit bei falschen Vorstellungen.«
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 10.12.2014
  • Autor/Autorin: Siegfried Unseld
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 255/176/40 mm
  • Seitenanzahl: 477
  • ISBN: 9783518422373
Pressestimmen
»Diese Chronik belegt auf beeindruckende Weise, dass für UnseId das Publizieren eine Leidenschaft war und er eine geradezu obsessive Bindung an seine Autoren hatte … Kein Zweifel, das Suhrkamp-Archiv birgt Schätze. Dass sie gehoben werden, ist gut, denn sie erlauben überraschend neue Einblicke in die Zusammenhänge von Kultur- und Intellektuellengeschichte.«
Stefan Müller-Doohm, Nordwest-Zeitung, 11. Februar 2015
»...ein autofiktionales Meisterwerk.«
Alexander Schimmelbusch, DIE WELT, 14. Januar 2015
»... [ein] Quasi-Arbeitstagebuch des Verlegers, das hinsichtlich Anschaulichkeit, Pointiertheit und Urteilskraft zu den herausragenden Tagebüchern der deutschen Literaturgeschichte gehört. Dieser Autorenverleger war eben doch auch ein Autor.«
Alexander Cammann, Zeitschrift für Ideengeschichte
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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»... daß ich Eins und doppelt bin«. Für Goethe symbolisierte das gefächerte Ginkgo-Blatt seine gespaltene Existenz als Mensch und Dichter. Als Zeichen seiner Liebe, die er auch um seines Werken willen opferte, schickte er auch Marianne von Willemer ein Blatt des Ginkgo-Baumes. In der Stimmung des endgültigen Abschieds entwarf er jenes Gedicht, das wie kein anderes die Ambivalenz von Liebe und Kunst einfängt.
Siegfried Unseld beschreibt die Geschichte des außergewöhnlichen Baums, er schildert die Beziehung zwischen Goethe und Marianne von Willemer und die Entstehungsgeschichte eines der bedeutendsten Gedichte der Weltliteratur.

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