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Der neue Eberhofer: Was feststeht und ob es Niederkaltenkirchen gibt

»Fleischpflanzerl-Misere« von Rita Falk vor einem verschneiten Dorf in der Silvesternacht, davor ein Wirtshaustisch mit Fleischpflanzerl und Bier

In der Silvesternacht ruft der ehemalige Bürgermeister beim Dorfpolizisten Franz Eberhofer an und beteuert, er habe Schüsse gehört. Der Franz legt auf, ein paar Tage später zieht man eine Leiche aus dem Mühlsee. So beginnt »Fleischpflanzerl-Misere«, Rita Falks 14. Eberhofer-Krimi, der am 12. November 2026 bei dtv erscheint. Schon im Oktober 2023 meldete dtv acht Millionen verkaufte Exemplare der Reihe, und die Verfilmung des zwölften Falls, »Steckerlfischfiasko«, kam am 13. August 2026 ins Kino, laut Constantin Film mit dem besten Start aller Eberhofer-Filme. Wir zeigen, was über den Roman feststeht, welche Bände verfilmt sind und ob es das Dorf Niederkaltenkirchen wirklich gibt.

Was wir über den Inhalt wissen, stammt aus den Verlagstexten von dtv; eine Leseprobe gab es bis zum 23. September 2026 nicht. Zahlen, Filmdaten und Drehorte haben wir mit VLB-Daten, Pressemitteilungen, Interviews und Wikipedia abgeglichen.

Worum es in »Fleischpflanzerl-Misere« geht

Fleischpflanzerl-Misere von Rita Falk, der 14. Eberhofer-Krimi als Klappenbroschur bei dtv
Band 14, Klappenbroschur

Der Anrufer ist hörbar aufgekratzt und nach dem Eindruck des Franz auch nicht mehr ganz nüchtern, aber felsenfest überzeugt: »Eberhofer, bei mir ist geschossen worden.« Mitten in der Silvesternacht hat der Dorfpolizist dafür keinen Nerv und hängt ein. Erst der Leichenfund im Mühlsee macht Tage später aus der Silvestergeschichte einen Fall.

Nebenbei fordern ihn die Susi mit ihrem Ehrgeiz und der Metzger Simmerl mit neuen Fleischpflanzerl-Ideen. Sein bester Freund, der Birkenberger Rudi, ist für den Fall sofort zu haben, zumindest bis er den Fundort am Mühlsee gesehen hat. Im Klappentext ist von einem Tümpel, einem »Rudi in Flammen« und einem Eberhofer kurz vor dem Nervenzusammenbruch die Rede.

Erzählt wird wieder in der Ich-Form, aus der Sicht des Franz. Schon zum ersten Band schrieben die Nürnberger Nachrichten im Dezember 2010, Rita Falk lasse ihn so erzählen, »wie ihm eben der Schnabel gewachsen ist«.

Erscheinungsdatum 12. November: die Ausgaben

Gedruckt erscheint der Roman wie sein Vorgänger im großen Paperbackformat von 21 mal 13,6 Zentimetern: als Klappenbroschur, also mit Umschlagklappen, und mit 320 Seiten. Am selben Tag erscheinen das E-Book und das Hörbuch von Der Audio Verlag, gelesen von Christian Tramitz: auf sieben CDs ungekürzt, als Download laut Verlag in einer gekürzten Fassung. Eine Woche danach, am 19. November, folgt die vierte große Hörbuch-Box: die Fälle 10 bis 12, ebenfalls ungekürzt und von ihm gelesen, auf drei MP3-CDs mit gut 24 Stunden Spieldauer.

Die Ausgaben des 14. Falls und die vierte Hörbuch-Box; Klappenbroschur, CD-Hörbuch und Box sind vorbestellbar, E-Book und Hörbuch-Download sind bei uns nicht erhältlich (Stand 23. September 2026)
Ausgabe Umfang Termin Preis
Klappen­broschur 320 Seiten 12.11.2026 18,00 €
E-Book – 12.11.2026 14,99 €
Hörbuch, 7 CDs ungekürzt 12.11.2026 25,00 €
Hörbuch-Download gekürzt 12.11.2026 24,95 €
Box 4, Fälle 10–12 3 MP3-CDs 19.11.2026 36,00 €

Was vorher geschah: Susi im Rathaus

Neben den Mordfällen erzählt die Reihe vom Privatleben des Franz: von der Oma, dem Papa, seinem Bruder Leopold, der Susi, dem gemeinsamen Sohn Paul und dem Rudi. Manche Fäden laufen über viele Bände. Zu Beginn des zweiten Falls, »Dampfnudelblues«, hat sich der Franz im Saustall auf dem Hof fast fertig eingerichtet. Im elften, »Rehragout-Rendezvous«, wohnt er mit der Susi in einem Neubau, und sie macht Karriere als stellvertretende Bürgermeisterin.

