
Luis de Góngora
Luis de Góngora, 1561 in Córdoba in einer wohlhabenden Familie geboren und 1627 dort in Armut gestorben, hat das geprägt, was wir »barocke Dichtung« nennen, die bei ihm einen Grad höchster »Verdichtung« erreicht, ohne jeden Zierrat. Seine Posten bei der Kirche, ob in Córdoba oder am Hof in Madrid, wurden von seinen weltlichen Vorlieben beeinträchtigt. Kompromisslos blieb er in seiner Lyrik, in der er in allen Spielarten höchste Meisterschaft erlangte. In seinen beiden Langgedichten, der »Fabel von Polyphem und Galathea« und den »Einsamkeiten«, entwarf er eine ganz eigene Bild- und Verstechnik, die zu einer wilden Polemik führte, zu leidenschaftlicher Bewunderung und hitziger Kritik, aus ihm jedoch den modernsten Dichter seiner Zeit machte. Wie modern er über die Jahrhunderte blieb, beweisen Mallarmé und Verlaine, García Lorca und Alberti sowie die lateinamerikanische Avantgarde. Baltasár Gracián nannte seinen Zeitgenossen einen »Schwan, Adler, Phönix, im Wohlklang, in der Schärfe, im Extremen«.
Zuletzt erschienen
Einsamkeiten
von Luis de Góngora
- Format
- Hardcover
- Erscheinung
- 16.03.2027
- Preis
- €28,00
Erscheint am 16.03.2027 – jetzt vorbestellbar

