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Inhaltsangabe
Krieg, Gewalttätigkeit, Verbrechen haben ein Ausmaß erreicht, das die Aufdeckung ihrer Ursachen zu einer Frage des Überlebens macht. Keine Lösung, allenfalls Entlastung für das schlechte Gewissen, bietet die These, mit der Konrad Lorenz berühmt wurde. Er erklärte die menschliche Aggression zum Naturgesetz, zum angeborenen Trieb, der vielleicht zu kanalisieren, aber nicht zu unterbinden sei. Ihm erteilt Erich Fromm, einer der bedeutendsten Sozialpsychologen unserer Zeit, eine radikale Absage. Er beschreibt detailliert – am eindringlichsten in den brillanten Studien zu Stalin, Himmler und Hitler –, aus welchen individuellen und sozialen Ursachen die Unfähigkeit, zu lieben und sich rational zu verhalten, erwächst und wie sie notwendig zu der Leidenschaft führt, Leben entweder absolut zu kontrollieren oder zu vernichten. Die «Anatomie der menschlichen Destruktivität» ist ein epochemachendes Werk von größter empirischer Sorgfalt und höchster theoretischer Originalität. Es ist eine Verteidigung der menschlichen Würde, ein wohlbegründeter Appell an die Menschheit, ihr Leben und dessen gesellschaftspolitische Bedingungen zu verändern.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 01.02.1977
Autor/Autorin: Erich Fromm
Übersetzung: Liselotte Mickel, Ernst Mickel
Einband: Taschenbuch
Auflage: 29. Auflage
Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Größe (L/B/H): 190/125/36 mm
Seitenanzahl: 576
ISBN: 9783499170522
Herstellerinformationen
Rowohlt Verlag GmbH Kirchenallee 19 20099 Hamburg DE
Krieg, Angst, Gruppennarzissmus: Texte von bestürzender Aktualität
Erich Fromm hat als Sozialpsychologe ein beeindruckendes Werk geschaffen. Seine Erkenntnisse über die Pathologie der Normalität, menschliche Destruktivität und den Gruppennarzissmus sind von einer erschütternden Gegenwärtigkeit. Seine Antworten darauf sind weiterhin aktuell. Fromm hat den neuen Humanismus vorgedacht, der heute wichtiger ist als je zuvor.
Rainer Funk, Fromms letzter Assistent und sein Nachlassverwalter, hat bestechend hellsichtige Texte ausgewählt und mit einem Vorwort eingeleitet.
Wer Erich Fromm und seine Theorien kennenlernen möchte, erfährt hier mehr als in jeder Biografie.
›Jenseits der Illusionen‹ hat Erich Fromm selbst als seine »intellektuelle Autobiografie« bezeichnet. Er erzählt und deutet hier Stationen seines Lebens und seines Denkens, etwa wie sein Aufwachsen in einer jüdischen Familie, das Erleben des Ersten Weltkriegs in Deutschland und ein Suizid im Bekanntenkreis ihn prägten und in ihm das leidenschaftliche Interesse daran weckten, welche »Gesetze« den Einzelnen und die Gesellschaft beherrschen. Antworten auf seine Fragen fand er in den Schriften von Karl Marx und Sigmund Freud. Aus ihnen bezog er Impulse für sein eigenes Denken und seine Entwicklung als Sozialphilosoph und Psychoanalytiker. In diesem Buch zeigt sich der gemeinsamen Nenner von Marx, Freud und Fromm: dass sich der Mensch von Illusionen befreien muss, um den Humanismus zu verwirklichen.
Erich Fromm: die wichtigsten Schriften zur Religion
Erich Fromm plädiert für eine humanistische Religion. Sein Verständnis ist dabei in hohem Maße religionskritisch. Dennoch versucht er, der spirituellen Dimension des Menschen gerecht zu werden. Humanistische Religion kennt keine personale Vorstellung eines jenseitigen Wesens, sehr wohl aber eine religiöse Erfahrung, die alles bisher Erlebte übersteigt und doch etwas Menschen- Mögliches ist.
Welche Normen und Werte sollten einen Menschen leiten und ihm zur Verwirklichung seines Selbst und seiner Möglichkeiten verhelfen? Der große humanistische Denker Erich Fromm befasst sich mit der Ethik und macht sie zu einem Gegenstand psychologischer Betrachtung. Denn die Frage nach dem rechten Leben und Handeln ist für ihn unlösbar verbunden mit dem Verständnis der menschlichen Natur: »Der Mensch ist allein und zugleich steht er in Beziehung.«
Erich Fromm thematisiert in diesem Buch die Fähigkeit des Menschen zu zerstören, seinen Narzissmus und seine inzestuöse Fixierung. Für Fromm erhebt sich die Frage, »ob wir uns auf eine neue Barbarei zubewegen ... oder ob eine Renaissance unserer humanistischen Tradition möglich ist«.
