»Immer wenn ich gerade beschlossen habe, weniger zu schreiben und stattdessen etwas für meine Gesundheit zu tun - vielleicht Eistanz oder so –, ruft mich garantiert irgendein glattzüngiger Verleger an und macht mir ein Angebot, das ich unmöglich ablehnen kann. In gewisser Weise ist dieses Buch also schlicht das Ergebnis meiner unterentwickelten Fähigkeit, nein zu sagen.« Ob Rezensionen zu John Updike und Toni Morrison oder eine Würdigung Dashiell Hammets; ob ein Afghanistan-Reisebericht, der zur Grundlage für den Report der Magd wurde, ob leidenschaftliche Schriften zu ökologischen Themen, herrlich komische Geschichten über »meine peinlichsten Momente« oder Nachrufe auf einige ihrer großen Freunde und Autorenkollegen: Margaret Atwoods Vielfalt, ihr großes Engagement und ihr herrlicher Witz machen dieses durchaus lehrreiche Kompendium zu einem Riesen-Lesevergnügen.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 01.02.2019
Autor/Autorin: Margaret Atwood
Übersetzung: Christiane Buchner, Claudia Max, Ina Pfitzner (aus dem Englischen)
Einband: Taschenbuch
Auflage: 1. Auflage
Verlag: Piper
Sprache: Deutsch
Größe (L/B/H): 187/120/30 mm
Seitenanzahl: 480
ISBN: 9783492313827
Pressestimmen
»In diesen äusserst klugen und bisweilen kühnen Essays ist auf jeder Seite zu erkennen, wie Atwoods Denken ausserhalb der Fiktion funktioniert.«
Neue Zürcher Zeitung, 11. März 2018
»Es ist ihr wohl persönlichstes Buch: In vielen dieser Texte schreibt sie in ihrer wunderbaren humorvollen Art auch über ihre eigenen Leseerfahrungen (...).«
aviva-berlin.de, 9. Januar 2018
»Sie schreibt ›Aus Neugier und Leidenschaft‹, egal ob über andere Autoren, Umwelt oder Politik, und natürlich so klug und komisch wie immer.«
Nürnberger Zeitung, 29. Dezember 2017
»Eine Frau, die so wunderbar ironisch erläutert, warum ein Vortrag von ihr ohne ›Synekdochen und Metonymien‹ auskommt, muss man einfach ins Herz schließen.«
Badische Zeitung, 16. Dezember 2017
»›Aus Neugier und Leidenschaft‹ ist ein einziges großes Plädoyer für die Phantasie, dafür, aus ihr heraus stetig neue Hoffnung und Menschlichkeit wachsen zu lassen, auch wenn die Lage ernst ist.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. November 2017
»Wer mehr über Margret Atwood, die internationale Literatur der letzten 40 Jahre, und über das Handwerk des Schreibens erfahren will, für den ist diese so vieles erfassende Essaysammlung ›Margret Atwood – Neugier und Leidenschaft‹ eine Goldmine.«
BR 2 "Diwan", 18. November 2017
»Dieser Titel führt eine Sammlung fulminanter Essays, Vorträge, Nachrufe und Vorworte, die Margaret Atwood im Laufe der vergangenen 50 Jahre verfasst hat. (…) Ein wunderbares Lesebuch, durch das man zudem viel Biografisches erfährt.«
Bremer Nachrichten, 9. November 2017
»Jeder Essay in diesem Sammelband führt den Lesern ein kleines Teilchen des Universums vor Augen, klug und unterhaltsam. Wer sich darauf einlässt, wird mitgenommen.«
Süddeutsche Zeitung, 8. November 2017
»In ihrem jetzt erscheinenden Band ›Aus Neugier und Leidenschaft‹ erhalten wir eine gute Übersicht über ihr jahrzehntelanges Schaffen. Wo bis jetzt neben drei Gedichtbänden im Wesentlichen Atwoods Romane ins Deutsche übersetzt wurden liegt nun mit diesem Buch eine Sammlung von Gelegenheitstexten vor, die uns ein Stück weit an ihrem Leben und Schreiben teilnehmen lässt.«
Virginia Frauenbuchkritik, Herbst 2017
Herstellerinformationen
Piper Verlag GmbH Georgenstraße 4 80799 München DE
Wofür hat man denn Freundinnen? Eine Geschichte über weibliche Solidarität von der Autorin von Der Report der Magd Ein schwüler Tag in Toronto bei Crackern und reichlich Gin Tonic. Drei reizende alte Damen wissen, dass ihnen nicht viel Zeit bleibt, eine Freundin zu rächen. Deren erfolgreiche Romane wurden von einer neidischen Männer-Clique einst derart verrissen, dass sie unter einer Schreibblockade litt. Die Übeltäter sollen nun alle sterben – aber wie ermordet man den ersten so, dass die anderen ahnen, bald der Nächste zu sein? Dass sie es mit der Angst bekommen, während einer nach dem anderen stirbt? Die Polizei aber ahnungslos bleibt, wer hinter dieser Mordserie steckt? – Margaret Atwood in Hochform!
