Heinrich von Kleist
Heinrich von Kleist (18.10.1777–21.11.1811) wollte die größte Tragödie aller Zeiten schreiben – und zerbrach daran. Er sehnte sich nach einem freien Deutschland, doch Napoleons Armeen waren nicht aufzuhalten. Seine Hoffnung, politisch und literarisch wirksam zu werden, war zerronnen: Seine Werke waren verkannt, die von ihm herausgegebenen ›Berliner Tagesblätter‹ und das »Kunstjournal« ›Phöbus‹ wurden verboten. »Die Wahrheit ist, dass mir auf Erden nicht zu helfen war«, schrieb er am 20. November 1811. Tags darauf nahm er sich zusammen mit seiner Geliebten Henriette Vogel das Leben.
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Geistererscheinung
Heinrich von Kleist
Im Anfange des Herbstes 1809 verbreitete sich in der Gegend von Schlan (einem Städtchen vier Meilen von Prag auf der Straße nach Sachsen) das Gerücht einer Geistererscheinung, die ein Bauernknabe aus Stredokluk (einem Dorfe auf dem halben Wege von Schlan nach Prag) gehabt habe. Dies Gerücht ward endlich so allgemein und so laut, dass endlich ein Hochlöbl. Kreisamt zu Schlan eine gerichtliche Untersuchung der ganzen Sache beschloss, und demzufolge eine...
- Format
- Hörbuch Download
- Erscheinung
- 01.09.2023
- Preis
- €0,99
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