Barfuß durch Hiroshima 4
Hiroshima, zwei Jahre nach der Bombe: Die Stadt ist ein Trümmerfeld, und zwischen den Ruinen wächst der erste Weizen.
Band 4 der Manga-Autobiografie begleitet Gen durch die Jahre 1945 bis 1947. Japan steht unter amerikanischer Besatzung, auf dem Schwarzmarkt kämpfen Yakuza-Banden um Einfluss, und immer noch sterben Menschen qualvoll an den Folgen der radioaktiven Strahlung. Gen und seine Mutter organisieren Essen, Wasser, ein Dach über dem Kopf. Gleichgültigkeit und Hilfsbereitschaft begegnen ihnen oft am selben Tag. Keiji Nakazawa erzählt seine eigene Kindheit, ohne zu beschönigen: Waisenkinder in Erdlöchern, Hunger, Narben, die niemand sehen will. Dazwischen: kleine Momente von Wärme, Frechheit und Trotz. Der schlichte Schwarz-weiß-Strich im Stil der frühen 1970er-Jahre-Manga gibt dem Schrecken eine unaufgeregte Direktheit, die stärker wirkt als jede Dramatisierung. Mit diesem Band findet Gens Geschichte ihren Abschluss – und am Ende steht die Hoffnung.
- Klar und schonungslos gezeichnet: Der schlichte Schwarz-weiß-Strich der 1970er Jahre mit runden Kindergesichtern lässt den Schrecken umso härter wirken.
- Erlebt, nicht recherchiert: Keiji Nakazawa hat den Abwurf selbst überlebt – was er zeichnet, hat er erlebt.
- Abschluss der vierteiligen Ausgabe: Der Band rundet Gens Geschichte ab und funktioniert dank knapper Einordnung auch für Neueinsteiger.
- Preisgekrönt und prägend: 2006 mit dem Max-und-Moritz-Preis als bester Manga ausgezeichnet, in zahlreiche Sprachen übersetzt und Vorlage für Animationsfilme.
- Ruhiges, eindringliches Erzähltempo: Nakazawa wechselt zwischen dokumentarischer Genauigkeit und persönlichen Momenten – das macht den Band auch für Manga-Einsteiger zugänglich.
Empfohlen ab 14 Jahren: der bewegende Schlussband einer preisgekrönten Manga-Autobiografie über die Nachkriegszeit in Japan, menschlich, direkt und historisch genau.










