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Peter Suhrkamp

Peter Suhrkamp, geboren am 28. März 1891 in Kirchhatten (Oldenburg), war nach dem Besuch des Volksschullehrerseminars (1905–1911) von 1911 bis 1914 Volksschullehrer (1914 holte er als Externer das Abitur am Realgymnasium nach), zuletzt in Bremerhaven. Er nahm als Kriegsfreiwilliger am Ersten Weltkrieg teil (ab 1917 Kompanieführer einer Sturmkompagnie). Nach dem Aufenthalt in einem Sanatorium 1918 studierte er Germanistik. Im folgenden Jahrzehnt wirkte er nacheinander als Lehrer (Odenwaldschule und Freie Schulgemeinde Wickersdorf), zwischen 1921 und 1925 als Dramaturg und Regisseur (Darmstadt) sowie (1925-1929) als Pädagogischer Leiter (Wickersdorf), danach als freier Journalist (Berliner Tagblatt) in Berlin und als Zeitschriftenredakteur im Haus Ullstein (Uhu). 1932 Herausgeber der Hauszeitschrift des S. Fischer Verlags, Die neue Rundschau, wurde er im Herbst 1933 Vorstandsmitglied im Verlag. Nach dessen Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft 1936 leitete er ihn allein. Ab 1942 musste er den Verlag umbenennen in Suhrkamp Verlag. Am 13. April 1944 wurde er verhaftet und wegen »Hochverrat u. Landesverrat« unter Anklage gestellt, am 8. Februar 1945 aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen entlassen. Am 4. Oktober 1945 erhielt er als erster Verleger eine Lizenz von der Britischen Militärregierung für den Suhrkamp Verlag Berlin, kurz danach die einer Amerikanischen Militärregierung. 1950 erfolgte die Trennung von Gottfried Bermann Fischer, als dessen Treuhänder sich Suhrkamp verstanden hatte, und der Eintrag einer Einzelhandelsfirma Suhrkamp Verlag mit Sitz in Frankfurt am Main. 1951 gründete er die Bibliothek Suhrkamp; im selben Jahr erhielt er die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. Peter Suhrkamp starb am 31. März 1959.

Briefwechsel 1935-1959 Erschienen am 18.02.2026

Briefwechsel 1935-1959

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Mit Carl Zuckmayers Wechsel vom Ullstein Verlag zum S. Fischer Verlag nahm 1935 eine enge Freundschaft mit Peter Suhrkamp ihren Anfang, die dieser Briefwechsel dokumentiert.Nach der »Arisierung« des Ullstein Verlags 1934 fand Carl Zuckmayer, einer der erfolgreichsten Dramatiker der Weimarer Republik, im S. Fischer Verlag eine neue verlegerische Heimat. Dort war Peter Suhrkamp sein wichtigster Ansprechpartner bei der Vorbereitung der schließlich von den NS-Behörden verbotenen Veröffentlichung des Romans »Salwàre oder die Magdalena von Bozen«. Damit nahm eine enge Freundschaft ihren Anfang. Sie war nicht zuletzt die Basis dafür, dass Zuckmayer nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso wie Bertolt Brecht die Verhandlungen mit deutschen Theatern über die Vergabe von Aufführungsrechten seiner Stücke ohne jedes Zögern Peter Suhrkamp anvertraute. Umgekehrt suchte Suhrkamp Zuckmayers Rat, als sich nach der Währungsreform abzeichnete, dass eine ursprünglich beabsichtigte Zusammenführung des von 1936 an von Suhrkamp geleiteten S. Fischer Verlags in Deutschland mit dem von Gottfried Bermann Fischer geleiteten Verlagsteil, der ins Exil gezwungen worden war, wegen wachsender...

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