Olivia Frei studierte Populäre Kulturen und neuzeitliche Geschichte und leitet seit 2020 als Geschäftsführerin die Frauenzentrale Zürich. Seit Jahren beschäftigt sie sich vertieft mit Prostitutionspolitik und deren gesellschaftlichen, historischen und ökonomischen Dimensionen. Sie ist in der politischen Debatte der Schweiz vernetzt und bringt feministische Perspektiven in parlamentarische Prozesse ein. International arbeitet sie mit Fachpersonen und Organisationen zusammen und analysiert unterschiedliche gesellschaftliche und rechtliche Umgangsweisen mit Prostitution. Als Expertin wird sie regelmäßig in nationalen und internationalen Medien konsultiert und prägt die öffentliche Diskussion mit. Mit dem Sachbuch "Körper kaufen" liefert sie eine kritische Auseinandersetzung und feministische Analyse des Themas.
Nicht. Frei. Verfügbar.Solidarität statt Systemunterstützung! Über Prostitution im Patriarchat und Wege zu mehr Gleichstellung und SelbstbestimmungProstitution polarisiert, sie ist komplex, emotional aufgeladen und Fakt ist: Es wird sie immer geben – genauso wie die Debatten, die sie begleiten, und die Strukturen, in denen sie existiert und funktioniert. Umso wichtiger ist es, dass wir uns den damit einhergehenden Diskursen feministisch nähern. Das Patriarchat zieht im Konstrukt Prostitution die Fäden. Es zementiert Rollenbilder, verteilt Macht (ungleich) und verhindert wahre Gleichstellung. In "Körper kaufen" beleuchtet Olivia Frei diese Gegebenheit als Teil und Produkt verfestigter Hierarchien und verdeutlicht, dass sie nicht isoliert existiert, sondern untrennbar mit Mechanismen der Unterdrückung verbunden ist.Choice Feminism – wie frei ist die Wahl wirklich und für wen?Sexualität und Sex finden in einem Machtgefüge statt, das Körper zur Ware macht und – vor allem – männliche Anspruchshaltungen normalisiert. In dieser Ordnung, die sowohl auf Ausbeutung als auch kapitalistischen Logiken fußt, und jene, die ausbeuten, mit Privilegien belohnt, stellt Olivia Frei...