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Hörbuch Download
Dateiformat:MP3
Inhaltsangabe
Die Erziehung dieses Sohnes, der Aladin hieß, wurde sehr vernachlässigt, so dass dieser allerhand lasterhafte Gewohnheiten annahm. Er war boshaft, halsstarrig und ungehorsam gegen Vater und Mutter. Kaum war er ein wenig herangewachsen, konnten ihn seine Eltern nicht mehr im Hause zurückhalten. Er ging schon am frühen Morgen aus und tat den ganzen Tag nichts, als auf den Straßen und öffentlichen Plätzen mit kleinen Tagedieben zu spielen, die jünger waren als er.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 01.07.2023
Autor/Autorin: Gustav Weil
Gelesen von:Gerald Pichowetz
Format: Hörbuch-Download
Dateiformat: MP3
Verlag: AUDIO MEDIA DIGITAL HÖRBUCH
Sprache: Deutsch
Abspielbar auf: Abspielbar in MP3-kompatiblen Apps, Smartphones und Playern.
Spieldauer: 189 Minuten
ISBN: 9783991577126
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In einer Stadt Persiens lebten zwei Brüder, von denen der eine Casim, der andere Ali Baba hieß. Da ihr Vater ihnen nur wenig Vermögen hinterlassen und sie dieses Wenige gleichmäßig unter sich aufgeteilt hatten, so sollte man denken, ihre äußeren Umstände müssten ziemlich gleich gewesen sein; aber der Zufall wollte es anders.
In Kairo lebte einst ein Schuhflicker, mit dem Namen Maruf, der eine sehr böse und schlechte Frau hatte, die ihn auf jede mögliche Weise kränkte. Er ließ sich alles gefallen, um öffentliche Szenen zu vermeiden, wurde aber auch immer ärmer, weil er, um Frieden zu haben, alles, was er verdiente, für seine Frau ausgeben musste.
Unter dem Kalifen Harun Arraschid lebte ein Handelsmann der einen Sohn mit Namen Abul Hasan Alchali hatte. Derselbe erhielt bei seines Vaters Tode ein ungeheures Vermögen, das er in zwei Teile teilte; die eine Hälfte sollte unangegriffen bleiben, von der anderen lebte er. Seine gewöhnliche Gesellschaft waren Krieger und Handelsleute, die ihm den einen Teil seines Vermögens bald durchbringen halfen. Dann ging er zu seinen Freunden und Gesellschaftern, stellte ihnen seine Lage vor und sagte ihnen, wie wenig ihm geblieben sei; aber niemand half ihm.
Es war einmal der König Chosru Schah in Persien, der großen Gefallen an nächtlichen Abenteuern fand. Oft ging der neue Sultan Chosru Schah sowohl aus Neigung, als auch weil er es für seine Pflicht hielt, von allem, was da vorging, mit eigenen Augen Einsicht zu nehmen, eines Abends, etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang, mit seinem ebenso wie er verkleideten Großwesir aus seinem Palast. Als er nun in das Stadtviertel kam, wo nur niedriges Volk wohnte, hörte er in einer Straße, die er durchstrich, ziemlich lautes Sprechen. Er näherte sich dem Haus, von welchem die Töne kamen, blickte durch eine Spalte der Tür hinein und sah um ein Licht drei Schwestern, die auf einem Sofa saßen und sich nach dem Abendessen miteinander unterhielten.
Unter der Regierung des Kalifen Harun Arraschid lebte in Bagdad ein Kaufmann, namens Ali Chodjah, der zwar nicht zu den reichsten, aber auch nicht zu den ärmsten gehörte, im Haus seiner Väter wohnte und weder Weib noch Kinder hatte. In der Zeit, da er, ganz sein eigener Herr, zufrieden vom Ertrag seines Handels lebte, hatte er drei Nächte hintereinander einen Traum, worin ihm ein ehrwürdiger Greis mit strengem Blick erschien war und einen heftigen Verweis gegeben hatte, weil er die vom Gesetz vorgeschriebene Wallfahrt nach Mekka noch nicht gemacht habe.
Es hat einmal einen sehr eifersüchtigen Mann gegeben, der eine schöne, liebenswürdige und tugendhafte Frau hatte. Obgleich er sich wegen dieser Frau nie auf Reisen begab, so musste er doch einmal eine notwendige Reise unternehmen. Da ging er auf den Geflügelmarkt, kaufte dort einen Vogel und brachte ihn nach Hause, damit er in seiner Abwesenheit als Wache dienen möge und ihm, was in seinem Hause vorgegangen war, erzähle. Dieser Papagei war sehr schlau und listig.
Es war einmal ein reicher, wohlhabender Mann, der viele Güter, Sklaven, Bediente, Weiber und Kinder besaß, und in allen Ländern Waren und Schulden ausstehen hatte. Dieser bestieg einst sein Tier, nachdem er einen Quersack mit Lebensmitteln aus Zwieback und Datteln aus Mekka gefüllt hatte, und reiste nach Gottes Willen viele Tage und Nächte.
Ein König von Baßrah besaß große Reichtümer. Seine Untertanen liebten ihn, aber er hatte keine Kinder, und das betrübte ihn über die Maßen. Also veranlasste er alle heiligen Männer in seinen Staaten durch namhafte Geschenke, den Himmel für ihn um einen Sohn zu bitten, und ihre Gebete waren nicht erfolglos: die Königin wurde schwanger und gebar glücklich einen Sohn. welcher den Namen Zeyn Alasnam, d. h. Zierde der Bildsäulen, erhielt. Der König ließ alle Sterndeuter seines Reiches zusammenrufen und befahl ihnen, dem Kind das Horoskop zu stellen.
Der Sultan von Persien war auf der Jagd, als er plötzlich in der Ferne ein riesiges schwarzes Haus sah. Er ging darauf zu und siehe da, es war ein Schloss, aus schwarzen Steinen gehauen und mit eisernen Platten belegt, das unter einem glücklichen Gestirn gebaut war. Das Schloss hatte ein Tor, von welchem ein Flügel durch den anderen Flügel geschlossen war. Der König freute sich und klopfte leise, hörte aber keine Antwort; er klopfte noch einmal etwas stärker, hörte wieder nichts und erblickte auch niemanden.
Ein Maler namens Mahmud sah eines Tages bei einem seiner Freunde das Bild einer Frau, in welche er sich leidenschaftlich verliebte. Er ruhte nicht eher, als bis er erfuhr, wo sie wohnte und er entdeckte, dass seine Geliebte eine der Sklavinnen des Wesirs sei, und überlegte darauf seinen Plan.