
Backroom
Inhaltsangabe
Ein faszinierendes Gemeinschaftsprojekt führt zu einem außergewöhnlichen Buch
Ein Theaterstück, das sich liest wie ein Roman
Über das Frausein, Männerrollen und die Suche nach einem Ausweg
Lara, Agnes, June – drei Schauspielerinnen sprechen für die gleiche Rolle vor. Keine von ihnen bekommt sie. Und keiner von ihnen gelingt es, den Warteraum nach dem Casting zu verlassen. Sie sind auf magische Weise gefangen. Anfangs ungläubig, durchleben sie eine Nacht voller Geschichten, Lügen, Nähe und Wut. Erst scheinen sie nur wenig gemeinsam zu haben, doch als die Masken fallen, begreifen sie, dass es etwas gibt, das sie alle verbindet.
Was tun drei Frauen, die sich nicht kennen und die lediglich ein Casting in diesen Vorraum zusammenführte, den sie trotz offener Tür nun nicht verlassen können und in dem es außer ihnen nur noch einen Snackautomaten gibt, in dem eine vereinzelte Tüte Chips festhängt? Erst einmal die anderen beobachten und in Vorurteilsschubladen stecken, und irgendwann über Männer reden: den Intendanten, den Agenten, die Schauspielerkollegen, die Ex-Freunde, den Geliebten… Agnes, Lara und June – es eint sie fast lediglich der Umstand, dass sie Frauen sind. Doch je mehr sie sich einander anvertrauen, ihre Geschichten miteinander teilen, um so deutlicher wird, dass die gleichen Zweifel sie plagen und sie auf die gleichen Fragen Antworten suchen. Nicht nur nach dem Ausweg aus diesem verfluchten Raum.
Produktdetails
- Erscheinungsdatum: 24.03.2027
- Autor/Autorin: Benedict Wells,Diana Steinmetz
- Einband: Hardcover
- Auflage: 1
- Verlag: Diogenes
- Sprache: Deutsch
- Seitenanzahl: 240
- ISBN: 9783257074123
CineBuch-Redaktion
Unsere Einschätzung
»Backroom« ist ein Theaterstück, das Benedict Wells gemeinsam mit Diana Steinmetz geschrieben hat. Drei Schauspielerinnen, Lara, Agnes und June, sind beim Casting für dieselbe Rolle leer ausgegangen und sitzen danach in einem kargen Vorraum fest, obwohl die Tür offen steht. Eine Nacht lang kommen Vorurteile, Geständnisse und Erfahrungen mit Männern in Beruf und Privatleben zur Sprache, bis sichtbar wird, was die drei verbindet.
Aus Romanen wie »Vom Ende der Einsamkeit« kennt man Benedict Wells als Erzähler, »Backroom« dagegen ist ein Bühnentext. Das Stück verspricht ein dichtes Kammerspiel, in dem drei Fremde einander erst taxieren und dann nach und nach mehr von sich preisgeben. Lesekreise dürften darin reichlich Gesprächsstoff finden, und mit drei Frauen in einem einzigen Raum lädt der Text geradezu zum Lesen mit verteilten Rollen ein.
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