Als Tochter von Wissenschaftler:innen verbrachte Atwood den Großteil ihrer Kindheit in der kanadischen Wildnis – der Start in ein Ausnahme-Leben. Es folgen die Jahre, in denen sie erst Teil der literarischen Bohème und dann zu jener Autorin wurde, deren legendärer »Report der Magd« (geschrieben im Berlin der 1980er Jahre) unsere Welt bis heute prägen. Atwood erzählt, wie es weiterging, lässt uns teilhaben an ihren Freundschaften, am Leben mit ihrem Mann Graeme. Das Ergebnis ist ein farbenfrohes, hochamüsantes Buch voller überlebensgroßer Figuren: Dichter, Bären, Hollywood-Schaupieler ... Ein Einblick in ihr Schreiben, in die Verbindungen zwischen realem Leben und Kunst und in die Funktionsweise eines der kreativsten Köpfe unserer Zeit.
Atwood-Leser:innen wissen es schon lange: Eine der großen Stärken ihrer Lieblingsautorin ist die kurze Form.
Neben zwei umwerfenden Storysequenzen aus dem Leben eines Paares – mit all den großen und kleinen Momenten, aus denen eine lange Liebe besteht – enthält dieser Band viele weitere Geschichten: Zwei beste Freundinnen streiten über die gemeinsame Vergangenheit; wie rettet man jemand vor dem Ersticken; Kabbale und Liebe unter älteren Akademikerinnen; woher weiß man schon, ob die eigene Mutter wirklich eine Hexe ist ... Es geht um geliebte Katzen, eine verwirrte Schnecke, ein märchenerzählendes Alien, Martha Gellhorn, George Orwell und Hypatia von Alexandria.
Wunderbar humorvoll beschrieben geht es um all die großen und kleinen Momente, die eine so lange Liebe ausmachen und damit auch um Abschied und Trauer.
»Margaret Atwood kann einfach alles!« Ann Patchett
»Diese, ihrem verstorbenen Lebensgefährten gewidmeten Reflexionen über Ehe, Sterblichkeit und vielarmige Außerirdische beweisen einmal mehr Atwood Meisterschaft in der kurzen Form.« The Guardian
»Das ist Atwood. Das ist unsere viergesichtige Janus-Göttin – ein Gesicht ist der Vergangenheit zugewandt, eines der Gegenwart, eines der Zukunft und das vierte ist in einem Raumschiff und erzählt Geschichten über Pferde als Zwischenmahlzeit. Lang möge sie regieren! « The New York Times
»Es gibt keine größere lebende Autor:in!« Daily Telegraph
Wer Margaret Atwood kennenlernen will, muss ihre Gedichte lesen.
Margaret Atwood ist eine der berühmtesten Romanautorinnen der Gegenwart; ihr »Report der Magd« ist fast schon ein Mythos. Aber wer mehr über den Menschen Margaret Atwood wissen will, muss ihre Gedichte lesen, denn es ist ihre Lyrik, in der sie von sich selbst erzählt. Hier begegnet man der leidenschaftlichen Kanadierin, der Feministin und der Umwelt-Aktivistin. Aber vielleicht noch mehr entdeckt man die Reisende und die Naturliebhaberin, das Kind und die Mutter, die Geliebte und die Liebende. Für diese zweisprachige Ausgabe wurde aus den rund zwanzig Lyrikbänden, die Margaret Atwood zwischen 1966 und 1995 veröffentlichte, eine repräsentative Auswahl getroffen. Ein ganzes Leben in Gedichten - in den Übertragungen von Ann Cotten, Ulrike Draesner, Christian Filips, Dagmara Kraus, Elisabeth Plessen, Kerstin Preiwuß, Monika Rinck Jan Wagner und Alissa Walser.