Für das Bürgermeisteramt kandidiert sie im zwölften Band, »Steckerlfischfiasko«; wie die Wahl ausgeht, steht im Klappentext von Band 13. Dieser Fall, »Apfelstrudel-Alibi«, führt den Franz bis in die Dolomiten, denn Richter Moratschek glaubt nicht, dass seine Patentochter Letitia in Südtirol ohne fremdes Zutun abgestürzt ist; der Rudi ermittelt derweil verdeckt auf einem Campingplatz.

Steckerlfischfiasko von Rita Falk, der 12. Eberhofer-Krimi als Taschenbuch
Band 12, Taschenbuch
Apfelstrudel-Alibi von Rita Falk, der 13. Eberhofer-Krimi als Klappenbroschur
Band 13, Klappenbroschur

Vom Winterkartoffelknödel zum Fleischpflanzerl

Jeder der 14 Titel beginnt mit etwas zu essen: Winterkartoffelknödel, Dampfnudel, Schweinskopf, Grießnockerl, Sauerkraut, Zwetschgendatschi, Leberkäs, Weißwurst, Kaiserschmarrn, Guglhupf, Rehragout, Steckerlfisch, Apfelstrudel und Fleischpflanzerl. Ab dem zweiten Band folgt auf das Gericht ein Zusatz, oft einer, der nach Ärger klingt: Affäre, Koma, Komplott, Drama, Fiasko und diesmal Misere.

In einem Leserinterview auf der Website von dtv erzählte Rita Falk im Januar 2012, der erste Titel habe sich beim Schreiben ergeben, weil der Winterkartoffelknödel plötzlich im Text gestanden habe; die beiden bis dahin erschienenen Nachfolger seien »das Ergebnis tagelanger Denkarbeit« gewesen. Manchmal steckt die Handlung im Namen. Zur »Weißwurstconnection« sagte sie 2016 der Abendzeitung, der Titel komme von den dubiosen Plänen, die der Simmerl und der »Heizungspfuscher« Flötzinger beim Weißwurstfrühstück schmieden.

Ein Fleischpflanzerl ist das, was anderswo Frikadelle oder Bulette heißt. Laut Wikipedia ist der Name vor allem in Altbayern üblich und aus »Fleischpfannzelte« entstanden, der alten Bezeichnung für einen flachen Fleischkuchen aus der Pfanne; in Franken, Bayerisch-Schwaben und Baden-Württemberg sagt man Fleischküchle. Rezepte gehören zur Reihe: Der erste und der zweite Band haben laut dtv die Rezepte der Oma im Anhang, und unter dem Titel »Knödel-Blues. Oma Eberhofers bayerisches Provinz-Kochbuch« erschien sogar ein eigener Band.

Reihenfolge: 14 Bücher, zehn Filme

Seit 2010 erscheinen die Eberhofer-Krimis bei dtv. Zwischen den Bänden 11, 12 und 13 lagen jeweils rund zwei Jahre, der 14. folgt nach 13 Monaten. Alle zehn Kinofilme hat Ed Herzog inszeniert, und sie halten sich nur grob an die Reihenfolge der Bücher: Den Anfang machte 2013 »Dampfnudelblues«, also der zweite Band, ein Jahr später folgte der erste. »Zwetschgendatschikomplott« und »Weißwurstconnection« wurden übersprungen, und zwischen »Rehragout-Rendezvous« (2023) und »Steckerlfischfiasko« (2026) kam drei Jahre lang kein neuer Eberhofer ins Kino.

