Arno Schmidt

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Inhaltsangabe
Arno Schmidt (1914–1979) war ein Mythos schon zu Lebzeiten: Der Schriftsteller galt als der große Einsame, der, abgeschlossen von der Welt, in dem Heidedorf Bargfeld sein Leben ganz der künstlerischen Arbeit unterwarf. Er trat an mit der Devise, die Welt durch Esprit rasend zu machen, und spielte in der Literatur der Nachkriegszeit den «Berserker», der mit Wortwitz und Einfallsreichtum gegen die Verhältnisse Amok lief.   Das Bildmaterial der Printausgabe ist in diesem E-Book nicht enthalten.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.03.2023
  • Autor/Autorin: Wolfgang Martynkewicz
  • Format: E-Book
  • Dateiformat: EPUB
  • Kopierschutz: Wasserzeichen
  • Dateigröße: 2.2 MB
  • Verlag: ROWOHLT E-BOOK
  • Sprache: Deutsch
  • Umfang: 160 Seiten
  • ISBN: 9783644017740
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  • Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
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ROWOHLT E-BOOK

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Salon Deutschland

€16,99

Ein Salon schreibt Geschichte.

Man dachte groß von der Kunst und der Literatur im Haus des Verlegerehepaars Hugo und Elsa Bruckmann. Man glaubte an die kultivierende Kraft, die das Leben umgestaltet, reinigt und erneuert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam ein elitärer Kreis von Künstlern und Literaten zusammen, eine sich unpolitisch verstehende Opposition, die ein gemeinsames Gefühl einte – das Unbehagen an der Moderne. Im Salon Bruckmann rezitierten Rainer Maria Rilke, Hugo von Hofmannsthal und Stefan George ihre Gedichte, der Gelehrte Norbert von Hellingrath dozierte über die Lyrik Hölderlins, der Münchner Jugendstilarchitekt Richard Riemerschmid forderte eine Gesellschaft des „guten Geschmacks“, der Kulturphilosoph Rudolf Kassner sprach von menschlicher Größe, die nur dann zur Wahrheit komme, wenn sie sich über das „Vulgäre, Willkürliche und Mittelmäßige“ erhebe, Harry Graf Kessler erzählte von Paul Gauguin, Pierre Bonnard und dem Bildhauer Maillol, und auch Thomas Mann schaute gelegentlich vorbei. Im Mittelpunkt der Geselligkeiten standen die Charismatiker, die Visionäre und Geistesaristokraten. Nach dem Ersten Weltkrieg machte der Salon eine bemerkenswerte Entwicklung durch: Das Verhältnis zur Macht veränderte sich. Im Dezember 1924 trat erstmals Adolf Hitler im Salon auf. Von nun an gehörte er mit Rudolf Heß und Alfred Rosenberg zu den Habitués. War im Hause Bruckmann ein Gesinnungswandel eingetreten? Oder liegen die Gegensätze doch enger beieinander, als es auf den ersten Blick erscheint? 

Gestützt auf zahllose Dokumente erzählt Wolfgang Martynkewicz ein provokantes Kapitel deutscher Geschichte, das geradewegs in die Abgründe und Katastrophen des 20. Jahrhunderts führt und zu dem Experimentierfeld zurückkehrt, das die Moderne zuallererst war.

»Salon Deutschland zeigt, wie Geist und Macht sich in unheiliger Allianz vereinten.« Spiegel online.

»Glänzend erzählt.« Frankfurter Rundschau.

»Eine präzise, stilsichere und differenzierte Darstellung.« F. A. Z.

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