
Christopher Banditt
Christopher Banditt, geboren 1981, hat Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Volkswirtschaftslehre an der Universität Potsdam studiert. Seit 2026 ist er Postdoc-Stipendiat der Gerda Henkel Stiftung am Hamburger Institut für Sozialforschung. Zuvor war er assoziierter Doktorand am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Banditt promovierte an der Universität Potsdam über »Soziale Ungleichheit in Ostdeutschland 1980 bis 2000«. Von 2020 bis 2026 war er zudem Co-Bereichsleiter am Zentrum für Qualitätsentwicklung der Universität Potsdam. In seinen Forschungen beschäftigt sich Banditt u. a. mit DDR-Geschichte und der Transformation Ostdeutschlands.
Ostdeutschland Ungleichland?
Hardcover
Die materiellen Lebenslagen der Ostdeutschen standen vor wie nach dem Umbruch von 1989/90 im Blick der Politik – und im Bewusstsein der Menschen selbst. Christopher Banditt rekonstruiert erstmals systematisch Einkommen, Geldvermögen und Konsum-möglichkeiten in ostdeutschen Arbeitnehmerhaushalten für die 1980er- und 1990er-Jahre. Er zeigt, dass trotz des sozialistischen Egalitätsanspruchs soziale Ungleichheiten bereits in der DDR deutlich ausgeprägt waren. Mit der marktwirtschaftlichen Neubestimmung des Leistungsprinzips wurden Disparitäten nach 1989/90 teils neu geformt, teils fortgeschrieben. Damit zeichnet das Buch eine systemübergreifende Sozial- und Wirtschaftsgeschichte materieller Lebenslagen und sozialer Ungleichheit in Ostdeutschland.
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