Katharina Raue entwickelte schon früh eine große Leidenschaft für Gestaltung, Sprache und alles, was sich formen lässt. Mit 17 Jahren studierte sie Design & Fine Arts in London, später molekulare Mikrobiologie und Germanistik in Graz. Ihr Germanistikstudium schloss sie auch tatsächlich als Magistra der Philosophie ab.Ihre berufliche Laufbahn begann sie beim Gastronomiefachmagazin „ROLLING PIN“ – zunächst als freie Mitarbeiterin, später als Chefredakteurin und Leiterin des Kreativbereichs. Neben ihrer redaktionellen Arbeit konzipierte, schrieb und gestaltete sie Kochbücher, moderierte internationale Fachkongresse und reiste für Reportagen durch die Welt der Gastronomie.Heute lebt die gebürtige Österreicherin mit ihrem Mann Tim Raue in Berlin. Als Gründerin von Studio Raue entwickelt sie Marken, gestaltet Räume und visuelle Identitäten und arbeitet als Autorin, Texterin, Kolumnistin und Moderatorin.
Mehr leisten, besser aussehen, gelassener reagieren und dabei bitte ausgesprochen glücklich wirken? Noch ein bisschen geduldiger und pflegeleichter sein? Frauen sollen sich permanent verbessern – selbst dann, wenn sie längst erschöpft davon sind. Und irgendwann schleicht sich zwischen Optimierungswahn, gesellschaftlichen Erwartungen und dem eigenen Spiegelbild eine sehr viel größere Frage ein: »War’s das jetzt?« Katharina Raue hat mit Mitte vierzig eine überraschend befreiende Antwort gefunden: »Nein. Ich bin doch noch nicht fertig.« Entlang der drei großen Ks – Kind, Karriere und Körper – erzählt sie persönlich, klug und herrlich selbstironisch von allem, woran sich Frauen abarbeiten. Und warum sollen Frauen ausgerechnet dann leiser, unsichtbarer und anspruchsloser werden, wenn sie endlich wissen, wer sie sind? Ich bin doch noch nicht fertig erzählt über das metaphorische und das reale Kind, über Leistung und Selbstoptimierung, weibliche Körper, Perimenopause, Freundschaften, Lebensentscheidungen und die wunderbare Gelassenheit, die entsteht, wenn man sich nicht mehr für alles rechtfertigt.