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Inhaltsangabe
Das phantastische Debüt eines Frühvollendeten. Als Lehrling bei einem berühmten Magier findet Arthur Beerholm zu seiner Berufung. Bald füllt er die Säle der großen Städte mit begeisterten Zuschauern. Aber der beste Illusionskünstler aller Zeiten zu sein genügt ihm nicht: Er will über die Grenzen seiner Kunst hinaus, er will mehr als nur den Schein des Wunders. Daniel Kehlmanns erstes Buch erzählt von Aufstieg und Fall, von der Magie der Zahlen, des Zufalls und der Liebe – elegant und präzise, tiefgründig und humorvoll. „Bei Daniel Kehlmann jedenfalls scheint sich der Genieverdacht zu verdichten.“ (Gustav Seibt in der Süddeutschen Zeitung)
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 02.07.2007
Autor/Autorin: Daniel Kehlmann
Einband: Taschenbuch
Auflage: 6. Auflage
Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 250
ISBN: 9783499245497
Pressestimmen
»In all seinen Büchern … beschäftigt sich Daniel Kehlmann mit Menschen von außergewöhnlicher Intelligenz, die auf höchst unterschiedliche Weise herauszufinden suchen, was die Welt zusammenhält.«
FAZ.NET
»Bei Daniel Kehlmann jedenfalls scheint sich der Genieverdacht zu verdichten.«
Süddeutsche Zeitung
Herstellerinformationen
Rowohlt Verlag GmbH Kirchenallee 19 20099 Hamburg DE
Ob Salman Rushdie, Karl Kraus oder Jonathan Franzen: Daniel Kehlmann ist als Leser ein scharfsinnig Rühmender, ein kritisch Liebender, ein Lernender. Dasselbe gilt für ihn als Kinogänger, wenn er sich etwa von Michael Haneke oder Lars von Trier begeistern lässt.
Auskunft über den Autor und Zeitgenossen Daniel Kehlmann gibt er in seinen großen Reden. Er fragt, was ein österreichischer Autor ist, denkt über den historischen Roman nach, und ein Konzert im KZ Mauthausen wird ihm zum Exempel dafür, dass Kunst keinen Ort abseits von der Welt beanspruchen darf.
Der Versicherungsmathematiker Julian ist zu einer Tagung nach Italien eingeladen. Statt sich auf seinen Vortrag vorzubereiten, geht er im nahen See schwimmen, ertrinkt dabei beinahe und fasst darauf den Plan, nach einem fingierten Unfalltod ein ganz anderes Leben anzugehen. Doch der Neubeginn gestaltet sich unerwartet schwierig: Ereignisse aus seiner Vergangenheit begegnen Julian wieder – ist vielleicht alles nur ein Traum?
Daniel Kehlmann erzählt die Geschichte eines Fluchtversuchs und verknüpft die Frage, ob man ein gänzlich anderer werden kann, mit einer bis zur letzten Seite anhaltenden Spannung.
Viele Jahre schon hat sich der Physiker David Mahler mit dem Problem der Zeit beschäftigt, mit der Frage, ob ihre Richtung wirklich unveränderlich ist oder sich nicht doch etwas finden ließe, das ihren Lauf umkehrt, als er eines Nachts im Traum eine Entdeckung macht. Am nächsten Morgen hält er einen Stoß beschriebener Blätter in den Händen, die das älteste Gesetz der Natur infrage stellen und damit die Grundfesten der Welt. Wird endlich ein Menschheitstraum wahr? Sollte es möglich sein, in die Zukunft zu schauen? Und können die Menschen diesen Blick aushalten? Mahler will seiner ungeheuren Entdeckung Gehör verschaffen, aber das gestaltet sich ausgesprochen schwierig. Er sucht den Beistand des Nobelpreisträgers Valentinov, doch seltsame Zufälle verhindern immer wieder ein Zusammentreffen. Hier sind höhere Mächte am Werk, sie sind nicht freundlich, und sie haben kein Mitleid, und mit jedem Schritt und jeder Zeile stürzt Mahler tiefer in sein Verderben.
Ein Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod: Ihre Wege kreuzen sich in einem Geflecht von Episoden zwischen Wirklichkeit und Schein. Ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbarer Wendungen – komisch, tiefgründig und elegant erzählt vom Autor der «Vermessung der Welt».