Die Eberhofer-Krimis in der Reihenfolge der Bände, mit dem Jahr der Erstausgabe und dem Jahr des Kinofilms; verlinkt sind die Taschenbücher, bei den Bänden 13 und 14 die Klappenbroschuren
Band Titel Buch Film
1 Winterkartoffel­knödel 2010 2014
2 Dampfnudel­blues 2011 2013
3 Schweinskopf al dente 2011 2016
4 Grießnockerl­affäre 2012 2017
5 Sauerkraut­koma 2013 2018
6 Zwetschgen­datschi­komplott 2015 –
7 Leberkäs­junkie 2016 2019
8 Weißwurst­connection 2016 –
9 Kaiserschmarrn­drama 2018 2021
10 Guglhupf­geschwader 2019 2022
11 Rehragout-Rendezvous 2021 2023
12 Steckerlfisch­fiasko 2023 2026
13 Apfelstrudel-Alibi 2025 –
14 Fleischpflanzerl-Misere 2026 –

Unverfilmt sind damit drei der erschienenen Bände: 6, 8 und 13. Auf die Bände 6 und 8 hatte Constantin Film 2023 nach Aussage von Rita Falk eine Option. Einen elften Film hatte bis zum 23. September 2026 niemand angekündigt. Im Podcast von Filmstarts mit den Hauptdarstellern Sebastian Bezzel und Lisa Maria Potthoff hieß es kurz vor dem Kinostart von »Steckerlfischfiasko«: »Es wird nächstes Jahr keiner rauskommen«, gemeint war 2027.

Das Kinopublikum ist über die Jahre deutlich größer geworden. Laut insidekino.de kam »Dampfnudelblues« auf gut 519.000 Besucher, »Rehragout-Rendezvous« 2023 auf gut 1,54 Millionen. »Steckerlfischfiasko« lag bis zum 20. September 2026 bei 1.535.868 Besuchern und damit nur noch rund 11.000 hinter diesem Bestwert. Die ersten neun Filme sind gesammelt in der Blu-ray-Box »Die Eberhofer Neiner Gaudi« erschienen.

Wie lange es mit den Büchern weitergeht, lässt die Autorin offen. Die letzten vier Titel habe sie bereits »in dem Bewusstsein geschrieben, jetzt ist aber auch irgendwann gut mit dem Franz«, sagte sie im November 2025 der Zeitung Hallo München. Ihre Leserinnen und Leser bäten sie aber hartnäckig um »nur noch einen Eberhofer«, und im selben Gespräch freute sie sich auf den 14. Band.

Gibt es Niederkaltenkirchen?

Auf keiner Landkarte. Die Autorin selbst hat ihr Dorf so beschrieben: Niederkaltenkirchen sei »erfunden und trotzdem tausendfach vorhanden«. In den Büchern liegt es in Niederbayern, irgendwo in der Gegend von Landshut.

Einen Ort, der Niederkaltenkirchen am nächsten kommt, hat sie aber genannt: die Marktgemeinde Frontenhausen im Landkreis Dingolfing-Landau. Dort wurde für alle zehn Filme gedreht. Der Kreisverkehr nördlich des Ortes, der in den Verfilmungen immer wieder im Bild ist, wurde am 8. August 2018 nach dem Kinohelden benannt und heißt offiziell Franz-Eberhofer-Kreisel.

Zu hören ist Niederkaltenkirchen außerdem: Im September 2021 startete »Radio Niederkaltenkirchen«, der offizielle Eberhofer-Podcast mit Christian Tramitz und Florian Wagner; zum Start war Rita Falk laut Wikipedia jede Woche zu Gast.

Lesung oder Filmhörspiel?

Hörbücher gibt es zur Reihe in zwei sehr verschiedenen Formen. Die Lesungen spricht der Schauspieler und Komiker Christian Tramitz, bekannt aus der »Bullyparade« und »Der Schuh des Manitu«. Seit dem ersten Fall im Oktober 2010 ist er die Stimme der Reihe, nach Angaben von Der Audio Verlag liest er »alle Teile« ein. Warum nicht Sebastian Bezzel liest, der im Kino den Franz spielt, erklärte Rita Falk im Interview mit Hallo München: Die Verträge für die Hörbücher seien früher geschlossen worden als die für die Verfilmungen.

Wer von vorn hören will, sollte auf die Fassung achten. Auf CD erschienen die Lesungen der ersten drei Bände 2010 und 2011 gekürzt, ab dem vierten, »Grießnockerlaffäre«, sind die CD-Fassungen ungekürzt. Den ersten Fall hat Der Audio Verlag später ungekürzt nachgereicht, als Lesung zum Download mit sechs Stunden Spieldauer.