Die lang erwartete Fortsetzung des Weltbestsellers »Report der Magd«
Als am Ende vom »Report der Magd« die Tür des Lieferwagens und damit auch die Tür von Desfreds »Report« zuschlug, blieb ihr Schicksal für uns Leser ungewiss. Was erwartet sie: Freiheit? Gefängnis? Der Tod? Mit »Die Zeuginnen« nimmt Margaret Atwood den Faden der Erzählung fünfzehn Jahre später wieder auf. Das Regime im totalitären Schreckensstaat Gilead ist weiterhin an der Macht, doch die Zeichen, dass der Anfang vom Ende nah ist, werden deutlicher. Im entscheidenden Moment treten drei Frauen für ihre Überzeugungen ein – mit Zeugenaussagen, die Gilead schwer erschüttern werden …
»›Die Zeuginnen‹ übertrifft den Vorgänger an Tempo, Handlungsreichtum und Dialog, es lässt keine Fragen offen.« Süddeutsche Zeitung
Desfred ist Magd in Gilead, wo Frauen weder Beruf noch Freundschaften haben, ja nicht einmal lesen dürfen. Sie dient im Haus des Kommandanten. Dort hat sie nur eine Daseinsberechtigung: Einmal im Monat muss sie sich auf den Rücken legen und beten, dass der Kommandant sie schwängert. Denn in Zeiten zurückgehender Geburten besteht der Wert Desfreds und der anderen Mägde allein darin, dass sie fruchtbar sind. Aber Desfred hat die Zeiten vor Gilead erlebt, als sie eine unabhängige Frau war ... Margaret Atwood selbst hat ihren Klassiker für diese Graphic Novel bearbeitet – und »Der Report der Magd« gewinnt durch die Verdichtung des Textes und die kongenialen Zeichnungen Renée Naults noch einmal eine ganz eigene Dringlichkeit und Intensität.
Wer wohnt schon gern in seinem Auto? Stan und Charmaine, durch die Wirtschaftskrise in Not geraten, sind verzweifelt. Das Positron Project, ein »soziales Experiment«, verspricht ein Leben in Sicherheit. Hastig unterschreiben sie, obwohl die Bedingungen eigenwillig sind – alle Bewohner der Stadt Consilience wechseln monatlich zwischen dem Status eines Gefangenen und dem eines Freien. Zunächst läuft alles bestens – auch wenn Charmaine und Stan jeweils eine sexuelle Obsession für ihre Hauspartner entwickeln – also jene Leute, die ihr Heim bewohnen, wenn sie selbst im Gefängnis sind. Doch dann finden sich die beiden durch einen »Buchungsfehler« in verschiedenen Zyklen wieder, und bald ist viel mehr gefährdet als nur ihre Ehe ...
Eine Pandemie ist über die Erde hinweggefegt und hat die Menschheit ausgelöscht. Nur einige wenige haben überlebt. Verlassene Städte, überschwemmtes Land, mutierte Tiere – kunstvoll verbindet Margaret Atwood Abenteuer, Thriller und Liebesgeschichte und zeigt sich erneut als eine Autorin von verblüffender Jugendlichkeit und Kühnheit. Kein Untergang, dem diese Autorin nicht mit Humor und erzählerischer Verve beikommen würde.
»Katzenauge«, einer der erfolgreichsten Romane von Margaret Atwood, erzählt von der schillernden Gefühlswelt kleiner Mädchen. Die erwachsene Elaine erinnert sich an ihre Freundschaft mit Cordelia, die, grausam und schlagfertig, der Quälgeist ihrer jungen Jahre war. Ein großer Roman über die Kindheit und die von Hassliebe geprägte Beziehung zweier Frauen.
In zehn Geschichten erzählt Margaret Atwood von Frauen am Wendepunkt ihres Lebens. Auf hochintelligente Weise arbeitet Margaret Atwood dabei mit der Zeit: Dinge, die im unmittelbaren Erleben eindeutig erscheinen, erweisen sich im Rückblick nach vielen Jahren als schillernd. Und wenn man im Nachhinein auf eine Karriere, auf ein Leben blickt, entfaltet sich erst die Ironie, die in einer Situation liegen kann.