Walter Nigg spürt im Buch der Büßer die Wirren, Ängste und Probleme im Leben von neun berühmten Persönlichkeiten auf und zeigt in lebendiger Beschreibung, daß es die gleichen Wirren, Ängste und Probleme auch des heutigen Menschen sind. Er zeigt aber auch, wie sie überwunden werden können: durch Einsicht. Auf seinem Gang durch die Jahrhunderte läßt Walter Nigg den Leser an Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen teilnehmen, deren Leben exemplarisch genannt werden kann.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 24.04.2024
Autor/Autorin: Walter Nigg
Format: E-Book
Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen
Dateigröße: 998 KB
Auflage: 1
Verlag: DIOGENES
Sprache: Deutsch
Umfang: 256 Seiten
ISBN: 9783257614435
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Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Pressestimmen
»Mittels brillant geschriebener, von ökumenischem Geist geprägter Bücher führt Nigg nach und nach das ganze Spektrum christlicher Existenzmöglichkeiten vor Augen.«
Herstellerinformationen
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›Das Buch der Ketzer‹ erzählt von »verunglückten Heiligen«, wie Walter Nigg sie nennt. Mit großer Empathie schreibt er über Gottes- und Wahrheitssucher, die von der Kirche ausgestoßen wurden oder sich von ihr getrennt haben. Darunter finden sich »Hexen« und Katharer, aber auch berühmte Philosophen und Theologen, Literaten und Wissenschaftler.
In seiner faszinierenden Untersuchung interessiert den Autor dabei immer auch die ›andere Seite‹ der Hoffnung: Höchste Freude und dramatische Enttäuschung, Glaube und Mißtrauen liegen gefährlich nahe beieinander. Gerade hier aber sieht Nigg ein außergewöhnliches Potential: Für ihn ist diese Konkurrenz letztlich Quelle aller Kreativität.
Meister Eckhart, Johannes Tauler, Heinrich Seuse: diese drei nennt man das ›mystische Dreigestirn‹, das bei aller individuellen Eigenart doch wiederum eine Einheit bildet. Walter Nigg stellt ihr Leben und Werk dar. Er zeigt anhand dreier Beispiele von europäischer Bedeutung jene zeitlose Religiosität, welche ihre Kraft daraus schöpft, daß sie nicht etwas Erdachtes, sondern zutiefst Erlebtes ist.
»Mittels brillant geschriebener, von ökumenischem Geist geprägter Bücher führt Nigg nach und nach das ganze Spektrum christlicher Existenzmöglichkeiten vor Augen.«
Walter Nigg verfolgt das personifizierte Böse durch die Jahrhunderte und zeigt eindrücklich, welche Auswirkungen der Teufelsglauben in frühen Jahrhunderten auf die kollektive Psyche hatte. Eingehend stellt er sowohl den Kampf der Heiligen mit den dunklen Mächten als auch die dichterischen Anstrengungen moderner Schriftsteller dar, dem Bösen zu begegnen. Baudelaires scharfsichtige Beobachtung, wonach es »die vollkommene List des Teufels« sei, den Menschen zu überreden, daß er gar nicht existiere, sieht Nigg in neuerer Zeit erfüllt. Dieser Täuschung, der Verleugnung und Verdrängung des Bösen als fester Größe, ist auch die Gegenwart zum Opfer gefallen, ohne zu merken, daß sie ihm gerade dadurch nahezu unbeschränkte Macht verleiht. Ein engagiertes, anregendes Buch.
In einer zunehmend mobilen Welt, in der Schnelligkeit Trumpf ist und Langsamkeit verpönt, erleben Pilgerreisen seit einigen Jahren einen unerwarteten Aufschwung. Walter Nigg befaßt sich anhand dreier Beispiele mit dem Thema der zeitlosen Wanderschaft und lädt uns dazu ein, die jahrhundertealte Tradition des Pilgerns kennenzulernen.
Was haben uns Heilige heute noch zu sagen? Jenseits aller religiösen Verbrämung versucht der reformierte Theologe auf diese Frage eine Antwort zu finden. Anhand von elf großen Heiligen zeigt er, wie auch sie mit dunklen Mächten in sich zu kämpfen hatten. Und wie sie dennoch zu Leitbildern und Ausnahmemenschen wurden.
Auf der Suche nach dem »wahren Bild des Menschen« beschreibt und deutet Walter Nigg mit großem psychologischem Einfühlungsvermögen die Verfehlungen der »Gegenspieler der Heiligen«, ohne deren Größe zu negieren. Dargestellt werden die Lebensläufe der ›Großen Unheiligen‹ König Saul, Judas Ischariot, Heloise, Kaiser Friedrich II., Michael Bakunin, Charles Baudelaire und Friedrich Nietzsche.
Der reformierte Theologe, Schriftsteller und em. Professor für Kirchengeschichte Walter Nigg veranschaulicht in diesem Werk zunächst das Wesen der Heiligen an den konkreten Gestalten von Augustinus, Konrad von Konstanz, Heinrich und Kunigunde, Hildegard von Bingen, Albertus Magnus und Thomas von Aquin. Der zweite Teil ist den Dichtern gewidmet. Mit Ausnahme von Nikolai Lesskow gehören sie alle Niggs Generation an. Es sind Menschen, die dem Autor auf seinem Lebensweg perönlich begegnet sind, Menschen, die Dichtung noch als etwas Göttliches inmitten eines schweren Lebens erfuhren.
Mystik als ›das Gebiet am Grenzrand des Glaubens, das Gebiet, in dem die Seele Atem holt zwischen Wort und Wort‹ (Martin Buber), spielte in der katholischen Tradition schon immer eine wichtige Rolle (neben oder entgegen der offiziellen Lehre), und zahlreiche Mystiker – von Augustin bis Ignatius – wurden heiliggesprochen. Wie steht es mit dem Protestantismus? Kennt auch er, neben der aufs biblische Wort ausgerichteten Lehre, mystische Strömungen? Dieser Frage ist Walter Nigg als ein wahrer Entdecker nachgegangen. Dargestellt werden folgende Mystiker des 16. bis 19. Jahrhunderts: Martin Luther, Thomas Müntzer, Kaspar Schwenckfeld, Sebastian Franck, Valentin Weigel, Johann Arndt, Jakob Böhme, Angelus Silesius, Johann Georg Gichtel, Georg Fox, Peter Poiret, Gottfried Arnold, Gerhard Tersteegen, Friedrich Christoph Oetinger, Michael Hahn, Novalis.