Hamed Abdel-Samad, geboren 1972 bei Kairo, studierte Englisch, Französisch, Japanisch und Politik. Er arbeitete für die UNESCO, am Lehrstuhl für Islamwissenschaft der Universität Erfurt und am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur der Universität München. Abdel-Samad ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz und zählt zu den profiliertesten islamischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum.Seine Autobiographie „Mein Abschied vom Himmel“ sorgte für Aufsehen: „Was er von seinen Landsleuten erwartet, hat er selbst vorgemacht: Aufklärung durch Tabubruch.“ ZDF-Aspekte
Die Allianz von Macht und Religion setzt liberale Demokratien weltweit unter Druck Geht die Trennung von Macht und Religion dem Ende entgegen? Deutschlands führender Religionskritiker über den Pakt von Populisten und autoritären Glaubensrichtungen Weltweit schließen sich autoritäre Regierungen mit fundamentalistischen Bewegungen zusammen. In der islamischen Welt ist dies keine neue Entwicklung. Überraschender ist, wie sehr Putins Angriff auf die Ukraine durch die russisch-orthodoxe Kirche unterstützt wird. Erschütternd die Entwicklung in den USA. Xi Jinping sichert in Peking seine Macht mit Hilfe des Konfuzianismus, Netanjahu regiert mit Unterstützung orthodoxer Abgeordneter. Auch in Europa machen Rechtspopulisten und antiliberale Glaubensrichtungen gemeinsame Sache. Hamed Abdel-Samads Buch ist eine beunruhigende Bestandsaufnahme. Er fürchtet, dass das aufklärerische Projekt, die Trennung von Macht und Religion, nicht nur auf dem Rückzug ist, sondern dem Ende entgegengeht. Bei dtv sind von ihm erschienen: Islam: Eine kritische Geschichte Der Preis der Freiheit: Eine Warnung an den Westen Aus Liebe zu Deutschland: Ein Warnruf Schlacht der Identitäten: 20 Thesen zum Rassismus...