«Daniel Kehlmann hat mit seinem neuen Roman Weltliteratur geschaffen.» (Die Weltwoche)
Daniel Kehlmanns Roman über einen Filmregisseur im Dritten Reich: «Der beste deutsche Autor seiner Generation zeigt, wie auch ein großer Künstler an moralischen Kompromissen mit dem Bösen zuschanden gehen kann. Blendend, ein wahrer Pageturner.» Salman Rushdie
Einer der Größten des Kinos, vielleicht der größte Regisseur seiner Epoche: Zur Machtergreifung dreht G. W. Pabst in Frankreich; vor den Gräueln des neuen Deutschlands flieht er nach Hollywood. Aber unter der blendenden Sonne Kaliforniens sieht der weltberühmte Regisseur mit einem Mal aus wie ein Zwerg. Nicht einmal Greta Garbo, die er unsterblich gemacht hat, kann ihm helfen. Und so findet Pabst sich, fast wie ohne eigenes Zutun, in seiner Heimat Österreich wieder, die nun Ostmark heißt. Die barbarische Natur des Regimes spürt die heimgekehrte Familie mit aller Deutlichkeit. Doch der Propagandaminister in Berlin will das Filmgenie haben, er kennt keinen Widerspruch, und er verspricht viel. Während Pabst noch glaubt, dass er dem Werben widerstehen, dass er sich keiner Diktatur als der der Kunst fügen wird, ist er schon den ersten Schritt in die rettungslose Verstrickung gegangen.
Daniel Kehlmanns Roman über Kunst und Macht, Schönheit und Barbarei ist ein Triumph. «Lichtspiel» zeigt, was Literatur vermag: durch Erfindung die Wahrheit hervortreten zu lassen.
Daniel Kehlmann schreibt mit großem Erfolg auch fürs Theater. «Geister in Princeton» ist eine historische Phantasie über Kurt Gödel, der an Geister glaubte. In der Komödie «Der Mentor» treffen zwei Schriftsteller aufeinander, was zum verbalen Zweikampf wird. Im Echtzeit-Krimi «Heilig Abend» verhört ein Polizist am Weihnachtstag eine Frau, weil er sie verdächtigt, um Mitternacht einen Anschlag verüben zu wollen. Und in der «Reise der Verlorenen» geht es um die Irrfahrt der St. Louis, auf der die Nazis 1939 knapp tausend Juden aus dem Land ließen. Mal dramatisch, raffiniert und spannend, mal feinsinnig, geistreich und mit Witz – Kehlmanns Stücke stehen seinen gefeierten Romanen in nichts nach.
Sprachgewaltig, modern, mitreißend: Der Spiegelbestseller über eine legendäre historische Figur und eine aus den Fugen geratene Welt vom international gefeierten Daniel Kehlmann. Tyll Ulenspiegel - Vagant, Schausteller und Provokateur - wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und mittendrin Tyll, jener rätselhafte Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.
Ein einsam gelegenes Ferienhaus. Tief unten das Tal mit seinen würfelkleinen Häusern, eine Serpentinenstraße führt hinauf. Das kalte Blauweiß der Gletscher, schroffer Granit, die Wälder im Dunst – es ist Dezember, Vorweihnachtszeit. Ein junges Ehepaar mit Kind hat sich für ein paar Tage dieses komfortable Haus gemietet, doch so richtig aus der Welt sind sie nicht: Das Kind erzählt wirre Geschichten aus dem Kindergarten, die Frau tippt Nachrichten auf dem Telefon, und der Mann - ein Drehbuchautor, von dem ein Produzent den zweiten Teil seiner erfolgreichsten Komödie erwartet - schreibt Ideen und Szenen in sein Notizbuch. Aber mehr und mehr notiert er auch anderes - eheliche Spannungen, Zwistigkeiten, vor allem die seltsamen Dinge, die rings um ihn geschehen. Denn mit dem Haus stimmt etwas nicht. Daniel Kehlmanns phantastische Erzählung ist im doppelten Wortsinn unheimlich, die Spirale in den Abgrund entwickelt einen starken Sog – umso mehr, als dem Schrecken etwas zur Seite gestellt wird: die wechselnden Stimmungen in der Familie, das Nebeneinander von Liebe und Gereiztheit, die Sorge um das Kind. «Das Geheimnis ist, dass man sich ja doch liebt.» Ist es so? Allmählich verschwimmen die Konturen, und der Boden beginnt zu wanken.
„Eine literarische Sensation.“ (Guardian) Mit hintergründigem Humor schildert Daniel Kehlmann das Leben zweier Genies: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Er beschreibt ihre Sehnsüchte und Schwächen, ihre Gratwanderung zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg. Ein philosophischer Abenteuerroman von seltener Phantasie, Kraft und Brillanz. „Ein großes Buch, ein genialer Streich.“ (Frankfurter Rundschau)
Die Stuttgarter Zukunftsrede: Ein Besuch in der Welt, die kommt
Im Februar 2020 reiste Daniel Kehlmann von New York ins Silicon Valley, wo man ihn eingeladen hatte, gemeinsam mit einer Künstlichen Intelligenz eine Kurzgeschichte zu verfassen. In »Mein Algorithmus und Ich« erzählt er von dieser Reise und von seiner experimentellen »Zusammenarbeit« mit dem Algorithmus. Es wird viel über Künstliche Intelligenz und ihre Gefahren gesprochen, aber wie fühlt es sich tatsächlich an, mit einem hochentwickelten Programm dieser Art umzugehen? Was erlebt man, und was lässt sich daraus folgern? Daniel Kehlmann berichtet von einem Besuch in der Zukunft und von dem, was danach geschah.