Der zeitlose Klassiker über Konsum, Freiheit und die Frage: Was macht ein gutes Leben aus?
1976, vier Jahre vor seinem Tod, erschien mit ›Haben oder Sein‹ das neben der ›Kunst des Liebens‹ berühmteste und bedeutendste Buch Erich Fromms, in dem er Gedankengänge früherer Werke bewusst anschaulich und prägnant resümiert. In diesem Klassisker stellt der Psychoanalytiker und Sozialphilosoph zwei Grundhaltungen gegenüber: eine Lebensweise, die sich am Haben orientiert – und eine, die auf Sein, innere Lebendigkeit und echte Produktivität zielt. Fromm beschreibt die Existenzweise des Habens als Treiber der Probleme moderner Zivilisation, während die Existenzweise des Seins die Möglichkeit eines erfüllten, nicht entfremdeten Lebens eröffnet.
Anschaulich und prägnant bündelt Fromm hier zentrale Gedanken seines Gesamtwerks und zeigt, warum ›Aktivität‹ nicht mit bloßer Geschäftigkeit zu verwechseln ist: Wer weniger vom Haben bestimmt wird, kann zu sich selbst finden und menschliche Fähigkeitenwirklich produktiv einsetzen.
Ein Buch für alle, die sich fragen, was im Leben wirklich zählt – und die eigene Haltung zu Besitz, Erfolg und Erfüllung neu betrachten möchten.
Von Erich Fromm ist bei dtv außerdem erschienen:
»Die Furcht vor der Freiheit«
»Wege aus einer kranken Gesellschaft«
»Die Kunst des Liebens«
»Die Seele des Menschen«
»Den Menschen verstehen«
»Ihr werdet sein wie Gott – Psychoanalyse und Religion«
»Die Fragen, nicht die Antworten machen das Wesen des Menschen aus.« Erich Fromm
»Glücklich sein heißt immer neuere und bessere Waren konsumieren, sich Musik, Filme, Vergnügen, Sex, Alkohol und Zigaretten einverleiben … Jedermann ist ›glücklich‹ – nur fühlt er nichts, kann er nicht mehr vernünftig denken und kann er nicht mehr lieben.«
Diese ernüchternde Diagnose des »Patienten« Gesellschaft aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts könnte zugleich Befund der heutigen Zeit sein. In seiner sozialpsychologischen Untersuchung unterzieht Erich Fromm die westliche Konsumgesellschaft einer kritischen Bestandsaufnahme und erkennt in der Entfremdung des Menschen von sich selbst und seinen Produkten die Wurzel für eine immer schlimmere seelische Erkrankung. Doch es führen auch Wege zur Genesung, die Fromm in seinen Vorschlägen für wirtschaftliche, politische und kulturelle Neugestaltung konkretisiert.
Erich Fromms Klassiker – jetzt als Geschenkausgabe
»Ist Lieben eine Kunst? Wenn es das ist, dann wird von dem, der diese Kunst beherrschen will, verlangt, dass er etwas weiß und dass er keine Mühe scheut. Oder ist die Liebe nur eine angenehme Empfindung, die man rein zufällig erfährt, etwas, was einem sozusagen ›in den Schoß fällt‹, wenn man Glück hat? Dieses kleine Buch geht davon aus, dass Lieben eine Kunst ist, obwohl die meisten Menschen heute zweifellos das letztere annehmen.«
In seinem vielleicht wichtigsten Buch diskutiert der Psychoanalytiker Erich Fromm die Liebe in all ihren Aspekten: nicht nur die von falschen Vorstellungen umgebene romantische Liebe, sondern auch Elternliebe, Nächstenliebe, Erotik, Eigenliebe und die Liebe zu Gott.
Die Bedeutung der Freiheit für den modernen Menschen
Erich Fromm setzt sich in dieser Monografie mit der Bedeutung der Freiheit für den modernen Menschen auseinander und zeigt, dass er diese Freiheit, verstanden als positive Verwirklichung des individuellen Selbst, noch nicht errungen hat. Ein Grundlagenwerk des berühmten Sozialphilosophen, in dem seine wichtigsten Positionen versammelt sind.
Einsichten und Gedanken aus Erich Fromms Werk – aus seiner Tätigkeit als Psychoanalytiker, aus seiner Erfahrung als Mensch. Erich Fromm war zeit seines Lebens bemüht, Wege zur Entfaltung der menschlichen Möglichkeiten in einer unmenschlich gewordenen Gesellschaft aufzuspüren. Die ausgewählten Gedanken spiegeln sein Lebenswerk in wenigen prägnanten Worten wider. Ob zum Thema Liebe oder Gewalt, Aktivität oder Passivität, Haben oder Sein, Kunst oder Technik – ihre Einfachheit ist bestechend, sie regen zum Nachdenken an und geben neue Antworten auf die eigenen Fragen des Lebens.