Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821–1881), hatte bereits mit seinem ersten Roman Arme Leute 1846 großen Erfolg, im selben Jahr noch veröffentlichte er den Doppelgänger. Ein Meilenstein der grotesken Literatur, der den Wahnsinn seines Protagonisten bis in die sprachlichen Strukturen nachahmt, der von der zeitgenössischen Kritik aber verschmäht wurde. Zwanzig Jahre später schrieb Dostojewski das Buch um. Nun macht Alexander Nitzberg die Erstfassung wieder zugänglich.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881) hat mit der Erzählung Der Großinquistor ein literarisches Kleinod geschaffen, das zu den berühmtesten Werken der Weltliteratur gehört: Es ist eine der ungewöhnlichsten Darstellungen einer Begegnung mit dem auferstandenen Christus. Als Teil des Romans Die Brüder Karamasow und als eigenständiger Text hat es über hundert Jahre die Leser der Welt begeistert und zu neuen Inspirationen veranlaßt. Die neue Übersetzung von Wolfgang Kasack ermöglicht als erste den leichten Vergleich mit den Bibelstellen, die im Text erwähnt werden. Ihre Kenntnis, die Dostojewski bei seinen Lesern vorraussetze, trägt wesentlich zum Verständnis bei, da der Großinquistor in seiner Anklage Christi den biblischen Text verfälscht. Wolfgang Kasacks Nachwort erläutert sowohl religiöse als auch bei politische Ebene der Erzählung und zeigt damit die bleibende Aktualität des Großinquisitors. Von Wolfgang Kasack liegt im insel taschenbucg außerdem vor: Dostojewski. Leben und Werk. Mit Abbildungen (insel taschenbuch 2267)