Michael Hampe, geboren 1961, studierte Philosophie in Cambridge und Heidelberg sowie Biologie in Heidelberg. Danach lehrte er in Dublin, Kassel und Bamberg und ist seit 2003 Professor für Philosophie an der ETH Zürich sowie Mitglied am dortigen Zentrum Geschichte des Wissens (ZGW).
Im Februar 1677 ordnet Rebecca Spinoza die Hinterlassenschaften ihres Bruders: Manuskripte, Notizen, aber auch Briefe eines Pfarrers aus Batavia, der über das buddhistische Ziel der Befreiung von allem Leid nachdenkt. Ist es ein Zufall, dass sich ähnliche Ideale auch im Werk Spinozas finden? Gibt es so etwas wie eine Weltphilosophie, in der sich westliches und östliches Denken treffen, ohne voneinander gewusst zu haben? Woher kommt der Hochmut des Westens, dem Rest der Welt überlegen zu sein? Michael Hampe und Kai Marchal entdecken auf der Bühne des global vernetzten 17. Jahrhunderts Ideen, die erstaunlich gut in unsere Gegenwart passen: ein großes Lese- und Denkabenteuer zwischen Fiktion und historischer Wirklichkeit.