
Franco Paz
Franco Paz ist Doktorand an der Harvard University, wo er mit namhaften Historiker:innen wie Sven Beckert, Walter Johnson und Jill Lepore zusammengearbeitet hat. Er schreibt u.a. für die Washington Post und Hyperallergic, einem in Brooklyn ansässigen Kunstmagazin, und wirkte an verschiedenen Fernsehdokumentationen für die BBC und Warner Bros. Television Studios mit. Geboren in der chilenischen Hafenstadt Valparaiso, kam er 2007, im Alter von 13 Jahren, nach New York City.
Das unersättliche Empire
Hardcover
Russisches Eisen, englische Nägel, iberisches Salz, neuenglischer Fisch, karibischer Zucker: Mit großer erzählerischer Kraft erzählt Franco Paz die Geschichte unserer Moderne, die von Anfang an durch Zwang in Bewegung gesetzt wurde. Auf den Zuckerplantagen der Karibik etwa liefen die Fäden einer globalen Ordnung zusammen, die auf der Ausbeutung von Menschen, der Aneignung von Natur und der Verwandlung von Gewalt in Alltag beruhte. In aufrüttelnder, emphatischer Sprache, die keine Gleichgültigkeit zulässt, zeigt Paz eindrucksvoll, dass Sklaverei kein Randphänomen der Moderne war, sondern ihr Fundament. Keine Region, keine Ware, keine Geschichte steht für sich: Erst in den Verflechtungen von Sklaverei, Leibeigenschaft, Lohnarbeit und kolonialer Expansion wird sichtbar, wie der moderne Kapitalismus entstand — und warum seine Versprechen von Freiheit bis heute auf Zwang beruhen. Das unersättliche Empire ist eine große neue Deutung der Moderne: eindringlich, originell und von höchster Gegenwartsrelevanz.
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