Die Filmhörspiele entstehen zu den Kinofilmen, gesprochen unter anderem von Bezzel, Lisa Maria Potthoff (Susi) und Simon Schwarz (Rudi). Sie sind viel kürzer: Das Filmhörspiel zum »Steckerlfischfiasko« vom 13. August 2026 dauert 96 Minuten, die Lesung desselben Romans 491 Minuten, also gut acht Stunden. Im Kinofilm hat Tramitz einen kurzen Auftritt: Er spielt den ermordeten Steckerlfischkönig Paulus.

Fleischpflanzerl-Misere von Rita Falk, Hörbuch auf 7 CDs, gelesen von Christian Tramitz
Lesung, 7 CDs
Die große Franz-Eberhofer-Box 4 mit den Fällen 10 bis 12, gelesen von Christian Tramitz
Box 4, Fälle 10–12
Steckerlfischfiasko, Filmhörspiel mit Sebastian Bezzel, Lisa Maria Potthoff und Simon Schwarz
Filmhörspiel, 2 CDs

Buchpremiere, Hörbuch-Box, DVD: die Termine

Drei Tage nach dem Erscheinen, am 15. November, stellt Rita Falk den Roman beim Krimifestival München in der Komödie im Bayerischen Hof vor, zusammen mit Christian Tramitz; moderiert wird die Premiere von Florian Wagner. Der Abend ist laut Krimifestival ausverkauft, für den 17. November gibt es einen Zusatztermin am selben Ort. Nach der Hörbuch-Box am 19. November soll der Kinofilm »Steckerlfischfiasko« laut Anbieterangaben am 18. Dezember auf DVD und Blu-ray erscheinen, gut vier Monate nach dem Kinostart.

Unsere Empfehlung

Für alle, die den Franz seit Jahren begleiten, bringt »Fleischpflanzerl-Misere« die vertrauten Figuren zurück, vom Simmerl bis zum Rudi, den es wieder an einen Tatort zieht. Wer lieber hört, hat auch im 14. Fall Tramitz im Ohr, ungekürzt allerdings nur auf den sieben CDs.

Für den Einstieg ist der erste Band die bessere Wahl, weil sich die Familiengeschichte um Oma, Susi und den Hof über viele Bücher entwickelt: In »Winterkartoffelknödel« ermittelt der aus München strafversetzte Franz zum ersten Mal in seinem Heimatdorf. Das Taschenbuch hat 256 Seiten und liegt laut VLB in der 26. Auflage vor. Wer die Eberhofer-Filme gesehen hat, findet die Vorlage zum zehnten im Taschenbuch von »Steckerlfischfiasko«.

Für düstere, harte Spannung ist die Reihe nicht gemacht: dtv kündigt den ersten Band als Auftakt einer Krimiserie an, die »witzig-derb, schräg, warmherzig« sei.

Stand: 23. September 2026. Preise, Termine und Verfügbarkeit der 21 verlinkten Ausgaben wurden bei CineBuch geprüft. Quellen: dtv (Verlagsseiten zu Rita Falk, zu »Winterkartoffelknödel« und zur Klappenbroschur, ISBN 978-3-423-26501-0; VLB-Daten zum E-Book, ISBN 978-3-423-45126-0; Leserinterview im dtv-Blog, Januar 2012); Der Audio Verlag (VLB-Daten zu ISBN 978-3-7424-4314-4, 978-3-7424-4317-5 und 978-3-7424-4255-0; Verlagsseiten zu Christian Tramitz und zu »Winterkartoffelknödel«); Constantin Film: Pressemitteilung vom 27. August 2026; Börsenblatt: Bestsellerbericht vom 25. Oktober 2023; Süddeutsche Zeitung: »Zu Besuch im echten Niederkaltenkirchen« (17. Dezember 2017); Abendzeitung (10. November 2016 und 12. August 2026); Hallo München (2. November 2025); Filmstarts (29. August 2026); insidekino.de; filmportal.de; Krimifestival München (Programm); Wikipedia zu Rita Falk und zu den Eberhofer-Krimis; Pressezitat: Nürnberger Nachrichten, 11. Dezember 2010.

2 Kommentare

Monika Dietrich

Immerwieder schön,wir freuen uns wieder auf die nächsten Filme.

Barbara Kunst

Titel: Bettplescher
Einfach so

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