Rebecca Solnit, Jahrgang 1961, ist eine der bedeutendsten Essayistinnen und Aktivistinnen der USA. Sie ist Mitherausgeberin des Magazins Harper's und schreibt regelmäßig Essays für den Guardian. Für ihre Werke erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den renommierten Book Critics Circle Award. Ihr Essay «Wenn Männer mir die Welt erklären», auf dem der Begriff «mansplaining» beruht, ging um die Welt. Auf Deutsch erschien von ihr zuletzt «Orwells Rosen». Solnit gehört dem Vorstand der Klimagruppe Oil Change International an und hat kürzlich das Klimaprojekt Not Too Late ins Leben gerufen.
Rebecca Solnits neuer Essay ist die beste erste Hilfe gegen politische Depression. Ihre so überraschende, wie gute Nachricht: Die Welt hat sich zum Besseren gewandelt. Während nationalistische und autoritäre Tendenzen Isolation und Individualismus vorantreiben, zeigt Solnit eine Welt der Zukunft, die feministisch, antirassistisch, ökologisch geprägt ist. Rebecca Solnit ist nicht nur die bedeutendste Essayistin unserer Zeit, sondern auch eine Stimme der Hoffnung: In ihrem neuen Buch befasst sie sich mit sozialem, politischem, wissenschaftlichem und kulturellem Wandel von 1960 bis heute. Die gute Nachricht: Die Welt hat sich zum Besseren gewandelt. Backlashes sind Ausdruck von progressiver Transformation «Gerade die Wucht der Gegenreaktion ist Beleg für die Bedeutung des Erreichten», so Rebecca Solnit. Wir leben in einer Zeit der Backlashes, autoritäre Tendenzen bestimmen die internationale Politik, Misogynie scheint feministische Erfolge rückgängig zu machen, über den Klimawandel wird kaum gesprochen – doch davon sollten wir uns nicht deprimieren lassen, so Rebecca Solnit, Backlashes sind Ausdruck von progressiver Transformation. Betrachten wir einen längeren Zeitraum,...